Horizon Worlds: Meta reagiert auf Übergriffe in VR-Anwendungen

Das Unternehmen Meta (früher Facebook) hat in zwei seiner hauseigenen Virtual-Reality-Anwendungen eine künstliche Distanz zwischen den Avataren eingebaut. In Horizon Worlds und Horizon Venues gibt es nun als Standard einen Mindestabstand von rund 1,2 Meter rund um die Nutzer.
Somit ist es nun nicht mehr möglich, anderen Person mit dem eigenen Avatar näher zu kommen – es sei denn, dieser Abstand wird in den Menüs ausgeschaltet.
"Wenn jemand versucht, die persönliche Grenze zu überschreiten, stoppt das System die Vorwärtsbewegung" , erklärt ein Sprecher von Meta die neue Option. Falls nötig oder gewünscht, werde es mit weiteren Updates die Möglichkeit geben, eine noch größere Mindestentfernung einzustellen.
Grund für die neue Distanz sind Berichte von Übergriffen in den beiden Anwendungen. Gemeint ist unter anderem übergroße, ungewollte Nähe. Das kann auch in einer virtuellen Umgebung als sehr unangenehm und verstörend empfunden werden.
Für besondere Aufmerksamkeit hatte im Dezember 2021 laut der Zeitung The Guardian(öffnet im neuen Fenster) ein Bericht über sexuelle Belästigungen in Horizon Worlds gesorgt.
Damals gab es zwar auch schon Schutzmöglichkeiten gegen toxisches Verhalten – aber eben keinen Mindestabstand als Standard, sodass man immer aktiv und schnell handeln musste, was gerade in problematischen Augenblicken schwierig sein kann.
Horizon Worlds mit Quest und Quest 2 zugänglich
Horizon Worlds(öffnet im neuen Fenster) ist eine virtuelle Umgebung, in der die Nutzer gemeinsam an der Welt bauen und andere Aufgaben bewältigen können. Horizon Venues(öffnet im neuen Fenster) ist eine Anwendung, über die Konzerte und ähnliche Veranstaltungen stattfinden. Beide Apps stammen von Meta Quest (früher Oculus).

Die Anwendungen zeigen keine auch nur annähernd fotorealistische Grafik, sondern Cartoon-Landschaften und -Avatare. Der Zugang ist mit den beiden Virtual-Reality-Headsets Oculus und Oculus 2 möglich.



