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HomeOS: Microsofts Betriebssystem fürs smarte Haus

Microsoft und Partner wollen mit HomeOS die Verbreitung von Smart Homes, von intelligenten Wohnungen und Häusern, fördern. Sie sollen nicht mehr länger Reichen und Bastlern vorbehalten bleiben.
/ Christian Klaß
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Microsofts HomeOS fürs Smart Home (Bild: Microsoft)
Microsofts HomeOS fürs Smart Home Bild: Microsoft

Eine Wohnung oder ein Haus zum Smart Home umzurüsten, ist noch kein triviales Unterfangen – es erfordert technisches Verständnis, die Lust am Basteln und viel Geduld. Oder es muss viel Geld ausgegeben werden, um sich von Experten die nötige Technik installieren und konfigurieren zu lassen. Das will Microsoft mit dem HomeOS ändern(öffnet im neuen Fenster) , einem experimentellen Betriebssystem für Smart Homes.

Microsoft Home OS Demo vom Tech Fest 2011
Microsoft Home OS Demo vom Tech Fest 2011 (10:04)

Bisher existiert nur ein Prototyp von HomeOS(öffnet im neuen Fenster) , der aber bereits Universitäten zur Verfügung gestellt wird, die erste Projekte damit demonstrieren können. HomeOS setzt auf Windows und soll mit Cloud-Diensten wie Windows Azure zusammenarbeiten. Auch Windows-Phone-7-Smartphones sind eingebunden, über Microsofts Project-Hawaii-SDK(öffnet im neuen Fenster) auch an die Cloud-Dienste.

Wie bei einem Appstore für Smartphones lassen sich neue Smart-Home-Anwendungen herunterladen und auch die Einrichtung von "Wenn-dies-dann-das"-Aktionen soll einfacher werden, als es heute noch üblich ist.

 
Video: HomeMaestro – MIT Media Lab

Wie einfach das gehen kann, zeigt Microsofts Partner MIT Media Lab, dessen HomeOS-basierte HomeMaestro-Software die Aktionen der Nutzer einfach aufzeichnet und dann automatisch nachmacht. Wenn etwa beim Öffnen der Tür das Licht angehen soll, muss der Nutzer bei der Programmierung nur kurz die Tür öffnen und dann das Licht einschalten. Es ist dann nicht mehr unbedingt nötig, die Programmierung einfacher Vorgänge am PC zu konfigurieren.

Die Projekte von Microsofts weiteren universitären Partnern umfassen etwa die Kameraüberwachung der Tür und mit der Erkennung von Personen in Räumen auch eine durch verschiedene Zimmer mitwandernde Wiedergabe von Filmen. An einer Gestensteuerung von Geräten mit Kinect-Sensoren wird ebenfalls gearbeitet, so dass sich Lampen per Fingerzeig ein- und ausschalten lassen und mit dem Heben und Senken von Händen auch dimmen lassen.

50 Studenten in verschiedenen Institutionen haben laut Microsoft bereits HomeOS-Anwendungen entwickelt. Für den kommerziellen Einsatz ist HomeOS aber noch nicht so weit.


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