Horror: Capcom schmuggelt Mikrotransaktionen in Resident Evil 4
Rund drei Wochen nach Veröffentlichung von Resident Evil 4 Remake ( Test auf Golem.de ) am 24. März 2023 hat Capcom per Patch nun auch Mikrotransaktionen in das Horrorspiel eingebaut. Konkret geht es um Waffenupgrades, die man für echtes Geld sehr viel früher freischalten kann – das ist schlicht Pay-to-Win.
Ein Upgrade kostet rund 3 Euro, das Gesamtpaket mit allen Verbesserungen unter Berücksichtigung von Rabatten knapp 47 Euro.
Ganz offensichtlich versucht Capcom, die Mikrotransaktionen nicht zum Thema zu machen: Auf seiner Webseite nennt der Publisher alle Details zum Patch(öffnet im neuen Fenster) , nur die Mikrotransaktionen werden verschwiegen.
Bei der Community kommt das nicht gut an. Zum einen ärgern sich viele Spieler, dass die Mikrotransaktionen erst nachträglich eingebaut wurden.
Vielfach wird ( etwa auf Metacritic(öffnet im neuen Fenster) ) der Verdacht geäußert, dass so die ersten Tests von Journalisten und Nutzerbewertungen keine Kritik am Itemshop enthalten und möglichst viele Wertungspunkte vergeben sollten.
Verkaufsförderung per Schwierigkeitsgrad?
Zusätzlich stehen einige Elemente des Remakes nun im Verdacht, heimlich den Absatz von Mikrotransaktionen zu fördern. Beispielsweise sind viele Nutzer genervt, dass sich das Messer relativ schnell abnutzt (im Original war es unzerstörbar) – das könnte dazu verführen, sich Ersatz gegen Geld zu kaufen.

Ähnlich ist die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad, der sich nachträglich nicht mehr ändern lässt – in den meisten neueren Spielen geht das durchaus. Wer später in der Kampagne immer wieder an einem Gegner scheitert, kann sich im Itemshop besser ausstatten und seine Kampfkraft so spürbar optimieren.
Neben den Mikrotransaktionen enthält das Update vom 7. April 2023 auch den Mercenaries-Modus – quasi Horde. Die Spieler kämpfen in drei Arealen gegen Wellen um einen möglichst hohen Highscore.
- Anzeige Hier geht es zu Resident Evil Village bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



