Homeoffice-Gesetz: Heil will "Entgrenzung der Arbeit" verhindern

Das Homeoffice-Gesetz soll noch in diesem Herbst vorgelegt werden. Arbeitsminister Heil weist die Kritik der Arbeitgeber an den Plänen zurück.

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Bundesarbeitsminister Heil will im Herbst ein Homeoffice-Gesetz vorlegen.
Bundesarbeitsminister Heil will im Herbst ein Homeoffice-Gesetz vorlegen. (Bild: Annegret Hilse/Reuters)

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat das geplante Homeoffice-Gesetz verteidigt. "Die Unternehmen wollen, dass die Mitarbeiter flexibel sind. Im Gegenzug müssen auch die Firmen flexibel sein. Wir werden Arbeitgebern nichts Unmögliches abverlangen", sagte Heil den Zeitungen der Verlagsgesellschaft Madsack. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, hatte die Pläne als "blanken Unsinn" bezeichnet.

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Nach Ansicht Kramers ist ein Anspruch auf Homeoffice deswegen unsinnig, weil viele Menschen nicht von zu Hause aus arbeiten könnten. Dem entgegnete Heil: "Es geht darum, Homeoffice zu ermöglichen, wo es machbar ist. Der Bäcker wird auch künftig nicht von zu Hause arbeiten können." Laut Kramer könnte der Rechtsanspruch auf Homeoffice dazu führen, "dass Unternehmen Tätigkeiten, etwa die Buchhaltung, auslagern und an Dienstleister übertragen". Denn ein Arbeitgeber müsse sein Unternehmen "so organisieren können, wie es dem ganzen Betrieb mit seinen verzahnten Abläufen dient - und nicht ausschließlich, wie es dem einzelnen Mitarbeiter dient".

Der Arbeitsminister hat seine Gesetzespläne Anfang März dieses Jahres angekündigt. Auf die Frage, warum der Gesetzentwurf weiter auf sich warten lässt, antwortete Heil: " Die Corona-Pandemie ist ein ungeplanter gesellschaftlicher Großversuch zum Homeoffice - mit positiven und negativen Erfahrungen. Das alles werden wir berücksichtigen." Der Entwurf solle daher im Herbst vorgelegt werden.

Das umfassende Regelwerk für Homeoffice und mobiles Arbeiten soll Arbeitnehmern laut Heil neue Freiheiten ermöglichen, sie aber auch "vor einer vollständigen Entgrenzung der Arbeit ins Privatleben" schützen.

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Laut einer Umfrage vom April 2020 ist in der Coronapandemie jeder dritte Beschäftigte ins Homeoffice gewechselt. 35 Prozent der Befragten gaben in der ersten Aprilhälfte an, teilweise oder vollständig von zu Hause aus zu arbeiten. Durch den ungeplanten intensiven Einsatz des Homeoffice als Arbeitsplatz können gesundheitliche Beschwerden die Folge sein.

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heha 18. Sep 2020

Einen hab ich noch: 12. Die Wohnungsnot in den Städten kann durch Umwandlung von Büroraum...

heha 18. Sep 2020

Nachtrag: Und kommt mir nicht mit dem Argument, dass der Bäckergeselle dann einen...

Copper 18. Sep 2020

Wer mit dem Handy/Tablet einen Videocall macht, dem sollte Gewahr sein, dass so eine...

Copper 18. Sep 2020

So unterschiedlich sind die AG. Bei uns hiess es zu Beginn der Coronakrise erstmal, min...

McDagobertus 17. Sep 2020

Das Gesetz sollte beide Sichtweisen betrachten, denn mit einer gesetzlichen Regelung, die...



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