Homeoffice-Diskussion: Deutsche-Bank-Mitarbeiter protestieren im Intranet
Mitte Februar wurde bekannt, dass die Deutsche Bank ihren Managern ab Juni vorschreibt, wieder vier Tage pro Woche ins Büro zu kommen . Betroffen von dieser Regelung sollen rund 1.500 Führungskräfte sein. Bis zu 10.000 weitere Mitarbeiter müssen an mindestens drei Tagen in der Woche wieder ins Büro kommen.
Dagegen regt sich Widerstand. Wie das Handelsblatt berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hätten mehr als 1.300 Angestellte im Intranet der Bank "ihrem Ärger Luft gemacht" .
Auch wenn sich die neuen Vorgaben nicht deutlich von den bisher geltenden Regeln unterscheiden würden, gebe es künftig weniger Flexibilität bei ihrer Umsetzung. Bisher seien im Normalfall zwei und "in Absprache mit den Vorgesetzten" bis zu drei Tage Homeoffice möglich gewesen. Das solle sich nun ändern.
Außerdem will der Vorstand künftig die Montage und Freitage vom Homeoffice ausnehmen, ergänzt die Süddeutsche Zeitung in einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) . Auch an dieser Vorgabe entzünde sich nun Kritik im Intranet. Es könne allerdings schwierig werden, die neuen Vorgaben umzusetzen. Individuelle Vereinbarungen mit Angestellten würden erst einmal weiter gelten.
Beruhigende Worte per E-Mail
Ende vergangener Woche hätten dann Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Vorstandsmitglied Rebecca Short in einer E-Mail an die gesamte Belegschaft versucht, die Lage zu beruhigen, so die SZ.
Der Zeitung wurden Auszüge aus dem Intranet zugespielt, die kein "rosiges Bild vom Betriebsklima in der Bank" zeigen sollen. Die Vorwürfe reichten von "unsäglicher Kommunikation" über eine vermutete "Sollbruchstelle zwischen Belegschaft und Management" bis zu einem "Rückfall in die Steinzeit" .
Offenbar soll es aber nicht beim Protest im Intranet bleiben. Laut SZ bereiten ungenannte Mitarbeitervertreter "rechtliche Schritte gegen die neue Regelung" vor.
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