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Horus A: Solarbetriebene Höhendrohne kann Radar tragen

Aerovironment hat die Flugtests seiner solarbetriebenen Höhendrohne Horus A abgeschlossen. Dabei hat die Drohne sogar ein Radar transportiert.
/ Michael Linden
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Horus  A (Bild: Aerovironment)
Horus A Bild: Aerovironment

Der US-Hersteller Aerovironment hat eine Drohne in der Entwicklung(öffnet im neuen Fenster) , die durch Solarenergie lange in großen Höhen bleiben und Nutzlasten sowohl für den zivilen als auch den militärischen Bereich tragen kann.

Die sogenannte HAPS-Technologie (High-Altitude Platform-Station) führte Anfang Oktober 2024 Testflüge durch, die nach Angaben des Unternehmens diese Fähigkeiten demonstrierten.

Horus A, eine verbesserte Version der Sunglider-Plattform von Aerovironment, verfügt über eine Nutzlastkapazität von bis zu 79 kg und stellt mit ihren Solarzellen 1,5 kW bereit.

Bei den jüngsten Flugtests wurde die Fähigkeit von Horus A unter Beweis gestellt, mehrere Nutzlasten für das US-Verteidigungsministerium zu transportieren und dabei Echtzeitdaten zu übertragen.

Technische Fortschritte und Einsatzmöglichkeiten

Horus A verfügt über mehrere redundante Systeme, um die Einsatzsicherheit zu gewährleisten, und kann autonom fliegen.

Während des Testflugs betrieb Horus A gleichzeitig ein Synthetic Aperture Radar(öffnet im neuen Fenster) (SAR) und ein Tactical-Grade-Mesh-Network-Funkgerät. Die Demonstration bestätigte die neuen Systeme des Flugzeugs, die Interoperabilität der Nutzlast und die allgemeinen Leistungsverbesserungen.

Aerovironment zeigte mit den Testflügen nach eigenen Angaben auch die Fähigkeit von Horus A, durch widrige und turbulente Wetterbedingungen zu navigieren: Die Drohne schloss mit einer sicheren Landung ab. Sie erreicht nach Herstellerangaben die Stratosphäre, hat eine Reisegeschwindigkeit von rund 110 km/h und deckt ein Gebiet von rund 200 km Durchmesser ab. Zur Flugdauer machte das Unternehmen keine Angaben.

Die Kommunikation erfolgt satellitengestützt mit einer Beyond-Line-of-Sight-Funkverbindung (BLOS). Die Fähigkeiten von Horus A können nicht nur zur kontinuierlichen Aufklärung, sondern auch zur verbesserten Steuerung kleinerer Waffen wie der Switchblade 600 des gleichen Herstellers dienen.

Die Switchblade ist ein unbemanntes kampffähiges Luftfahrzeug, das bis zu zehn Minuten über dem Zielgebiet fliegend verweilen kann, bevor es sein Ziel zugewiesen bekommt. Es zählt zur Klasse der Loitering Weapons.

Aerovironment plant nun, die Horus A weiter zu verfeinern, mit dem Ziel, den operativen Einsatz zu erreichen. Einen Zeitplan veröffentlichte das Unternehmen nicht.


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