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Hosting: Hetzner bringt IPv6-Only für Root Server

Nur wenige Wochen nach dem Cloud-Hoster AWS können nun auch Kunden von Hetzner auf das veraltete IPv4 verzichten und zu IPv6 wechseln.
/ Sebastian Grüner
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Bei Hetzner kann IPv4 nun abgewählt werden. (Bild: Thomas White)
Bei Hetzner kann IPv4 nun abgewählt werden. Bild: Thomas White

Der aus Deutschland stammende und mittlerweile auch in den USA verfügbare Server-Hoster Hetzner bietet Kunden seiner Dedicated Root Server künftig eine Netzwerkanbindung, die ausschließlich das moderne IPv6 nutzt. Damit seien die Kunden "für die Zukunft gerüstet" , wie das Unternehmen in der Ankündigung schreibt(öffnet im neuen Fenster) .

Trotzt der jahrzehntelangen Entwicklung von Werkzeugen für IPv6 und der immer kleiner werdenden Anzahl verfügbarer IPv4-Adressen, die sogar schon zu Betrügereien führte , gibt es weitere Dienste im Internet, die ausschließlich über IPv4 verfügbar sind. Um diese weiterhin zu nutzen, kommt bei IPv6-Servern meist noch eine Dual-Stack-Unterstützung zum Einsatz, um auch IPv4 weiter nutzen zu können.

IPv6 auch bald in der Hetzner-Cloud

Zu seiner konkreten Umsetzung schreibt Hetzner nun: "Sie haben somit die Möglichkeit, das standardmäßig inkludierte Addon 'Primäre IPv4' abzuwählen und somit einen Dedicated Root Server mit ausschließlich IPv6-Konnektivität zu nutzen" . Der Hoster schreibt darüber hinaus, dass der Anbieter daran arbeitet, in seinem eigenen Cloud-Dienst eine Möglichkeit zur Nutzung eines IPv6-Only-Netzwerks umzusetzen.

Laut der dazugehörigen Dokumentation(öffnet im neuen Fenster) wird das IPv4-Addon sowie der eigentliche IPv6-Server künftig getrennt in Rechnung gestellt. Das gelte auch für Bestandskunden. Kunden, die künftig auf IPv4 verzichten, zahlen demnach auch weniger für die Netzanbindung ihrer Server.

Erst vor wenigen Wochen hatte der dominierende Cloud-Hoster AWS angekündigt, IPv6-Only-Architekturen in seinem Angebot zu ermöglichen. Sinnvoll sei das vor allem für Serverless- und Container-Anwendungen, die sehr viel IP-Adressen benötigten. AWS bezeichnete das Angebot als "monumentalen Schritt nach vorn" .


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