Honor Magic V2 im Hands-on: Dünner geht ein Foldable nicht
Honor hat auf der Elektronikmesse Ifa 2023 sein neues faltbares Smartphone Magic V2 erstmals in Europa gezeigt. Das Magic V2(öffnet im neuen Fenster) ist der Nachfolger des Magic Vs und eines der dünnsten faltbaren Smartphones auf dem Markt – laut Honor das dünnste. Golem.de hat sich das Foldable angeschaut, das in China bereits auf dem Markt ist.
Honor hat beim Magic V2 das Grunddesign des Vorgängers beibehalten: Bei dem Foldable handelt es sich um ein Smartphone im Fold-Format mit einem 7,92 Zoll großen Innendisplay und einem 6,43 Zoll großen Außenbildschirm. Dieser hat eine Auflösung von 2.376 x 1.060 Pixeln und unterstützt eine Bildrate von 120 Hz.
Vom Format her entspricht er dem Bildschirm eines normalen Smartphones, was das Magic V2 wie das Magic Vs sehr gut im zusammengeklappten Zustand nutzbar macht. Dann ist das Magic V2 nur 9,9 mm dick und damit in etwa so schlank wie herkömmliche, nicht faltbare Smartphones. Die beiden Hälften sind Honor zufolge nur 4,7 mm dick – immer gemessen ohne das Kameramodul.
Magic V2 trotzdem stabil
Dennoch macht das Magic V2 im ausgeklappten Zustand keinen fragilen Eindruck, im Gegenteil: Das neue Scharnier mit Titanteilen sorgt für eine geschmeidige Klappbewegung und hält die beiden Hälften des Smartphones sicher. Klappen wir das Magic V2 auf, liegt das Innendisplay komplett plan vor uns – nicht wie der Bildschirm des Pixel Fold, den man auf den letzten Millimetern etwas zwingen muss.
Das faltbare Innendisplay hat eine Auflösung von 2.344 x 2.156 Pixeln. Es handelt sich um ein LTPO-OLED-Panel mit einer maximalen Bildrate von 120 Hz. Verglichen mit dem Magic Vs hat das Magic V2 eine etwas höhere Auflösung, zudem unterstützt der Vorgänger nur maximal 90 Hz. Sowohl das Außen- als auch das Innendisplay machen auf uns einen sehr guten Eindruck; mit bis zu 1.600 cd/m² soll der Innenbildschirm auch sehr hell sein.
Der im Scharnierbereich entstehende Falz wirkt auf uns weniger auffällig als beim Galaxy Z Fold 5 von Samsung. Wie bei Foldables üblich, fällt der Bereich eher auf, wenn wir schräg auf das Display schauen – aber auch dann ist der Falz eher moderat. An den Rändern ist der Faltbereich durch Kunststoffnasen vor Staub geschützt.
Im Inneren des Magic V2 steckt Qualcomms Snapdragon 8 Gen 2 – im Vorgänger hat Honor noch den Snapdragon 8+ Gen 1 verbaut. Das Betriebssystem läuft in unserem kurzen Test sehr flüssig. Das Magic V2 kommt mit Android 13 in den Handel, dem Honor eine eigene Oberfläche verpasst hat. Diese erlaubt es nicht, einen App-Drawer zu verwenden, was wir bereits beim Magic Vs nervig fanden.
Dreifachkamera mit verbesserter Auflösung beim Tele
Auf der Rückseite ist eine Dreifachkamera eingebaut, deren Hauptkamera 50 Megapixel und einen optischen Bildstabilisator hat. Die Telekamera hat 20 Megapixel, was gegenüber den 8 Megapixeln beim Magic Vs eine deutliche Verbesserung ist. Die Superweitwinkelkamera hat 50 Megapixel. Auf den ersten Blick machen die mit dem Magic V2 gemachten Bilder einen guten Eindruck – wir konnten das Kamerasystem aber nicht ausführlich testen. Die Frontkamera des Magic V2 hat 16 Megapixel.
Honor verbaut beim Magic V2 einen Silizium-Kohlenstoff-Akku mit einer Nennladung von 5.000 mAh. Einen auf Silizium-Kohlenstoff basierenden Akku präsentierte Honor erstmals auf dem MWC 2023, in Geräten in Europa kam die Technologie bislang aber noch nicht zum Einsatz. Verglichen mit gleich großen Lithium-Ionen-Akkus soll die Batterie im Magic V2 eine längere Laufzeit bieten. Geladen werden kann der Akku mit bis zu 66 Watt per Kabel.
Wann das Magic V2 in Deutschland zu welchem Preis auf den Markt kommt, hat Honor leider noch nicht bekannt gegeben. Das Vorgängermodell Magic Vs ging in Deutschland zu einem Preis von 1.600 Euro an den Start – denkbar ist, dass der Hersteller in diesem Preisbereich bleiben wird.
Magic V Purse als digitale Handtasche
Auf der Ifa hat Honor auch noch das Honor V Purse (ohne Magic) vorgestellt, ein Smartphone, das auf Huaweis Mate-Foldable-Konzept mit außen liegendem Display beruht. Das V Purse kann wie eine kleine Handtasche an einer Kette getragen werden und ermöglicht es Nutzern, über das Display verschiedene Designs zu verwenden. Auch zu diesem Gerät gibt es noch keinen Preis und kein Verfügbarkeitsdatum.
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