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Hondas CUV e im Test: Ein fast richtig guter Elektroroller

Der Honda CUV e fährt sich angenehm, ist wendig und technisch durchdacht. Im Alltag zeigt sich jedoch: Das Antriebskonzept ist nicht zu Ende gedacht.
/ Peter Ilg
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Der Honda CUV e eignet sich vor allem für die Stadt. (Bild: Peter Ilg)
Der Honda CUV e eignet sich vor allem für die Stadt. Bild: Peter Ilg
Inhalt
  1. Hondas CUV e im Test: Ein fast richtig guter Elektroroller
  2. 90 km/h in der Spitze
  3. Nach 41 km war Schluss

Im Sommer vor drei Jahren ist Honda mit dem Modell EM1 e in Europa in den Markt elektrischer Roller eingestiegen. Für den weltweit größten Hersteller von Motorrädern war das spät. Der chinesische Wettbewerber Niu lieferte bereits ab 2016 seine ersten Fahrzeuge aus.

Der EM1 ist ein klassischer Stadtroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Im vergangenen Jahr hat Honda mit dem CUV e nachgelegt und seitdem einen schnelleren Elektroroller im Portfolio. Der Neue ist ein Fahrzeug der 125-cm³-Klasse. Gefahren werden darf er mit den Motorradführerscheinen A1 ab 16 Jahren und A2, sowie der B196-Erweiterung im Autoführerschein.

Nach Angaben des Industrie-Verband Motorrad Deutschland wurden im vergangenen Jahr 25.251 Leichtkraft-Roller neu zugelassen. So wird die 125 cm³ Klasse offiziell genannt. E-Roller der 125-cm³-Klasse dürfen eine Dauerleistung von höchstens 11 kW haben. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wie bei Fahrzeugen der 50-cm³-Klasse mit maximal 45 km/h gibt es nicht. 125er-Roller dürfen außerdem so schnell fahren, wie sie technisch können. In der Praxis ist das zwischen 80 und 120 km/h.

Der neue Elektroroller von Honda soll nach Werksangaben 83 km/h schnell sein. Der Motor leistet dauerhaft 6 kW (8,1 PS) und das Fahrzeug soll 72 km weit kommen. Die beiden Akkus seien in jeweils 6 Stunden vollständig geladen, heißt es. Was diese Angaben wert sind? Unser Test wird es zeigen.

Dieser erfolgt ein Jahr nach der Modelleinführung, weil die deutsche Pressestelle von Honda erst sehr viel später den ersten Testroller geliefert bekam. Den sind wir auch gleich gefahren.

Im Vergleich zum Vorgänger wirkt der CUV e erwachsener, weil größer und stabiler. Sein Design dominieren glatte Formen. Kanten gibt es keine. Optisch wirkt das Fahrzeug wie aus einem Guss. So sind die Blinker vorne und hinten integriert. Das sieht schick und aufgeräumt aus.

Im Stand wirkt der Roller leicht und das ist er auch mit seinen fahrfertigen 120 kg Gewicht. Doch wenn wir darauf sitzen und ihn vom Seitenständer in den senkrechten Stand ziehen, geht das überraschend schwer.

Das liegt an den beiden Akkus, die unterhalb der Sitzbank verbaut sind und somit einen hohen Schwerpunkt erzeugen. Mit Batterien im Fahrzeugboden ist der Schwerpunkt niedriger, außerdem haben diese Fahrzeuge den bei Rollern so beliebten Stauraum unter der Sitzbank. In das kleine Überbleibsel bei Honda passt höchstens noch eine kleine Packung Chips.

Wer Stauraum braucht, etwa für den Helm oder Einkauf, sollte sich ein als Zubehör angebotenes Topcase kaufen. Davon gibt es drei Varianten.

Ein Topcase mit manuellem Schloss und 35 Liter Volumen kostet 217 Euro. Das Topcase derselben Größe, das jedoch ins Smart-Key-System des Rollers eingebunden ist und daher schlüssellos geöffnet und geschlossen wird, schlägt mit 850 Euro zu Buche.

Bei der 45-Liter-Variante sind es 899 Euro. Der notwendige Gepäckträger, auf dem das Topcase montiert wird, gehört zur Standardausstattung. Das Topcase bietet nicht nur Stauraum, es ist zugleich eine Rückenlehne für den Sozius.


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