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Homeoffice: Ifo rechnet mit sinkender Nachfrage nach Büroflächen

Besonders bei Großunternehmen beobachtet das Ifo-Institut eine Verkleinerung der Büroflächen – auch langfristig soll die Nachfrage wegen Homeoffice sinken.
/ Tobias Költzsch
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In Zeiten von Homeoffice werden nicht mehr alle Unternehmensflächen benötigt. (Bild: Pixabay)
In Zeiten von Homeoffice werden nicht mehr alle Unternehmensflächen benötigt. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

Das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung rechnet langfristig damit, dass die Nachfrage nach Büroflächen in Deutschland um zwölf Prozent sinken wird. Das hat das Forschungsinstitut in einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) erklärt, die begleitend zu einer entsprechenden Umfrage veröffentlicht wurde.

Der Umfrage zufolge verkleinerten in den vergangenen Jahren 6,2 Prozent der Unternehmen ihre Büroflächen. Weitere 8,3 Prozent gaben an, sich in den kommenden fünf Jahren verkleinern zu wollen.

"Trotz Aufforderungen einzelner Unternehmen zur Rückkehr ins Büro hat sich das regelmäßige Arbeiten im Homeoffice etabliert. Die Firmen passen daher schrittweise ihren Büroflächenbedarf an" , erklärte das Ifo-Institut.

Gewerbliche Mietverträge würden oft langfristig abgeschlossen, weshalb das Ifo-Institut von einem zeitverzögerten Gesamteffekt bei der Reduzierung der Büroflächen ausgeht. "Basierend auf unseren Studien erwarten wir, dass langfristig die Nachfrage nach Büroflächen wegen Homeoffice um etwa zwölf Prozent sinken wird" , sagte Ifo-Forscher Simon Krause.

Zwei Drittel der Unternehmen setzen auf Homeoffice

Der Anteil der Arbeitnehmer im Homeoffice liegt in Deutschland dem Institut zufolge seit knapp zwei Jahren bei rund einem Viertel aller Beschäftigten, zwei Drittel aller Unternehmen setzen auf Homeoffice. Entsprechend reduzieren immer mehr Unternehmen ihre Büroflächen, da nicht mehr so viele Mitarbeiter auf einmal anwesend sind.

Vor allem Dienstleister und Großunternehmen haben ihre Flächen reduziert beziehungsweise planen dies noch: 11,8 Prozent verkleinerten sich bereits, 14 Prozent planen dies in den kommenden fünf Jahren. In der Industrie liegen die Zahlen bei jeweils 5,6 und 6,8 Prozent, im Handel bei 1,7 Prozent und 4,5 Prozent. Am wenigsten verkleinerten sich Unternehmen im Baugewerbe (0,2 Prozent), dort planen es auch nur 1,6 Prozent in den kommenden fünf Jahren.


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