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Unsubscribe ist interessant, wenn auch nicht auf visueller Ebene

Der Film wurde im Verlauf von fünf Tagen gedreht, danach schnitt Nilsson das Material und ein Freund fertigte kurzerhand die passende musikalische Untermalung an. Innerhalb weniger Wochen war der Film für seinen Kinoeinsatz bereit.

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Das Duo mietete daraufhin ein unabhängiges Kino in Westhampton Beach außerhalb von New York City an. Die Miete ist der einzige Kostenpunkt, der bei der Produktion des Films anfiel. Am Premierentag erschienen Tabach und Nilsson in Smokings und waren die einzigen Zuschauer des Films. Dafür sahen ihn sich aber fünfmal hintereinander an.

Die vielleicht größte Schwierigkeit war dann, die IMDB als Betreiber der Website Box Office Mojo von der Existenz des Films zu überzeugen. Denn damit der Coup gelingen konnte, musste Unsubscribe natürlich bei dieser renommiertesten Seite in Sachen täglicher Einspielergebnisse auftauchen. Es bedurfte Bilder der Schauspieler und einiges mehr. Aber erst, als verschiedene Websites begannen, über Unsubscribe zu berichten, erkannte die IMDB den Film als legitim an.

Damit wurde er offiziell der Tagessieger am 10. Juni, eben mit dem Einspielergebnis von 25.488 US-Dollar, während The Wretched auf Platz 2 mit einem Einsatz in 99 Kinos 22.566 US-Dollar erwirtschaftete. Die waren aber zumindest real, während man bei Unsubscribe tricksen musste.

Allerdings ist wohl davon auszugehen, dass mittlerweile auch echtes Geld eingegangen ist. Der Film ist auf Vimeo gegen eine Ausleihgebühr von 3,52 Euro zu sehen. Angesichts der Publicity werden wohl einige Neugierige sehen wollen, was Unsubscribe so kann.

Der Film hat durchaus seinen Reiz, weil er die Geduld des Zuschauers nicht überstrapaziert. Das Erzählformat, alles über Webcams zu präsentieren, hat den Nachteil, dass es visuell nicht sehr spannend ist. Entsprechend haben abendfüllende Filme hier mit größeren Herausforderungen zu kämpfen. Man denke nur an den Thriller Searching oder den Horrorfilm Unknown User 2.

Kritische Töne zum Youtube-Phänomen

Unsubscribe ist da deutlich knackiger. Er wirkt authentischer, eben weil er auch auf echte Youtuber setzt und im Mix mit echten Schauspielern ein gutes Ergebnis liefert. Zudem ist der Film nicht nur interessant, weil er eine Mordgeschichte erzählt, sondern auch, weil er zumindest leicht kritische Töne zum Youtube-Phänomen und dem ständigen Schielen nach neuen Subscribern anschlägt.

In erster Linie ist Unsubscribe aber ein Beweis dafür, dass man auch unter schwierigen Umständen mit kreativen Ideen ein Projekt umsetzen kann, für das die beteiligten Leute noch nicht einmal ihre eigenen vier Wände verlassen müssen.

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 Horror-Thriller Unsubscribe: Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde
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Trockenobst 27. Jun 2020

Es gibt für 20¤ Euro Richtmikrofone, die man sogar außerhalb des Bildes verstecken kann...

gadthrawn 26. Jun 2020

2003 - 200 gab es den Sender Bahn TV. Ein gewisses Interesse gibt es auch an den...

Legacyleader 25. Jun 2020

Danke @golem endlich wieder so ein Schrottfilm in dem Format. Ich liebe es! Der wird am...


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