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Hopper: Dreirad mit Dach soll Autos aus der Stadt verdrängen

Ein E-Bike mit Dach und Lenkrad samt Platz für drei Personen soll in der Stadt als Konkurrent zum Auto und Fahrrad auftreten, was nicht problemfrei ist.
/ Andreas Donath
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So soll der Hopper aussehen. (Bild: Hopper)
So soll der Hopper aussehen. Bild: Hopper

Vorne zwei und hinten ein Rad, darüber ein Dach. So lässt sich der Hopper beschreiben, den ein Startup aus Augsburg(öffnet im neuen Fenster) entwickelt hat. Das Fahrzeug ist kein Auto, auch wenn der Hopper elektrisch unterstützt fährt. Fahrer und Beifahrer müssen in die Pedale treten. Gegenüber einem Fahrrad oder einem Tandem sind diese jedoch vor dem Wetter durch das Dach geschützt.

Neben den beiden Personen vorne kann auf der Rückbank eine weitere erwachsene Person oder zwei Kinder sitzen. Zudem bietet ein Kofferraum Platz für Gepäck. Das Startup gibt ein Ladevolumen von 70 Litern an, bei verschobener Rückbank sind es 220 Liter.

Der große Vorteil gegenüber einem Auto oder einem Roller: Es handelt sich von der Zulassung her um ein Fahrrad, so dass es nach Angaben des Herstellers auf Radwegen wie auch auf Straßen gefahren werden darf. Ein klassischer Fahrradlenker fehlt, dafür gibt es ein Lenkrad. Der Wendekreis von unter zwei Metern soll helfen, auch um enge Kurven zu kommen, was bei Lasträdern nicht selbstverständlich ist. Dabei wird das Hinterrad gelenkt, während die Vorderräder starr sind.

Allerdings hat das Konzept auch einen zulassungsrechtlichen Nachteil: Schneller als 25 km/h wird das Treten elektrisch nicht unterstützt. Ob andere, schnellere oder schmalere Verkehrsteilnehmer den Hopper also als gleichberechtigt ansehen und nicht als Störenfried, wird erst die Praxis zeigen. Mit 2 m Länge ist das Fahrzeug nicht gerade klein.

Die elektrische Reichweite soll bei mindestens 60 km liegen, ein zweiter Akkusteckplatz für eine Verdoppelung ist vorhanden. Geladen werden die Akkus an herkömmlichen Steckdosen. Zudem will das Startup auch ein Dach mit Solarzellen anbieten.

Davon ist der Hopper allerdings noch weit entfernt, da zunächst ein Prototyp finalisiert werden muss. Einen Preis nannte der Hersteller deshalb noch nicht und auch ein Lieferdatum wird nicht genannt.


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