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Hosting-Ausfall: Prosite und Speedbone nicht erreichbar

Die Hoster Prosite und Speedbone sind seit heute Morgen nicht erreichbar, wie Kunden berichten. Presseanfragen bleiben bisher unbeantwortet.
/ Lennart Mühlenmeier
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Besonders schnell scheint Speedbone an diesem Tag nicht zu sein. (Bild: CHUTTERSNAP)
Besonders schnell scheint Speedbone an diesem Tag nicht zu sein. Bild: CHUTTERSNAP / Unsplash-Lizenz

Seit dem Morgen des 12. Mai 2022 berichten Nutzer auf Social Media, dass der Hosting-Provider Speedbone Probleme habe. So seien DNS-Server sowie die Webseiten von Speedbone und des Tochterunternehmens Prosite nicht erreichbar. Die Hintergründe sind unklar. Speedbone hat kurzfristige Presseanfragen von Golem.de via E-Mail bisher nicht beantwortet.

Twitter-Nutzer überhäufen den Hoster mit Sitz in Berlin-Tempelhof seit dem Morgen mit Nachfragen. Viele fragen, warum Dienste wie DNS offline sind. Inwiefern die Server von Kunden in den Rechenzentren im Süden Berlins betroffen sind, kann nicht geklärt werden.

Ein DNS-Server ist zwar grundsätzlich erreichbar, gibt aber keine brauchbaren Antworten. So gibt es zum Beispiel keinen A-Record für www.golem.de. Ein anderer DNS-Server von Speedbone ist gar nicht erreichbar.

Anscheinend alles offline

Golem.de versuchte, die Betreiber telefonisch zu erreichen. Dort teilt eine Bandansage sofort mit, dass die "gewählte Rufnummer zurzeit nicht erreichbar" sei, und wirft einen aus der Leitung.

Im Jahr 2021 geriet Prosite in die Kritik, weil der Anbieter rechtsextreme Inhalte gehostet haben soll: zum Beispiel die Webseite des rechtsextremen Verschwörungsideologen Attila Hildmann. Das Anonymous-Kollektiv nahm damals die Webseite von Hildmann vom Netz , die bei Prosite gehostet wurde. Dabei konnten offenbar Sicherheitslücken bei dem Hosting-Anbieter ausgenutzt werden.

Der Chaos Computer Club kündigte nach dem Vorfall an , nicht mehr bei Prosite hosten zu wollen. Das Problem schien nämlich struktureller Natur zu sein. Auch der Geschäftsführer des Unternehmens teilte rechtsextreme Inhalte auf Facebook. Später löschte er sein Konto bei Facebook und bat um Entschuldigung.


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