Abo
  • Services:

Hotelportale: HRS soll Nutzern bezahltes Ranking verheimlichen

Die Hotelplattform HRS soll für ein gutes Ranking von Hotels höhere Provisionen verlangen. Der Nutzer erfährt davon jedoch nichts.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Deutsche Webseite von HRS
Deutsche Webseite von HRS (Bild: hrs.com/Screenshot: Golem.de)

Die Hotelplattform HRS versucht angeblich, über ein manipuliertes Ranking von Hotelbetreibern höhere Provisionen zu bekommen. Das berichtet das Rechercheportal Correctiv unter Berufung auf Angaben von Hoteliers. Wer 19 statt 15 Prozent Provision an HRS abführe, lande im Ranking deutlich weiter oben. Allerdings gibt HRS dazu lediglich an: "Sie bekommen zuerst die Hotels vorgeschlagen, die eine Vielzahl an Kriterien am besten erfüllen. Dazu gehören flexible Buchungsbedingungen, hohe Kundenzufriedenheit und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis."

Stellenmarkt
  1. abilex GmbH, Stuttgart
  2. BerlinOnline Stadtportal GmbH & Co. KG, Berlin

Auf den sogenannten Ranking-Booster werde jedoch nicht hingewiesen. Daher wirft Correctiv dem Portal vor, intransparent zu sein. Eine HRS-Sprecherin sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa: "Dass man allein durch den Ranking-Booster auf einer Spitzenposition landet, ist nicht richtig." Das Ranking unterliege einem Algorithmus, der viele Faktoren berücksichtige. "Ein Hotel kann sich durch Geld nicht ganz nach vorne kaufen", sagte die Sprecherin. Es sei außerdem gang und gäbe, dass Hotels, die eine höhere Provision zahlten, auf Portalen tendenziell weiter oben angezeigt würden.

Booking.com nicht viel besser

Allerdings geht auch Marktführer Booking.com ähnlich vor. Auch auf diesem Portal sieht der Nutzer zunächst Hotels unter der Kategorie "Unsere Empfehlungen zuerst". Diese Liste wird ebenfalls durch einen Algorithmus bestimmt, der von mehreren Faktoren beeinflusst wird. Beliebte Hotels können an einem sogenannten Preferred-Partner-Programm teilnehmen - gegen Provision. Diese Hotels werden dann tendenziell besser gerankt.

Ob diese Praxis zulässig sei oder eine Täuschung des Nutzers, lasse sich nicht pauschal sagen, sagte Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Es kommt darauf an, was versprochen wird. Wird etwas behauptet, das nicht stimmt?" Die Grenze sei fließend. So könne es zum Beispiel problematisch sein, wenn die vorsortierte Liste mit den "besten" oder "günstigsten" Hotels beworben werde - denn hier bestehe ein klarer Bezug zu Qualität und Preis. Der Begriff "Empfehlung", den viele Portale benutzten, sei dagegen relativ weit gefasst. Wagner empfiehlt den Nutzern, die Sortierung nach Kriterien wie Preis oder Bewertung selbst zu ändern.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. beim Kauf ausgewählter Z370-Boards mit Intel Optane Speicher + Intel SSD

omtr 23. Sep 2016

... der gefragt wird, wo man sich heute abend noch etwas horizontale Entspannung gönnen...

sidekick1 23. Sep 2016

Es fängt doch schon damit an, dass man sich die neuste Konsole als "Präsentationsgerät...

b5g2k 23. Sep 2016

Ich kann google Maps empfehlen. Klar kann man sich dort auch Bewertungen kaufen, macht...

chewbacca0815 23. Sep 2016

Messen und Großveranstaltungen treiben die Preise hoch; dann lege ich meine Vor-Ort...

b5g2k 23. Sep 2016

Ehrlich jetzt? Wer da noch nicht von selbst drauf gekommen ist dem ist nicht mehr zu helfen.


Folgen Sie uns
       


E3 2018, wenig Hardware, mehr Spiele - Livestream

Neue Hardware (PC, Konsolen, Handhelds) sind auf der diesjährigen E3 in Los Angeles wohl nicht zu erwarten, oder doch? Diese und andere spannende Fragen zur Messe diskutieren die Golem.de-Redakteure Peter Steinlechner und Michael Wieczorek im Livestream.

E3 2018, wenig Hardware, mehr Spiele - Livestream Video aufrufen
Shift6m-Smartphone im Hands on: Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich
Shift6m-Smartphone im Hands on
Nachhaltigkeit geht auch bezahlbar und ansehnlich

Cebit 2018 Das deutsche Unternehmen Shift baut Smartphones, die mit dem Hintergedanken der Nachhaltigkeit entstehen. Das bedeutet für die Entwickler: faire Bezahlung der Werksarbeiter, wiederverwertbare Materialien und leicht zu öffnende Hardware. Außerdem gibt es auf jedes Gerät ein Rückgabepfand - interessant.
Von Oliver Nickel


    IT-Jobs: Fünf neue Mitarbeiter in fünf Wochen?
    IT-Jobs
    Fünf neue Mitarbeiter in fünf Wochen?

    Startups müssen oft kurzfristig viele Stellen besetzen. Wir waren bei dem Berliner Unternehmen Next Big Thing dabei, als es auf einen Schlag Bewerber für fünf Jobs suchte.
    Ein Bericht von Juliane Gringer

    1. Frauen in IT-Berufen Programmierte Klischees
    2. Bitkom Research Höherer Frauenanteil in der deutschen IT-Branche
    3. Recruiting IT-Experten brauchen harte Fakten

    Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
    Elektroautos
    Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

    Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
    2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
    3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

      •  /