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Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben

Ein Smartphone, dessen vordere Seite vollständig vom Display ausgefüllt wird: Diesem Ideal kommt Honor mit dem Magic 2 schon ziemlich nahe. Nicht mit Magie, sondern mit Hilfe eines Slider-Mechanismus. Honor verschenkt beim Magic 2 aber viel Potenzial, wie der Test zeigt.

Ein Test von Tobias Czullay/Areamobile veröffentlicht am
Beim Magic 2 von Honor ist die Frontkamera in einem Slider-Mechanismus untergebracht.
Beim Magic 2 von Honor ist die Frontkamera in einem Slider-Mechanismus untergebracht. (Bild: Areamobile)

Weg mit der Notch: Nachdem die Sensor- und Kameraausbuchtung im vergangenen Jahr für viel Diskussionsstoff bei Smartphone-Fans sorgte, suchen Hersteller nach eleganteren Lösungen für ihre Fullscreen-Geräte. Doch wohin mit der Frontkamera, wenn die Vorderseite des Smartphones künftig vollständig mit dem Display bedeckt ist? Mehrere chinesische Unternehmen, darunter die Huawei-Tochter Honor, haben im vergangenen Jahr dafür das längst ausgestorben geglaubte Slider-Smartphone wieder für sich entdeckt. Der Gedanke dahinter: Die Kamera wird bei Geräten wie dem Magic 2 einfach aus dem Gehäuse ausgefahren.

Inhalt:
  1. Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben
  2. Gutes Display, mäßige Kamera
  3. Gute Hardwareausstattung mit Abstrichen
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Das Honor Magic 2 tritt die Nachfolge des Ende 2016 angekündigten Magic an, das sich unter anderem dadurch auszeichnete, dass anders als bei den meisten anderen Geräten des Herstellers kein fast baugleiches Vorbild von Huawei existiert. Das Magic war das Vorzeige-Smartphone von Honor - nur leider nicht in Deutschland. Letzteres ist auch beim Magic 2 so, das über Importhändler gekauft werden muss.

Mit dem Vorgänger hat das Honor Magic 2 zumindest äußerlich rein gar nichts gemein. Statt auf eine zu allen vier Seiten gewölbte Glasfront setzt der Hersteller auf eine durchgängig flache Vorderseite, von hinten erinnert es auch wegen des Designs und der Aufstellung der Triple-Kamera an das Huawei P20 Pro. Wie das Oberklassegerät des Mutterkonzerns gibt es auch das Magic 2 in Verlaufsfarben zu kaufen, das mit dem metallenen Glanz an eine Christbaumkugel erinnernde Rot wechselt von oben nach unten hin zu einem dezenten Violett. Auch die starke Spiegelung lässt das Honor-Smartphone sehr auffällig erscheinen.

  • Die Bildqualität ist besonders bei Nachtaufnahmen nicht besonders gut - hier eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Areamobile)
  • Das gleiche Motiv mit dem Standardobjektiv aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Einen optischen Zoom hat das Magic 2 nicht - die zweifache Vergrößerung wird digital erzielt. (Bild: Areamobile)
  • Auch bei Tageslicht überzeugt das Magic 2 nicht - die Bilder sind in den Details vermatscht. (Bild: Areamobile)
  • Praktisch ist die Möglichkeit, mehrere Perspektiven wählen zu können - dem Zoom sieht man allerdings an, dass er nur digital ist. (Bild: Areamobile)
  • Eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv (Bild: Areamobile)
  • Beim Nachtmodus wird ein weiterer Qualitätsunterschied zu Huaweis Mate 20 Pro sichtbar: hier die mit dem Magic 2 gemachte Aufnahme. (Bild: Areamobile)
  • Das mit dem Mate 20 Pro gemachte Bild ist wesentlich detailreicher, schärfer und besser belichtet. (Bild: Areamobile)
  • Beim Magic 2 von Honor ist die Frontkamera so verbaut, dass sie erst aufgeschoben werden muss. (Bild: Areamobile)
  • Der Slider-Mechanismus ist sauber verarbeitet. (Bild: Areamobile)
  • Die beiden Hälften des Magic 2 (Bild: Areamobile)
  • Der Vorteil der Slider-Konstruktion ist, dass die Frontkamera keinen Platz auf dem Display wegnimmt - entsprechend nimmt dieses fast die komplette Vorderseite ein. (Bild: Areamobile)
  • Lediglich der untere Rand ist etwas breiter. (Bild: Areamobile)
  • Das Magic 2 hat weder eine Notch noch ein Loch für eine Frontkamera im Display. (Bild: Areamobile)
  • Die erhältlichen Farben sind mitunter spektakulär. (Bild: Areamobile)
Beim Magic 2 von Honor ist die Frontkamera so verbaut, dass sie erst aufgeschoben werden muss. (Bild: Areamobile)

Entgegen jedem anderen im vergangenen Jahr von Honor veröffentlichten Smartphone hat das Magic 2 keine Notch, das Display verläuft am Kopfende ohne Unterbrechung von einer zur anderen Seite. Zwar wird der etwa zwei Millimeter schmale Rahmen zum unteren Ende hin etwas breiter, allerdings nicht so sehr, dass es den Eindruck einer formatfüllenden Anzeige sonderlich stören würde. Der Slider-Mechanismus ist auf den ersten Blick nicht zu sehen. Erst bei genauerem Hinschauen wird deutlich, dass der Rahmen zweigeteilt ist und das Smartphone aus zwei Hälften besteht, die sich in die entgegengesetzte Richtung verschieben lassen.

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Die Displayseite wandert dabei nach unten, die Rückseite mit der Kamera wird mit einem Handgriff nach oben geschoben und offenbart über dem Bildschirm die Frontkamera. Die dann freiliegenden Seiten vorne und hinten sind verglast. Der auf fünf Schienen aufgesetzte Mechanismus ist leichtgängig genug, mit trockenen Händen fehlt dann und wann aber der nötige Grip zum Aufschieben. Zudem erfordert er auch ein wenig Umdenken bei der Bedienung: Um die Frontkamera zu aktivieren, muss man zum Aufschieben immer umgreifen und den Daumen auf das (meist eingeschaltete) Display legen.

Die Spalten zwischen den zwei Smartphone-Hälften machen einen Wasserschutz nahezu unmöglich - in das Magic 2 kann also recht leicht Flüssigkeit eintreten. Das Gleiche gilt für Schmutz: Beim Transport sollte penibel darauf geachtet werden, dass keine Krümel oder grober Staub zwischen die Smartphone-Hälften eindringen, die sich womöglich in den Schiebemechanismus einarbeiten und diesen blockieren könnten.

Gute Verarbeitung ohne Knarzen

Die Verarbeitung macht grundsätzlich einen soliden Eindruck. Die Tastendruckpunkte sind knackig, das Gerät ist auch im auseinandergeschobenen Zustand verwindungssteif und die zwei Hälften des Magic 2 knarzen nicht, wenn man sie zusammendrückt. Ein wenig enttäuschend ist allerdings die Tatsache, dass Honor den Rahmen des Smartphones nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff fertigt - es ist damit potenziell etwas weniger widerstandsfähig. Das Smartphone hat keinen Klinkenanschluss, ein entsprechender USB-C-Adapter liegt dem Lieferumfang bei - im Gegensatz zu Kopfhörern.

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Apfelbaum 15. Feb 2019

Icz bringe meine Schutzfolien immer mühelos ohne Bläschen auf, einfach das Display vorher...

Michael Graetz2 14. Feb 2019

Dieses Ding heißt Notch. Gern geschehen.

Michael Graetz2 14. Feb 2019

Ich freue mich drauf, wenn es endlich gar keine Anschlüsse gibt. Nicht Mal ein USB Kabel...

DZElement 14. Feb 2019

Hallo miteinander, hier ist jemand der sich alle 2 bis 3 Jahre ein neues Smartphone kauft...


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