Homeoffice: Mehrheit der Beschäftigten will weiter von zu Hause arbeiten

Die Corona-Pandemie hat zahlreichen Beschäftigten mehr Homeoffice ermöglicht. Laut einer aktuellen Umfrage fühlen sich viele gut damit.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Arbeiten  im Homeoffice  finden viele Beschäftigte in Deutschland gut.
Arbeiten im Homeoffice finden viele Beschäftigte in Deutschland gut. (Bild: Pixabay/Pixabay-Lizenz)

Die Corona-Pandemie hat dem bei Chefs lange wenig beliebten Homeoffice einen gewaltigen Schub verliehen. Nach einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit hat sich der Anteil der Menschen, die ihre Büroarbeit von zu Hause aus erledigen, während der Pandemie verdreifacht.

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Laut der repräsentativen Umfrage unter 1.000 Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen können sich inzwischen mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten vorstellen, auch in Zukunft mindestens die Hälfte der Zeit im Homeoffice zu arbeiten. Zum 1. Juli 2021 endet die in der Corona-Arbeitsschutzverordnung festgelegte Homeoffice-Pflicht.

Einige Unternehmen haben mit Betriebsvereinbarungen oder anderen Regelungen den Weg für dauerhaft mehr Homeoffice freigemacht. Nicht völlig unerheblich dürfte daneben die Hoffnung mancher Geschäftsführungen sein, mittelfristig teuren Büroraum abzubauen.

Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter könnte sich verdoppeln

In einer am 29. Juni 2021 veröffentlichten Studie des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) für das Ruhrgebiet wurden fast 600 Personalleitungen aller Branchen befragt. Ergebnis: Der Anteil der Homeoffice-Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft werde sich voraussichtlich auf etwa 20 Prozent verdoppeln. Zudem würden diese künftig im Schnitt statt 1,4 rund 2 Tage pro Woche zu Hause arbeiten. Besonders beliebte Tage für die Arbeit von zu Hause aus seien Montag, Donnerstag und Freitag.

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Die meisten der befragten Unternehmen seien mit den innerbetrieblichen Vorbereitungen zum Homeoffice bereits sehr weit, sagte der Studienleiter Jörn Richert vom Berliner Beratungsunternehmen Mobility Institute Berlin. Rund 80 Prozent hätten angegeben, dass sie die nötigen Vereinbarungen bis Ende 2021 abschließen wollten.

74 Prozent der Befragten in der DAK-Studie loben den Zeitgewinn, weil der Weg zur Arbeit wegfällt. Noch mehr freuen sich über die damit verbundene bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie (85 Prozent). Allerdings zeigen sich bei näherer Betrachtung die Nachteile: Bei einer Befragung im Februar 2021 - also mit fast einem Jahr Pandemie-Erfahrung - sagten 78 Prozent, dass ihnen der direkte Kontakt zu den Kollegen fehle und dass im Homeoffice die klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben vielfach unmöglich werde. Der Arbeitsalltag werde schwerer, wenn parallel zur Arbeit auch Kinder zu betreuen seien.

Keine fachlichen Probleme mit Telearbeit

Fachlich sehen 85 Prozent der für die Studie befragten Beschäftigten im Homeoffice keine Nachteile: Sie meinten, dass sich grundsätzlich dafür geeignete Aufgaben hier genauso gut erledigen ließen wie in der Firma. Sechs von zehn Teilnehmern empfanden sich sogar als produktiver und nahmen die Arbeit angenehmer wahr als im Büro, wie die DAK berichtete.

Allerdings entfällt daheim häufig des Aufstehen, Rumlaufen und der Gang zum Kaffeeautomaten. Bewegungsmangel und Gewichtszunahme seien mögliche Begleiterscheinungen der Heimarbeit, sagt der Chef der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in NRW, Klaus Overdiek. Er fügte hinzu:"Das Homeoffice macht viele Menschen zu Bewegungsmuffeln."

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berritorre 01. Jul 2021

Am Anfang war bei uns übrigens die Trennung zwischen Job und Freizeit auch recht...

berritorre 01. Jul 2021

Naja, alleine schon aus rechtlichen Gründen würde ich den Mitarbeitern immer zumindest...

berritorre 01. Jul 2021

Freundchen, du sollst da arbeiten, und keine sozialen Kontakte knüpfen... ;-)

berritorre 30. Jun 2021

Das mit dem festen Arbeitsplatz ist doch in vielen Firmen (zumindest hier) schon lange...



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