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Hotmail: DNS-Panne bei Microsoft ließ zahllose E-Mails im Spam landen

Infolge einer Fehlkonfiguration an einem DNS -SPF-Eintrag durch Microsoft konnten unzählige Hotmail-Nutzer keine E-Mails versenden.
/ Marc Stöckel
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Viele Hotmail-Nutzer konnten aufgrund einer DNS-Panne bei Microsoft keine E-Mails verschicken. (Bild: pexels.com / Andrea Piacquadio)
Viele Hotmail-Nutzer konnten aufgrund einer DNS-Panne bei Microsoft keine E-Mails verschicken. Bild: pexels.com / Andrea Piacquadio

Der E-Mail-Versand von Hotmail-Nutzern war zuletzt weltweit beeinträchtigt. Grund dafür soll einem Bericht von Bleeping Computer zufolge(öffnet im neuen Fenster) eine Fehlkonfiguration am DNS-SPF-Eintrag durch Microsoft gewesen sein. Infolgedessen seien die Nachrichten der Anwender als Spam markiert oder überhaupt nicht zugestellt worden. Auf Plattformen wie Reddit(öffnet im neuen Fenster) oder X (vormals Twitter)(öffnet im neuen Fenster) meldeten sich zahlreiche betroffene Nutzer zu dem Problem.

Im Microsoft-Forum(öffnet im neuen Fenster) teilte einer der betroffenen Anwender eine Fehlermeldung, die er nach dem Versuch, eine E-Mail zu versenden, erhalten hatte. Dort heißt es, das Problem stehe "im Zusammenhang mit dem Sender Policy Framework (SPF). Die Auswertung des SPF-Eintrags für die Nachricht durch das Ziel-E-Mail-System führte zu einem Fehler" .

Anschließend folgt eine Aufforderung an den Hotmail-Nutzer, mit seinem Domain-Registrator zusammenzuarbeiten, "um sicherzustellen, dass Ihre SPF-Einträge korrekt konfiguriert sind" . Schließlich kommt in Fettschrift der folgende Hinweis: "Nachricht aufgrund von SPF-Richtlinien abgelehnt – Bitte überprüfen Sie die Richtlinien für hotmail.com" .

SPF beugt Spam und Phishing vor

Das Sender Policy Framework(öffnet im neuen Fenster) ist eigentlich eine Art Sicherheitsfunktion, die das Aufkommen von Spam reduzieren und Hacker daran hindern soll, für Phishing-Angriffe Absenderadressen zu fälschen. Das regulär für den Mailversand genutzte Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) führt selber keine Authentifizierung des Absenders durch. Ohne SPF oder einen vergleichbaren Mechanismus wie DKim(öffnet im neuen Fenster) oder DMarc(öffnet im neuen Fenster) kann ein Angreifer folglich E-Mails im Namen einer anderen Person übermitteln.

Ein SPF-Eintrag enthält eine Liste von Adressen sogenannter Mail Transfer Agents (MTA), die für den Mailversand einer Domain berechtigt sind und die der Inhaber der Domain in das DNS einträgt – in diesem Falle Microsoft. Empfängt ein Mailserver eine E-Mail, so prüft er, ob der Hostname oder die IP-Adresse des sendenden Servers im SPF-Eintrag steht. Ist dies nicht der Fall, so wird die Nachricht entweder als Spam markiert oder mit einer Fehlermeldung an den Absender zurückgeschickt.

Mailversand via Hotmail sollte wieder funktionieren

Microsoft hatte hier offenbar eine wichtige Domain aus der Liste ersatzlos entfernt, was schließlich zu den genannten Problemen führte. Anwender können in so einem Fall nichts weiter tun, als darauf zu warten, dass das verantwortliche Unternehmen den SPF-Eintrag korrigiert. Inzwischen soll Microsoft dies auch unternommen haben, so dass der Mailversand via Hotmail wieder ordnungsgemäß funktionieren dürfte.


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