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Honda: Kupplung für Elektromotorräder soll Motocross-Feeling erzeugen

E-Motorräder benötigen keine Kupplung – Honda hat sich aber eine Lösung patentieren lassen, die für Motocross interessant sein könnte.
/ Tobias Költzsch
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Für E-Motocrossmaschinen könnte eine künstliche Kupplung interessant sein. (Symbolbild) (Bild: Pixabay)
Für E-Motocrossmaschinen könnte eine künstliche Kupplung interessant sein. (Symbolbild) Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Der japanische Hersteller Honda hat sich ein Kupplungssystem für Elektromotorräder patentieren lassen. Wie Electrek(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Australian Motorcycle News(öffnet im neuen Fenster) berichtet, soll sich das System an Motocrossfahrer richten. Mit der Kupplung soll das Fahrgefühl eines Verbrenner-Motorrads simuliert werden.

Elektromotorräder benötigen wie auch Elektroautos keine Kupplung. Einer der Vorteile an Fahrzeugen mit Elektromotoren ist, dass die Leistung ohne Schalten sofort verfügbar ist. Das im Patent beschriebene System klingt aber interessant, da es einige für Motorradfahrer gewohnte Kupplungsszenarien bieten soll.

Die Kupplung arbeitet nicht auf traditionelle Weise, das Elektromotorrad hat weiterhin keine Gänge. Stattdessen soll über den Kupplungshebel die Motorleistung reduziert werden. Ziehen Fahrer den Hebel etwa halb an, wird die Motorleistung wie bei einem Motorrad mit Verbrennermotor verringert.

Motorleistung lässt sich durch Ziehen der Kupplung auf null reduzieren

Wird der Kupplungshebel ganz durchgezogen, setzt der Motor aus und das Motorrad rollt – egal in welcher Stellung sich der Beschleunigungsgriff befindet. So können Fahrer die Leistung drosseln bzw. aussetzen, ohne die Motorleistung an sich zu verändern.

Im Patent wird auch beschrieben, wie die künstliche Kupplung für einen Beschleunigungsboost verwendet werden kann. Dafür wird der Kupplungshebel gezogen und Strom gegeben. Wird der Hebel nun ruckartig losgelassen, erhält das Motorrad ein sofortiges Drehmoment. Das ist etwa für einen schnellen Start hilfreich.

Vibrationsmotoren sollen zudem ein haptisches Feedback erzeugen, das normalerweise bei einem elektrischen Motorrad nicht vorhanden ist. Insgesamt könnten drei Motoren verbaut werden, jeweils an den Lenkerenden und am Kupplungsgriff. Diese sollen bei Betätigung der Kupplung reagieren und etwa auch einen Kupplungspunkt simulieren – den es bei einem Elektromotorrad ohne Getriebe natürlich nicht gibt.

Hondas Kupplungssimulation könnte Motocrossfahrern, die lange auf Verbrennermaschinen gefahren sind, das Handling von Elektrocrossmaschinen erleichtern. Wann und ob das System tatsächlich von Honda verbaut werden wird, ist unbekannt.


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