Hotfix verfügbar: Microsoft bestätigt gefährliche OLE-Lücke

Durch einen Fehler im OLE-System zum Einbetten von Office-Dokumenten kann auf einen fremden Rechner Code eingeschleust werden. Alle Windows-Versionen seit Vista sind betroffen, Microsoft bietet einen Hotfix an.

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Logo des Hotfix-Programms von Microsoft
Logo des Hotfix-Programms von Microsoft (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Mit einem Security Bulletin warnt Microsoft vor einer Sicherheitslücke, die mit Ausnahme von Windows Server 2003 alle seit Vista erschienenen und noch mit Updates versorgten Versionen des Betriebssystems betrifft. Durch den Fehler kann ein Programm in einen Rechner eingeschleust werden, wenn auf diesem ein Office-Dokument geöffnet oder auf einer Webseite mit dem entsprechenden Plugin angezeigt wird.

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Microsoft nennt dabei ausdrücklich nur Powerpoint-Dateien, anfällig dürften aber auch alle anderen Office-Dokumente sein, denn der Fehler steckt wie kürzlich beschrieben im OLE-System. Damit lassen sich Dokumente in andere einbetten, um beispielsweise eine in Excel erstellte Tabelle direkt in einem Word-Dokument anzeigen zu lassen. Mit Windows Vista hatte Microsoft diesen Mechanismus geändert, so dass Windows XP nicht betroffen ist. Der Fehler zog sich seitdem aber durch alle Versionen bis hin zum aktuellen Windows 8.1. Durch das lange Existieren der Lücke soll sie auch bereits aktiv ausgenutzt worden sein.

Der Mitteilung von Microsoft zufolge arbeitet das Unternehmen bereits daran, den Fehler zu beheben. Einen Termin für ein automatisches Windows-Update gibt es noch nicht, aber immerhin einen Hotfix. Dieser muss jedoch manuell heruntergeladen und installiert werden. Zudem schließt er die Lücke nur in Powerpoint und auch nicht in den 64-Bit-Versionen des Programms unter Windows 8 und 8.1. Administratoren in Unternehmen, die Microsoft Office mit einem älteren Windows verwenden, sollten ihn dennoch zumindest für etwas Schutz installieren, bis die Lücke vollständig geschlossen ist.

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