Hosting: Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten

Die steigenden Energiepreise in Deutschland betreffen offenbar auch den Hosting-Anbieter Hetzner massiv. Dieser gibt diese Preisentwicklung direkt an seine Kunden weiter. Auf der Webseite von Hetzner heißt es(öffnet im neuen Fenster) inzwischen: "Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Strompreisentwicklung in Deutschland die Preise für unsere Produkte innerhalb der Serverbörse aktiv von uns angepasst werden. Dieser Schritt ist notwendig, da aktuell bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Servern die Deckung der laufenden Kosten durch die monatliche Miete nicht gegeben ist."
In den vergangenen Tagen haben sich immer wieder Kunden von Hetzner auf verschiedenen Internetplattformen oder in Foren wie Hackernews(öffnet im neuen Fenster) , Reddit(öffnet im neuen Fenster) oder Twitter(öffnet im neuen Fenster) über ihre gestiegenen Rechnungen ausgetauscht. Die Preisanstiege für die Kunden sind demnach nicht einheitlich, sondern werden wohl dynamisch an Nutzung und gebuchtes Angebot angepasst. Die Preiserhöhungen reichen dabei von wenigen Prozent(öffnet im neuen Fenster) bis hin zu 30 Prozent oder gar noch mehr.
Betroffen davon sind zunächst wohl nur die Angebote der sogenannten Serverbörse(öffnet im neuen Fenster) . Hierbei versteigert Hetzner die Nutzung älterer Server-Generationen, so dass Kunden diese zu möglichst geringen Preisen erhalten können. Der Preisanstieg in Bezug auf die Stromkosten betrifft dabei wohl zunächst nur die Server in Deutschland, in anderen Ländern blieben die Preise weiter niedriger, schreibt Hetzner auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) . Ebenso sollen die Gesamtkosten auch wieder reduziert werden, falls der Strompreis wieder sinkt, so Hetzner(öffnet im neuen Fenster) .
Hetzner dürfte bei weitem nicht der einzige Hoster in Deutschland sein, der von den massiv gestiegenen Strompreisen betroffen ist. Entsprechend erscheint es zumindest derzeit als wahrscheinlich, dass auch andere Hoster ihre gestiegenen Kosten an die Kunde weiterreichen könnten. Das wiederum könnte Auswirkungen vor allem auf kleine Geschäfte und Betriebe und deren Internetangebote haben. Wie die Tagesschau unter Verweis auf das Vergleichsportal Verivox(öffnet im neuen Fenster) berichtet, sind die Preise für Strom in den vergangenen zwölf Monaten um 40 Prozent gestiegen. An der Strombörse EEX stiegen die Preise für Versorger dabei teilweise sogar noch um ein Vielfaches.