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Gutes Display, mäßige Kamera

Der Bildschirm des Honor Magic 2 hat eine Diagonale von 6,4 Zoll und ein Seitenverhältnis von 19,5:9, die Auflösung beträgt 2.340 x 1.080 Pixel. Damit ist die Anzeige ausreichend scharf, bei näherer Betrachtung offenbaren sich aber vor allem bei einzelnen Buchstaben leichte Pixelränder. Mit einem Messwert von 428 cd/m² im Test ist das AMOLED-Panel angenehm hell, auch die Blickwinkelstabilität ist sehr gut. Das Magic 2 beherrscht auch die HDR-Wiedergabe bestimmter Videoinhalte, beispielsweise bei Youtube. Farben werden auch dank der Abdeckung des DCI-P3-Farbraums kräftig dargestellt, mitunter wirken sie in ihrer Sättigung ein wenig unnatürlich. Grundsätzlich gefällt uns im Test das Display des Honor Magic 2, vor allem im Vergleich zu den meist eher etwas blassen Bildschirmen anderer Smartphones des Herstellers.

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Laut Hersteller verfügt das Honor Magic 2 über insgesamt sechs Kameras: drei vorne, drei hinten. Das ist rein rechnerisch korrekt, allerdings lässt sich nur eine der Frontkameras praktisch für Fotos nutzen - bei den zwei anderen Modulen handelt es sich um Tiefenmesser, die einem Bokeh-Effekt bei Selbstporträts und der Gesichtserkennung zugutekommen sollen.

Die Komponenten der Triple-Hauptkamera würfelt Honor aus den Modellen von Huaweis P20- und Mate-20-Serie zusammen: Ein 16-Megapixel-Modul mit auf Kleinbildformat umgerechnet 27-Millimeter-Brennweite und f/1.8-Blende kümmert sich um Aufnahmen in Farbe, ein weiteres mit 24-Megapixel-Auflösung und denselben Objektivdaten um monochrome Fotos und eine 16-Megapixel-Kamera mit f/2.2-Linse um solche im 17-Millimeter-Ultraweitwinkel. Eine optische Bildstabilisierung hat keine dieser Kameras. Obwohl das Honor Magic 2 kein Teleobjektiv an Bord hat, bietet die Kamera-App eine zweifache Vergrößerung - dabei handelt es sich aber um einen rein digitalen Zoom.

  • Die Bildqualität ist besonders bei Nachtaufnahmen nicht besonders gut - hier eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Areamobile)
  • Das gleiche Motiv mit dem Standardobjektiv aufgenommen (Bild: Areamobile)
  • Einen optischen Zoom hat das Magic 2 nicht - die zweifache Vergrößerung wird digital erzielt. (Bild: Areamobile)
  • Auch bei Tageslicht überzeugt das Magic 2 nicht - die Bilder sind in den Details vermatscht. (Bild: Areamobile)
  • Praktisch ist die Möglichkeit, mehrere Perspektiven wählen zu können - dem Zoom sieht man allerdings an, dass er nur digital ist. (Bild: Areamobile)
  • Eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv (Bild: Areamobile)
  • Beim Nachtmodus wird ein weiterer Qualitätsunterschied zu Huaweis Mate 20 Pro sichtbar: hier die mit dem Magic 2 gemachte Aufnahme. (Bild: Areamobile)
  • Das mit dem Mate 20 Pro gemachte Bild ist wesentlich detailreicher, schärfer und besser belichtet. (Bild: Areamobile)
  • Beim Magic 2 von Honor ist die Frontkamera so verbaut, dass sie erst aufgeschoben werden muss. (Bild: Areamobile)
  • Der Slider-Mechanismus ist sauber verarbeitet. (Bild: Areamobile)
  • Die beiden Hälften des Magic 2 (Bild: Areamobile)
  • Der Vorteil der Slider-Konstruktion ist, dass die Frontkamera keinen Platz auf dem Display wegnimmt - entsprechend nimmt dieses fast die komplette Vorderseite ein. (Bild: Areamobile)
  • Lediglich der untere Rand ist etwas breiter. (Bild: Areamobile)
  • Das Magic 2 hat weder eine Notch noch ein Loch für eine Frontkamera im Display. (Bild: Areamobile)
  • Die erhältlichen Farben sind mitunter spektakulär. (Bild: Areamobile)
Die Bildqualität ist besonders bei Nachtaufnahmen nicht besonders gut - hier eine Aufnahme mit dem Superweitwinkelobjektiv. (Bild: Areamobile)

Wie der Mutterkonzern Huawei setzt auch Honor bei seinen Smartphones stark auf das Schlagwort "KI", vor allem die Kameraleistung soll durch künstliche Intelligenz aufgewertet werden. Für den Nutzer wird die KI-Funktion an einem Icon ersichtlich, über das sie sich ein- oder ausschalten lässt. Im eingeschalteten Zustand analysiert das Smartphone die Szenerie und ändert entsprechend Bildoptionen für Sättigung und Kontrast, anders als beispielsweise das Mate 20 Pro gibt es aber keine Vorschläge für die Einstellung eines bestimmten Aufnahmemodus. Nicht ganz nachvollziehen können wir, dass Honor die Nutzung des Weitwinkels und der Vergrößerung unterbindet, wenn die KI abgeschaltet wird - die Blickwinkel-Umschalter werden dann ganz einfach ausgeblendet.

Während das Magic 2 allerhand Kamerafunktionen bietet, enttäuscht es im Test mit Blick auf die Bildqualität. Auch bei ausreichend Tageslicht sind die Fotos - ganz gleich ob mit dem Standard- oder dem Ultraweitwinkelobjektiv aufgenommen - detailarm und matschig, feine Texturen werden vom Rauschfilter gnadenlos glattgebügelt. Doch nicht nur das: Sie geraten viel zu häufig ein wenig unscharf, was wir auf den ohnehin eher launischen Autofokus zurückführen. Makro-Aufnahmen gelingen höchstens bei Stillleben - bringt der Wind draußen Pflanzen zum Schaukeln, findet die Kamera keinen Fokus. Apropos Makro: Einen Super-Makro-Modus, den das Mate 20 Pro dank seines Ultraweitwinkelobjektivs realisiert, gibt es beim Honor Magic 2 nicht.

Überraschend häufig lassen sich bei den Fotos Farb- und Lichtsäume ausmachen. Im Vergleich zu den Huawei-Smartphones P20 Pro oder dem Mate 20 Pro fällt das Magic 2 qualitativ deutlich ab, auch bei Nachtaufnahmen. Die setzt das Gerät zwar ebenso aus mehreren Einzelaufnahmen zusammen, die auch ohne Zuhilfenahme eines Stativs geschossen werden können, das Ergebnis ist allerdings unstimmig. Die Selfiekamera mit 16-Megapixel-Auflösung macht ihre Aufgabe gut, Personen werden ohne Verschönerungseffekte scharf abgebildet. Mit der Frontkamera lässt sich auch der Porträtmodus nutzen, andere zusätzliche Modi stehen nicht zur Verfügung.

Videos in 4K mit 60 fps möglich

Videos nimmt das Magic 2 maximal in 4K-Auflösung auf, wie beim Mate 20 Pro sind aber auch beim Honor-Smartphone nur in Full-HD-Auflösung 60 Bilder pro Sekunde möglich. Die Echtzeitfilter des Mate 20 Pro bei der Videofunktion bietet das Magic 2 nicht. Neben dem Standardcodec H.264 dürfen Aufnahmen auch mit dem effizienteren H.265-Codec gesichert werden. Ganz der Fotoqualität entsprechend sind auch Videos ein wenig matschig, unabhängig von der Auflösung und dem verwendeten Format ruckeln sie vor allem bei Kameraschwenks ein wenig. Der kontinuierliche Autofokus stellt zwar auch bei Bewegung ausreichend schnell scharf, jedoch nicht ohne danach noch einmal nachzupumpen.

Das Magic 2 beherrscht die Aufnahme von Zeitlupenvideos mit höchstens 480 Bildern pro Sekunde in 720p. Jedoch lassen sich nur bei 120 Bildern pro Sekunde längere Clips drehen, Honors Superzeitlupe erlaubt nur die Aufnahme von etwa zwei Sekunden Videomaterial.

 Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschobenGute Hardwareausstattung mit Abstrichen 
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Apfelbaum 15. Feb 2019

Icz bringe meine Schutzfolien immer mühelos ohne Bläschen auf, einfach das Display vorher...

Michael Graetz2 14. Feb 2019

Dieses Ding heißt Notch. Gern geschehen.

Michael Graetz2 14. Feb 2019

Ich freue mich drauf, wenn es endlich gar keine Anschlüsse gibt. Nicht Mal ein USB Kabel...

DZElement 14. Feb 2019

Hallo miteinander, hier ist jemand der sich alle 2 bis 3 Jahre ein neues Smartphone kauft...


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