Homeoffice: 1&1 schafft Kostenfalle für Telefonkonferenzen ab

Mit der langsamen Rückkehr aus dem Homeoffice schafft 1&1 eine umstrittene Sonderregelung für normale Festnetznummern ab.

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1&1 rechnet Service- und Konferenzdienste, die über eine gewöhnliche Festnetzrufnummer erreichbar sind, nicht mehr separat ab. Die Leistungen für diese Dienste sind künftig in der 1&1-Telefon-Flatrate enthalten. Das teilte 1&1-Drillisch-Sprecher Wolfgang Wölfle Golem.de auf Anfrage mit. "Darüber informieren wir unsere Kunden im 1&1-Hilfe-Center, in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und in den jeweiligen Tarifdetails der DSL- und Mobilfunk-Tarife." Zuerst hatte das Onlinemagazin Teltarif über die Abschaffung berichtet.

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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtete im Juni über Beschwerden von Betroffenen: Wer an 20 Arbeitstagen im Monat je zwei Stunden in einer Telefonkonferenz sitze, müsse rund 70 Euro zusätzlich bezahlen. Für jede Konferenzminute werden 2,9 Cent berechnet. Während der Einwahl in eine Konferenz gebe es vom Provider keine Warnung vor diesen Zusatzkosten, erklärte die Verbraucherzentrale. Bis zu 5.000 Telefonnummern waren auf einer Liste von 1&1, für die Kosten berechnet wurden, ohne dass dem Provider zusätzliche Ausgaben entstanden sind. Alle Anbieter sind während der Corona-Pandemie mit längeren Festnetzgesprächen ihrer Kunden konfrontiert.

Telefonkonferenzen sind meist über lokale Festnetznummern, Servicerufnummern oder kostenlose Einwahl per 0800-Nummer erreichbar. Obwohl die Betroffenen Flatrates gebucht und Festnetznummern angewählt hätten, stelle ihnen der Provider Anrufe "zu kostenpflichtigen Servicediensten" in Rechnung. Die von den Kunden gewählten Konferenzdienste seien "nicht von ihrer 1&1-Telefon-Flat abgedeckt", heißt es im Kleingedruckten der Verträge.

Wölfle sagte: "Während der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten wurden vor allem Konferenzdienste durch Homeoffice vermehrt genutzt. Diesem veränderten Nutzungsverhalten unserer Kunden tragen wir Rechnung, damit ihnen in Zukunft keine Zusatzkosten entstehen." Doch bis zum 16. Juli - in der Phase intensiver Nutzung des Homeoffice - war die Kostenfalle aktiv. Zugleich sei eine Kulanzregelung über den Kundendienst für "außerordentlich Betroffene" möglich, erklärte Wölfle.

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