Homeoffice: Online-Lehre in Coronapandemie belastet Studierende

Das Studieren im Homeoffice führt zu ähnlichen Problemen wie das Homeoffice in der Arbeitswelt und zu Belastungen der Betroffenen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Volle Hörsäle gibt es derzeit zwar nicht, das Studium wird aber als Belastung wahrgenommen.
Volle Hörsäle gibt es derzeit zwar nicht, das Studium wird aber als Belastung wahrgenommen. (Bild: CHARLY TRIBALLEAU/AFP via Getty Images)

Die coronabedingten Online-Vorlesungen und -Seminare empfinden 80 Prozent der niedersächsischen Studierenden laut einer Umfrage als psychisch belastend. Zudem stellten 70 Prozent eine höhere Arbeitsbelastung aufgrund der Online-Lehre fest, wie die Landesastenkonferenz in Lüneburg mitteilte. In ihr sind die Allgemeinen Studierendenausschüsse der niedersächsischen Hochschulen organisiert. An der Umfrage beteiligten sich 1901 Studierende aus verschiedenen Universitäten wie Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg und Oldenburg. Unter ihnen waren rund 15 Prozent Ingenieurwissenschaftler, 20 Prozent Sozialwissenschaftler sowie 15 Prozent Lehramtsstudierende.

Stellenmarkt
  1. Full Stack Java Software Developer (m/w/d)
    NOVENTI Health SE, Lübeck (Home-Office möglich)
  2. IT-Security Spezialist Kommunikation (m/w/d)
    Helios IT Service GmbH, Berlin-Buch
Detailsuche

Die Landesastenkonferenz hofft, dass aus den Erfahrungen des Sommersemesters 2020 Konsequenzen gezogen werden. Bereits seit April fordern die Studierendenvertreter ein Solidarsemester - ein Semester solle aufgrund der Pandemie für alle nicht angerechnet werden. Damit wäre es möglich, weiterhin Bafög zu beziehen, wenn die Studienzeit wegen Corona verlängert werden müsse. Außerdem fordert die Landesastenkonferenz mehr finanzielle Unterstützung, da viele Studierendenjobs coronabedingt weggefallen seien. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg haben die Regelstudienzeit bereits um ein Semester für alle Studierenden verlängert.

Das niedersächsische Wissenschaftsministerium will einer Sprecherin zufolge eine Regelung für den gesamten Zeitraum der Pandemie finden. "Denn wir rechnen damit, dass auch die beiden kommenden Semester voraussichtlich anders ablaufen werden als vor der Corona-Pandemie üblich", sagte sie. Geplant sei, die Regelstudienzeit bis zur Rückkehr in den Regelbetrieb einmalig um ein Semester zu verlängern. Die Novellierung des niedersächsischen Hochschulgesetzes werde dieses Jahr angeschoben und wird voraussichtlich im kommenden Jahr greifen.

Auch in der Arbeitswelt ist in der Vergangenheit immer wieder auf Belastungen im Zusammenhang mit dem durch die Pandemie bedingten Homeoffice hingewiesen worden. Dieses erschwere etwa das soziale Miteinander oder berge die Gefahr der Selbstausbeutung. Ebenso könnten gesundheitliche Beschwerden eine Folge des Homeoffice sein. Dies zeigt sich laut der Umfrage auch für das Studium der Befragten, was dann mehrheitlich als belastend wahrgenommen wird. Es ist dementsprechend naheliegend, dass dies entsprechend auch für die Arbeitswelt gelten könnte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


jpk1337 21. Sep 2020

Doch doch, in habe Elektrotechnik auf Bachelor studiert und vor 3 Jahren abgeschlossen...

Neonen 20. Sep 2020

Kann ich mich anschließen. Student eines anderen Studienganges war im Drittversuch...

minnime 19. Sep 2020

Teile ich nicht. Gerade im Studium ist doch eher jeder für sich, zumindest die...

jpk1337 19. Sep 2020

Ich bin zwar Mitarbeiter und kein Student mehr, aber der Dozent aus meinem Fachbereich...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.
     
    Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.

    Nach gut drei Wochen voller Rabatte und Schnäppchen endet heute Abend mit dem Cyber Monday die Black Friday Woche.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /