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Gute Hardwareausstattung mit Abstrichen

Im Inneren des Honor Magic 2 arbeitet wie beim Mate 20 Pro Huaweis Kirin-980-Octa-Core-Prozessor. Die künstliche Intelligenz in der Dual-NPU ist unter anderem für die Motiverkennung und die Bildverarbeitung der Kamera zuständig, soll darüber hinaus aber auch die Leistung des Smartphones regulieren und die Netzverbindung stabil halten. Außerdem steuert sie einige Funktionen, die nur für chinesische Nutzer bereitstehen oder eben nur ortsgebunden in China wirklich sinnvoll eingesetzt werden können, wie etwa den Sprachassistenten Yoyo.

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Das Honor Magic 2 ist mit 6 GByte und 8 GByte RAM sowie mit 128 GByte und 256 GByte Festspeicher erhältlich, ein Steckplatz für Speicherkarten ist nicht eingebaut. Unser Testgerät hat 8 GByte RAM und 128 GByte Speicher. Die einschlägigen Benchmarks bescheinigen dem Smartphone eine ähnlich gute Performance wie dem Huawei Mate 20 Pro, gegenüber Geräten mit Qualcomms Snapdragon 845 zeigt sich der Kirin 980 in mehreren Tests leicht überlegen. Im Alltagseinsatz haben wir keine Ruckler feststellen können, das Magic 2 ist eines der schnellsten Smartphones am Markt.

Das Honor Magic 2 läuft ab Werk mit Android 9 Pie und dem sogenannten Magic UI 2.0. Tatsächlich unterscheidet sich dieser Herstelleraufsatz von Aufbau und Bedienung nicht von dem für gewöhnlich auf Honor- und Huawei-Smartphones installierten EMUI, der einzige Unterschied ist die Integration der für hiesige Nutzer ohnehin redundanten KI-Features. Auf dem uns vom CECT-Shop zur Verfügung gestellten Modell des Magic 2 ist ein mehrsprachiges ROM mit Google-Diensten und Play Store vorinstalliert - darauf sollten deutsche Käufer auch in jedem Fall achten, das eigenständige Aufspielen dieser Anwendungen ist mit etwas Aufwand verbunden.

  • Die Bildqualität ist besonders bei Nachtaufnahmen nicht besonders gut - hier eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Areamobile)
  • Das gleiche Motiv mit dem Standardobjektiv aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Einen optischen Zoom hat das Magic 2 nicht - die zweifache Vergrößerung wird digital erzielt. (Bild: Areamobile)
  • Auch bei Tageslicht überzeugt das Magic 2 nicht - die Bilder sind in den Details vermatscht. (Bild: Areamobile)
  • Praktisch ist die Möglichkeit, mehrere Perspektiven wählen zu können - dem Zoom sieht man allerdings an, dass er nur digital ist. (Bild: Areamobile)
  • Eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv (Bild: Areamobile)
  • Beim Nachtmodus wird ein weiterer Qualitätsunterschied zu Huaweis Mate 20 Pro sichtbar: hier die mit dem Magic 2 gemachte Aufnahme. (Bild: Areamobile)
  • Das mit dem Mate 20 Pro gemachte Bild ist wesentlich detailreicher, schärfer und besser belichtet. (Bild: Areamobile)
  • Beim Magic 2 von Honor ist die Frontkamera so verbaut, dass sie erst aufgeschoben werden muss. (Bild: Areamobile)
  • Der Slider-Mechanismus ist sauber verarbeitet. (Bild: Areamobile)
  • Die beiden Hälften des Magic 2 (Bild: Areamobile)
  • Der Vorteil der Slider-Konstruktion ist, dass die Frontkamera keinen Platz auf dem Display wegnimmt - entsprechend nimmt dieses fast die komplette Vorderseite ein. (Bild: Areamobile)
  • Lediglich der untere Rand ist etwas breiter. (Bild: Areamobile)
  • Das Magic 2 hat weder eine Notch noch ein Loch für eine Frontkamera im Display. (Bild: Areamobile)
  • Die erhältlichen Farben sind mitunter spektakulär. (Bild: Areamobile)
Der Vorteil der Slider-Konstruktion ist, dass die Frontkamera keinen Platz auf dem Display wegnimmt - entsprechend nimmt dieses fast die komplette Vorderseite ein. (Bild: Areamobile)

Auf dem Smartphone finden sich im Auslieferungszustand viele Programme, die wir mangels chinesischer Sprachkenntnisse nicht nutzen können - das Gros lässt sich nachträglich löschen. Im Unterschied zu den hierzulande verkauften Smartphones lassen sich übrigens keine Launcher von Dittanbietern auf dem Magic 2 nutzen, Huawei und Honor untersagen aus "Sicherheitsgründen" die Kompatibilität zu Nova Launcher und Co. Das gilt (vorerst) aber wirklich nur für die in China verkauften Geräte. Eine weitere Hürde für Interessierte könnte die Tatsache darstellen, dass die Hersteller keinen Bootloader-Unlock mehr erlauben - das Flashen eines Custom-ROM fällt damit also weg.

Das Honor Magic 2 bietet neben der Gesichtserkennung über die Frontkamera mit zwei Tiefensensoren wie das Mate 20 Pro einen ins Display integrierten Fingerabdrucksensor. Wie beim Huawei-Smartphone handelt es sich dabei um einen optischen Sensor, der den Finger bei Berührung der entsprechenden Fläche zunächst ausleuchtet. Leider ist er ebenso launisch: Viel zu oft kommt es vor, dass der Fingerabdruck nicht sofort erkannt wird und eine zweite oder dritte Eingabe nötig wird. Das ist sehr frustrierend, zumal die Gesichtserkennung an sich zwar recht zuverlässig und sogar gut bei Dunkelheit funktioniert, das Gerät jedoch immer erst in die Hand genommen und aufgeschoben werden muss, damit die Kamera den Scanvorgang starten kann. Hier offenbart das Slider-Format einen eklatanten Nachteil gegenüber herkömmlichen Smartphone-Designs, von dem Komfort von "Face-ID" auf dem iPhone von Apple ist beim Honor Magic 2 wenig zu spüren.

Doch Honor leistet sich noch weitere Schnitzer, die höchstens in einem Smartphone der Mittelklasse noch vertretbar wären. Zum einen verbaut der Hersteller in seinem teuersten Gerät offenbar einen der billigsten Vibrationsmotoren, er lässt das Magic 2 nicht nur sehr ungleichmäßig wackeln, sondern ist noch dazu recht laut. Zum anderen ist der am Fußende platzierte einzelne Lautsprecher so unvorteilhaft platziert, dass man ihn mit dem Handballen verschließt, sobald man das Gerät zum Betrachten von Videos im Querformat hält. Der Klang ist dünn und blechern. Einen Equalizer für die Musikwiedergabe über Kopfhörer bietet das Magic 2 übrigens nicht.

Das Honor Magic 2 ist Dual-SIM-fähig, beide SIM-Slots unterstützen LTE. Allerdings beherrscht das Smartphone das hierzulande verbreitete Band 20 nicht, auch in Teilen Berlins und in der Peripherie hatten wir während des Tests daher nur eine Verbindung ins UMTS-Netz. Doch auch in Gebieten, in denen eine LTE-Datenverbindung bestand, funktionierte Voice over LTE nicht. Auch Wifi-Calling unterstützt das Smartphone nicht. Die Sprachqualität bei Telefonanrufen ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings ist die Hörmuschel zu leise. Störgeräusche oder Rauschen sind nur sehr leicht wahrzunehmen, der Klang ist warm, aber ein wenig blechern. Der leise Lautsprecher ist für Freisprechtelefonate in lauteren Umgebungen nicht geeignet.

Akkulaufzeit-Test

Das Honor Magic 2 beherrscht wie das Huawei Mate 20 Pro schnelles Laden mit 40 Watt. Ein entsprechendes Netzteil liegt dem Lieferumfang des importierten Geräts bei. Das Honor-Smartphone kann nicht drahtlos geladen werden und unterstützt folglich auch nicht das Reverse Wireless Charging des Mate 20 Pro. Der Akku hat eine Nennladung von 3.500 mAh.

Im PCMark-Benchmark erreicht das Smartphone bei maximaler Bildschirmhelligkeit mit 7:13 Stunden sogar einige Minuten mehr (7:04 Stunden beim Mate 20 Pro), im Videotest fällt es mit 8:21 Stunden deutlicher ab (gegenüber 10:25 Stunden). Während mit dem Mate 20 Pro auch bei intensiverer Nutzung zwei Tage Laufzeit ohne Laden drin sind, erreicht das Magic 2 diese Marke nur bei etwas moderaterem Einsatz.

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 Gutes Display, mäßige KameraVerfügbarkeit und Fazit 
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Apfelbaum 15. Feb 2019

Icz bringe meine Schutzfolien immer mühelos ohne Bläschen auf, einfach das Display vorher...

Michael Graetz2 14. Feb 2019

Dieses Ding heißt Notch. Gern geschehen.

Michael Graetz2 14. Feb 2019

Ich freue mich drauf, wenn es endlich gar keine Anschlüsse gibt. Nicht Mal ein USB Kabel...

DZElement 14. Feb 2019

Hallo miteinander, hier ist jemand der sich alle 2 bis 3 Jahre ein neues Smartphone kauft...


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