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Der Ton macht nicht immer Musik

Wohl jeder kennt einen Freund oder eine Freundin, deren Nachrichten sich komplett anders lesen als das gesprochene Wort - sei es, dass jemand gerne schreibt und ganze Romane statt einfacher Antworten formuliert oder im Gegenteil das Schreiben überhaupt nicht mag und immer nur kurze und knappe Antworten gibt. In beiden Fällen sind Missverständnisse unvermeidbar. Eine US-Studie belegt sogar, dass bei der reinen Online-Kommunikation Argumente eher abgelehnt werden. Der Ton macht beim geschriebenen Wort nämlich erst einmal gar keine Musik.

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Hat man sein Gegenüber schon einmal getroffen und in verschiedenen Situationen persönlich erlebt, kann man das geschriebene Wort viel besser deuten. Das bestätigen mir auch Tobias Gurski und Jonas Gerlinger, Geschäftsführer der Firma Instant Data. Sie sind der Meinung, dass ein moderner Arbeitgeber gar nicht mehr bestehen könne, ohne die Möglichkeit des Homeoffice anzubieten. Sie setzen daher auf verstärkte Kommunikation. Zwar könne man einfache Nachfragen auch stets online oder per Telefon klären, für das Teamgefühl und die richtige Einschätzung seines Gegenübers helfe der persönliche Kontakt jedoch enorm, so Gurskis Erfahrung.

Nicht selten entstehen am Arbeitsplatz sogar echte Freundschaften, die über das Arbeitsverhältnis hinaus existieren. Aus vielen meiner Projekte sind Beziehungen entstanden, auf die ich gerne zurückkomme, um einen Rat zu suchen, mich auszutauschen oder die Freizeit gemeinsam zu gestalten.

Homeoffice kann krank machen

Fehlen solche sozialen Kontakte, leidet auch die Gesundheit: Eine Studie der United Nations International Labour Organization hat ergeben, dass alleinige Remote-Arbeit zu erhöhtem Stress und Schlafstörungen führen kann. Eine über zwei Jahre angelegte Untersuchung der Stanford-Universität zeigte, dass signifikante Produktivitätssteigerungen zwar möglich sind, im Gegenzug jedoch der soziale Kontakt der Arbeitnehmer im Homeoffice leidet. Über die Hälfte der Probanden entschied sich am Ende der Zeit entsprechend wieder für die Arbeit im Büro, weil sie sich bei reiner Heimarbeit sozial isoliert fühlten.

Man muss das Homeoffice aber nicht gleich ganz aufgeben. Es hilft schon, zumindest am Anfang jedes Projekts ein persönliches Treffen zwischen den Beteiligten zu organisieren - und wenn es nur eine gemeinsame Zielvereinbarung oder ein Workshop zur Definition der kommenden Zusammenarbeit ist. Das schafft Vertrauen und es entsteht oftmals eine Verbindung, auf die man dann auch online zählen kann. Wenn das bei einem sehr internationalen Projekt gar nicht möglich ist, rate ich zu einer Online-Kennenlernrunde, in der jeder auch ein paar persönliche Dinge erzählen kann und bei der es noch nicht konkret um die Inhalte der Arbeit gehen muss.

 Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbstKlare Regelungen und Vertrauen in die Mitarbeiter 
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Bluejanis 17. Mai 2019

Die Firma in der ich arbeite bietet eine Zeiterfassung an, wo du dich online ein- und...

berritorre 16. Mai 2019

Also Grossraumbüros finde ich persönlich auch eher schrecklich. In den Firmen in denen...

Emulex 16. Mai 2019

Ich arbeite auf eigene Rechnung und sicherlich weniger als die meisten IT-Angestellten...

Stepinsky 16. Mai 2019

Das ist ein generelles Problem, was dich auch im Homeoffice trifft. Nur dann vielleicht...

aLpenbog 16. Mai 2019

Kenne ich hier im Büro ebenfalls, als eher ruhigerer, stark introvertierter Typ. Häufig...


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