Abo
  • Services:

Honorbuddy: Bossland muss keine Millionen an Blizzard zahlen

Wieder mal hat das aus Zwickau stammende Unternehmen Bossland einen Rechtsstreit gegen Blizzard gewonnen - und muss keine 8,6 Millionen US-Dollar zahlen, wie ein US-Gericht vorher entschieden hatte.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von World of Warcraft - Battle for Azeroth
Artwork von World of Warcraft - Battle for Azeroth (Bild: Blizzard)

Das Landgericht Leipzig hat Mitte Februar 2018 laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in einem Rechtsstreit zugunsten des Zwickauer Unternehmens Bossland GmbH und gegen Blizzard entschieden (Az.: 05 O 3052/17). Bossland müsse dadurch nicht rund 8,6 Millionen US-Dollar an Blizzard bezahlen, wie es ein kalifornisches Gericht im April 2017 entschieden hatte. Schon damals hatte Bossland gesagt, die als Schadensersatz und Strafe verhängte Summe nicht überweisen zu wollen.

Stellenmarkt
  1. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim
  2. DG Verlag, Wiesbaden

Die Richter in Leipzig haben nun entschieden, dass die von dem US-Gericht durchgeführte Aufaddierung von Massen an Urheberrechtsverstößen - 42.818 laut FAZ - zu einer Gesamtsumme geführt habe, "die derart exorbitant ist, dass sie mit dem System des zivilen Schadensersatzes nicht mehr zu vereinbaren ist". Blizzard könnte rein theoretisch noch versuchen, auf Vermögenswerte von Bossland in den USA zuzugreifen - aber offenbar gibt es die nicht.

Bei dem Rechtsstreit war es um kostenpflichtige Bossland-Cheatprogramme wie Honorbuddy, Demonbuddy und Stormbuddy gegangen. Mit diesen Cheatprogrammen war es Spielern in Titeln wie Overwatch oder World of Warcraft möglich, besonders schnell und einfach an Erfahrungspunkte oder Gold zu kommen. Beides konnte etwa durch skriptgesteuerte Avatare gesammelt werden. Blizzard ist der Auffassung, dass das andere Spieler abgeschreckt habe und diese deshalb auf ein Abo oder einen Kauf der eigenen Programme verzichtet hätten.

Seit 2011 gibt es zwischen Blizzard und Bossland einen Rechtsstreit nach dem anderen. Die Klagen wurden meist in Deutschland eingereicht und haben teilweise auf höchsten Instanzen stattgefunden. Einige der Prozesse hat Bossland gewonnen. Ende 2017 hatte das Unternehmen angekündigt, sein bekanntestes Produkt, Honorbuddy, einen Bot für World of Warcraft, einzustellen. Ebenfalls "Game Over" hieß es zeitgleich für Lazymon (Emulator für Pokémon Go), Buddywing (Bot für Star Wars: The Old Republic) und Heathbuddy (Bot für Hearthstone).



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. über ARD Mediathek kostenlos streamen
  2. 4,99€
  3. 9,99€

Herr Unterfahren 27. Feb 2018

Wenn es sich bei den im Titel genannten 42k "Urheberrrechtsverletzungen" um 42k Menschen...

tangonuevo 24. Feb 2018

Ums nochmal zu sagen, hättest du ehrlich gespielt, hättest du normalerweise nicht das...

Cystasy 24. Feb 2018

Wenn jemand sein Geld Öffentlich "wegwirft", dann IST es freiwild. Kannst du gerne mal...

Cystasy 23. Feb 2018

Tun wir Botter doch garnicht? Wir sind völlig damit einverstanden das wenn wir erwischt...

Tet 23. Feb 2018

Aber selbst dann ist man selbst schuld. wenn man vor lauter Geldgeilheit Bots gewähren...


Folgen Sie uns
       


Bionic Wheel Bot von Festo angesehen und Interview

Gehen oder rollen? Der Bionic Wheel Bot von Festo ist nach dem Vorbild einer Spinne konstruiert, die normalerweise läuft. Hat sie es eilig, etwa um sich vor Feinden in Sicherheit zu bringen, formt sie aus ihren Beinen Räder und rollt davon.

Bionic Wheel Bot von Festo angesehen und Interview Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Steam Link App ausprobiert: Games in 4K auf das Smartphone streamen
Steam Link App ausprobiert
Games in 4K auf das Smartphone streamen

Mit der Steam Link App lassen sich der Desktop und Spiele vom Computer auf Smartphones übertragen. Im Kurztest mit einem Windows-Desktop und einem Google Pixel 2 klappte das einwandfrei - sogar in 4K.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Valve Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus
  2. Insel Games Spielehersteller wegen Fake-Reviews von Steam ausgeschlossen
  3. Spieleportal Bitcoin ist Steam zu unbeständig und zu teuer

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


      •  /