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Honor View 20 im Test: Schluss mit der Wiederverwertung

Mit dem View 20 weicht Huawei mit seiner Tochterfirma Honor vom bisherigen Konzept ab, altgediente Komponenten einfach neu zu verpacken: Das Smartphone hat nicht nur erstmals eine Frontkamera im Display, sondern auch eine hervorragende neue Hauptkamera, wie unser Test zeigt.

Ein Test von veröffentlicht am
Die spektakuläre Glasrückseite des Honor View 20
Die spektakuläre Glasrückseite des Honor View 20 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Smartphones von Honor zeichnen sich meistens durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Das Tochterunternehmen von Huawei ermöglicht das bisher dadurch, dass Komponenten aus Huawei-Smartphones verwendet werden und zudem an der ein oder anderen Stelle gespart wird - etwa bei der Netzwerkausstattung. Das hat bisher zu einer Reihe attraktiver Smartphones geführt, denen aber meistens ein hervorstechendes Merkmal gefehlt hat.

Inhalt:
  1. Honor View 20 im Test: Schluss mit der Wiederverwertung
  2. 48-Megapixel-Kamera überzeugt
  3. Schnelles SoC aus dem Mate 20 Pro
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Das vor kurzem vorgestellte Magic 2 ist ein Beispiel dafür, dass Honor es auch anders kann - allerdings kein zwingenderweise gutes, da die Hardware an einigen Stellen doch der Konkurrenz hinterherhinkt. Mit dem neuen View 20 hat Honor nun aber ein Smartphone im Portfolio, das sich zum einen durch bisher nicht gesehene Hardware von der Konkurrenz abhebt und zum anderen ein Gerät ohne große Schwächen ist, wie unser Test zeigt. Dazu kommt ein Preis, der den der meisten Konkurrenten weit unterbietet.

Eine der interessantesten Neuerungen des View 20 ist bei ausgeschaltetem Display gar nicht auszumachen: die Frontkamera. Sie ist direkt in das Display-Panel eingebaut - und nicht oberhalb dessen, wie bei den meisten Konkurrenten. Der 6,4 Zoll große LC-Bildschirm hat eine kreisrunde Aussparung in der linken oberen Ecke, hinter der sich die 25-Megapixel-Kamera verbirgt. Ein Loch im Glas ist nicht vorhanden, das Deckglas dient vielmehr als Abdeckung für die Kamera.

Ist der Bildschirm nicht aktiv, ist nicht sichtbar, dass die Frontkamera vom Display-Panel umgeben ist. Schalten wie ihn jedoch an, erkennen wir, dass die Bildschirminhalte um die Kameraöffnung herum verlaufen. Wir hatten uns im Vorfeld gefragt, ob uns ein derartiger "Fleck" im Display nicht stören würde - im Alltag tut er es nicht. Trotz eines schwarzen, schmalen Rahmens um die Kameraöffnung liegt diese so weit in der linken oberen Ecke, dass wir sie nicht als störend wahrnehmen.

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Wir finden die Frontkamera auf jeden Fall weniger invasiv als eine breite Notch in der oberen Mitte des Displays. Einen Unterschied zu einer Kamera in einer sehr schmalen, nur dafür ausgelegten Notch können wir hingegen nicht feststellen. Irgendwo muss die Frontkamera schließlich verbaut werden.

Dass sie uns nicht stört, liegt auch daran, dass der Bildschirmbereich, der um die Kameraöffnung des View 20 verläuft, ein toter Bereich ist. Er ist viel zu klein, um noch nennenswerte Informationen anzeigen zu können - von der Nützlichkeit her hätte Honor auch die komplette linke obere Ecke des Displays ausschneiden und dann die Kamera einbauen können. Das hätte aber natürlich nicht so gut ausgesehen. Wen der schwarze Fleck im Display nervt, der kann ihn auch etwas verstecken: In den Einstellungen lässt sich die komplette Statuszeile schwarz färben, was die Kameraöffnung quasi ausblendet. Gleiche Einstellungsmöglichkeiten bieten auch viele Hersteller, die Smartphones mit Notches anbieten.

  • Die Hauptkamera des View 20 hat 48 Megapixel, standardmäßig sind aber 12 Megapixel eingestellt. Dann ist die Lichtausbeute besser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die KI-Verbesserungen, hier im Bild aktiviert, sind eher subtil und betreffen meist die Sättigung und den Kontrast. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zum Vergleich eine mit dem Mate 20 Pro gemachte Aufnahme ohne KI-Verbesserung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das View 20 bietet einen verbesserten digitalen Zweifach-Zoom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die KI-Verbesserung bringt in diesem Fall eine bessere Ausleuchtung der Schatten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro liegt qualitativ mit seinem dreifachen optischen Zoom vor dem View 20. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Schalten wir auf volle 48 Megapixel um, wird deutlich, wie hilfreich die Zusammenfassung von jeweils vier Pixeln für die Belichtung ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Zuschalten des KI-Modus hilft, die zu dunkle Belichtung auszugleichen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei derartigen Lichtverhältnissen bringt der Ultra-Clarity-Modus ein wenig Verbesserung - seine Stärken spielt er aber bei gutem Licht aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Tageslichtaufnahme mit 12 Megapixeln (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit 48 Megapixeln (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Nochmals das gleiche Motiv, diesmal mit 48 Megapixeln im Ultra-Clarity-Modus aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine mit dem Mate 20 Pro gemachte Vergleichsaufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die 48-Megapixel-Aufnahme wirkt bereits sehr scharf. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Ultra-Clarity-Modus bringt noch zusätzliche Details und weniger Artefakte. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro ist am Ende aber doch noch ein wenig schärfer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine Nachtaufnahme, mit 12 Megapixeln aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der 48-Megapixel-Modus kommt bei schlechtem Licht an seine Grenzen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ultra Clarity hilft bei der Belichtung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Unterschied zum Nachtaufnahmemodus bei 12 Megapxieln ist aber praktisch nicht vorhanden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Rückseite des View 20 reflektiert spektakulär unter Lichteinstrahlung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Honor View 20 hat einen 6,4 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite ist aus Glas und weist ein Sparren-Muster auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Hauptkamera wird durch eine Time-of-Flight-Kamera unterstützt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Frontkamera ist direkt in das Display eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das View 20 hat durch die Frontkamerakonstruktion einen sehr schmalen Rahmen um das Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das View 20 hat einen Klinkenanschluss für Kopfhörer. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geladen wird das Smartphone über einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ebenfalls auf der Rückseite eingebaut: Ein Fingerabdrucksensor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Honor View 20 hat einen 6,4 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei den mit der Frontkamera gemachten Bildern bemerken wir keinen Qualitätsverlust, der von der neuen Einbautechnik herrührt. Die Fotos sind von hoher Qualität, die Porträtaufnahmen weisen ähnliche Mankos auf wie die bei Frontkameras anderer Smartphones. Schwierige Details wie Ränder von Brillen führen auch beim View 20 zu kleinen Bildfehlern, insgesamt ist die Qualität der Porträts aber gut - auch ohne zweites Objektiv auf der Vorderseite.

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48-Megapixel-Kamera überzeugt 
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abufrejoval 22. Feb 2019

Tja so hieß das halt mal, als Rechner noch von Telefunken kamen. Ich höre, spreche und...

abufrejoval 22. Feb 2019

Das sehe ich ähnlich. Leider muß der austauschbare Akku wohl schlicht gesetzlich...

Eheran 18. Feb 2019

Bei meinem letzten Test mit einem S8 hat sich der Verbrauch (abzüglich Nutzung...


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