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Wir müssen die Chance fürs Homeoffice nutzen

Arbeitnehmer sind bisher in ihrem Bestreben, aus dem Homeoffice zu arbeiten, oft auf Widerstände gestoßen. Was für viele der Mitarbeiter attraktiv ist, machte vielen Arbeitgebern Angst. Sie fürchten, dass nicht genug gearbeitet wird, diese Sorge habe auch ich in vielen meiner Projekte erlebt. Die reine Anwesenheit scheint viele Arbeitgeber, egal ob sie feste oder freie Mitarbeiter beschäftigten, in Sicherheit zu wiegen, dass sich niemand faul zurücklehnt. Dabei kann natürlich auch vor Ort Zeit verschwendet werden.

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Viele Arbeitgeber waren strikt gegen eine Remote-Regelung, selbst wenn diese rein inhaltlich möglich gewesen wäre. Ein prominentes Beispiel ist die Ex-Chefin von Yahoo, Marissa Mayer,, die medienwirksam Kritik an der Heimarbeit äußerte, alle entsprechenden Regelungen streichen ließ und die Mitarbeiter zurück an die Schreibtische im Unternehmen beorderte.

Auch ihr ging es um angebliche Arbeitszeitverschwendung zu Hause und zu wenig vorhandene Kollaborationsmöglichkeiten. Es gab ihrer Ansicht nach Indizien dafür, dass zu Hause die Produktivität sinkt und die notwendige Sozialisierung am Arbeitsplatz nicht stattfindet. Sie war nicht die Einzige. Nicht ohne Grund macht sich hierzulande die Politik für ein Homeoffice-Gesetz stark. Es soll Kritiker zwingen, das Arbeiten von zu Hause aus möglich zu machen, zum Beispiel weil manche Mitarbeiter ihr Berufs- und Privatleben auf diese Art besser miteinander vereinbaren können.

Was das Homeoffice bringt

Jetzt hat uns die Coronakrise die Chance gegeben zu beweisen, dass Homeoffice funktionieren kann. Plötzlich sind Videomeetings möglich, Absprachen funktionieren über Messenger fast ebenso gut wie beim persönlichen Gespräch. Viele Arbeitnehmer finden es gut, dass sie sich den Anfahrtsweg ins Büro sparen. Mitunter ergibt das eine Stunde oder mehr Zeit, die fürs Arbeiten genutzt werden kann - oder die Erholung.

Und viele Arbeitgeber haben sich überzeugen lassen. Nach ein paar Monaten Corona-induziertem Zwangshomeoffice lesen wir, dass Mitarbeiter, etwa von Twitter, Atlassian oder der Allianz, möglicherweise gar nicht mehr aus dem Homeoffice zurückkehren müssen. Zudem hat jüngst das Handelsblatt eine Studie zitiert, die zeigt, dass die Produktivität im Homeoffice unter bestimmten Bedingungen steigen kann.

Mich als Freiberufler stimmt die jüngste Veränderung besonders zufrieden. Denn auch Festverträge enthalten nun in den meisten Fällen eine Möglichkeit, die Arbeit remote erledigen zu können. Für Freiberufler sind die rechtlichen Probleme mit der Anwesenheitspflicht und damit verbundener Scheinselbstständigkeit geringer geworden. Außerdem kann ich meine Arbeit besser planen und habe keine unproduktiven Wartezeiten vor Ort beim Kunden.

Die kommenden Monate entscheiden

Dennoch: Unsere kollektive Homeoffice-Erfahrung reicht bislang nur über einige Monate. Ob Arbeitgeber auch nach dem Ende der Coronakrise bereit sein werden, mehr Remote-Teams zu ermöglichen, werden die kommenden Monate entscheiden. Die ersten Corona-Monate haben gezeigt, dass viele Themen im Remote-Bereich noch diskutiert werden müssen.

In der Krise wurde in vielen Unternehmen versucht, jede erdenkliche Tätigkeit remote zu erledigen - das war ein Fehler. Nicht für jede Herausforderung ist Homeoffice die richtige Antwort. Auch hat sich gezeigt: Nicht jede Remote-Zusammenarbeit ist effektiv. Homeoffice funktioniert nur, wenn wir es richtig angehen - und die Freude an der Zusammenarbeit auch online behalten.

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berritorre 13. Aug 2020 / Themenstart

Das war schon klar. Nichts desto trotz... ;-)

berritorre 13. Aug 2020 / Themenstart

Ich habe auch mit mehreren Firmenchefs gesprochen, bei denen Homeoffice nie zur Debatte...

crazypsycho 12. Aug 2020 / Themenstart

Wieso ist das ein Nogo? Wenn der Kopf ohnehin gerade am platzen ist und man nicht...

Hotohori 11. Aug 2020 / Themenstart

Ich schätze mal viele kennen so etwas wie Discord nicht mal oder generell nicht die...

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