Homeoffice: 1&1-Kunden zahlen trotz Flatrate für Telefonkonferenzen

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen deckt eine Kostenfalle für das Homeoffice bei United Internet (1&1) auf.

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Werbung für die Flatrate
Werbung für die Flatrate (Bild: United Internet)

Viele Kunden von 1&1 bekommen derzeit trotz Flatrate Rechnungen für die Einwahl in Telefonkonferenzen. Das berichtet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am 19. Juni 2020 unter Berufung auf Beschwerden von Betroffenen. "Mal sind es 3, mal 17 Euro, es können aber auch über 100 Euro sein: Viele Kunden von 1&1 haben neuerdings Extrakosten auf der monatlichen Telefonrechnung", erklären die Verbraucherschützer.

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Obwohl die Betroffenen Flatrates gebucht und Festnetznummern angewählt hätten, stelle ihnen der Provider Anrufe "zu kostenpflichtigen Servicediensten" in Rechnung. Die von den Kunden gewählten Konferenzdienste seien "nicht von Ihrer 1&1 Telefon-Flat abgedeckt", heißt es im Kleingedruckten der Verträge.

Wer an 20 Arbeitstagen im Monat je zwei Stunden in einer Telefonkonferenz sitze, müsse rund 70 Euro zusätzlich bezahlen. Für jede Konferenzminute werden 2,9 Cent berechnet. Während der Einwahl in eine Konferenz gebe es vom Provider keine Warnung vor diesen Zusatzkosten, erklärt die Verbraucherzentrale.

Die zusätzlichen Kosten finden sich versteckt im Kleingedruckten einer "erweiterten Preisliste", in der steht: "Servicedienste, die über geografische Festnetzrufnummern realisiert werden - 0,029 Euro". Dort ist auch ein Link zu einer Rufnummernliste gesetzt. Die verrät, "ob sich hinter einer Festnetznummer ein Dienst verbirgt, der Sie etwas kostet". Die Liste besteht aus 100 Seiten gefüllt mit rund 5.000 Festnetznummern.

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Doch 1&1 erweitert laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Liste stetig weiter. So kamen ab Ende März 25 neue Nummern dazu - ein Zeitpunkt, um den herum massenweise Beschäftigte ins Homeoffice wechseln mussten. Wer in der Kostenfalle stecke, solle bei seiner Firma nachfragen, ob eine Kostenübernahme möglich sei, raten die Verbraucherschützer.

"In den 1&1-DSL- oder Mobilfunkverträgen ist eine Telefon-Flat enthalten, mit der Kunden kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Sogenannte Service- und Konferenzdienste sind Ausnahmen, die nicht mit der 1&1-Telefon-Flatrate abgedeckt werden. Die Berechnung erfolgt in einer 60/60-Taktung zu 2,9 Cent pro Minute (brutto)", sagte 1&1-Drillisch-Sprecher Wolfgang Wölfle Golem.de auf Anfrage.

Darüber würde Kunden an mehreren Stellen wie in einem Artikel im 1&1-Hilfe-Center, in den allgemeinen Geschäftsbedingungen und in den jeweiligen Tarifdetails der DSL- und Mobilfunktarife informiert.

Zugleich sei offenbar eine Kulanzregelung möglich: "Falls Kunden während des Corona-bedingten Shutdowns im Homeoffice von dieser Regelung außerordentlich betroffen waren, so können sich diese gern an unseren Kundenservice wenden. Dort werden wir uns im Einzelfall um eine Lösung bemühen", erklärte Wölfle.

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chkpnt 21. Jul 2020

Das Thema hat sich übrigens seit ein paar Tagen erledigt: twitter.com -> /chkpnt/status...

chkpnt 29. Jun 2020

Habe ein kleines Tool gebaut, welches die PDFs in tauglichere Formate wandelt, unter...

GodsBoss 23. Jun 2020

Es gibt keine Dialekte, nur Hochdeutsch und Sprachfehler.

chefin 23. Jun 2020

Nicht ganz richtig. Man kann es nicht direkt erkennen. Ich habe zb einen ISDN-Anschluss...

chefin 23. Jun 2020

Telefonkonferenzen sind keine Mehrwertdienste für die Telekom



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