Abo
  • Services:

Homeland Security: Frage nach Facebook-Konto bei Einreise in die USA geplant

Urlauber und andere Reisende in die USA sollen künftig nach ihren Social-Media-Konten gefragt werden, so das Department of Homeland Security. Die Angabe soll zwar freiwillig erfolgen, aber trotzdem dürfte sich ein Großteil der Betroffenen zur Auskunft gedrängt fühlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Einreise in die USA
Einreise in die USA (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Das Department of Homeland Security der USA fordert in einem offiziellen Antrag, das bei der Reise in die USA auch Angaben zu den Social-Media-Aktivitäten abgefragt werden. "Please enter information associated with your online presence - Provider/Platform - Social media identifier". So lautet die Frage, die künftig etwa im Esta-Formular oder bei den Anträgen auf ein Visum zu beantworten ist (auf Deutsch ungefähr: "Bitte tragen Sie Informationen zu Ihren Onlinekonten ein - Provider/Plattform - Social-Media-Kennung").

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Berlin
  2. HELBAKO GmbH, Heiligenhaus

Der Antrag der Heimatschützer gilt erst, wenn ihm innerhalb der nächsten rund 60 Tage durch andere offizielle Stellen nicht widersprochen wird - was vermutlich nicht passiert. In dem Text ist auch aufgeführt, wie viele Menschen davon ungefähr betroffen sein dürften, geschätzt 4,4 Millionen, und wie hoch die Kosten durch die Bearbeitung der zusätzlichen Angaben sind: rund 26 Millionen US-Dollar.

Ungutes Gefühl

Nach Angaben des Departments of Homeland Security sollen Ermittler mit den Angaben über Facebook- oder Twitter-Konten ein weiteres Hilfsmittel bei der Suche nach "schändlichen Aktivitäten" bekommen, so der offizielle Text. Vermutlich bezieht sich das unter anderem auf den Terroranschlag von San Bernardino im Dezember 2015, auf den es im Vorfeld tatsächlich Hinweise im sozialen Netz gegeben hatte.

Auch wenn die Angabe freiwillig erfolgt: Die meisten Reisenden dürften sich genötigt fühlen, ihre Accounts aufzuführen - schließlich könnte ein Verschweigen bei den Grenzschützern als Hinweis gedeutet werden, dass man etwas zu verbergen habe. Und selbst der ein oder andere völlig harmlose Urlauber dürfte sich Sorgen machen, nach einem langen Transatlantikflug wieder nach Hause geschickt zu werden, weil er in seiner Timeline ein paar derbe Kommentare über Donald Trump oder "die Amis" veröffentlicht hat.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. 99,99€
  3. (-50%) 29,99€
  4. 59,99€

genab.de 29. Jun 2016

Ich schon in der ganzen Welt, und am meisten Sorgen hab ich mir bei der Einreise in die...

Balion 28. Jun 2016

Ich ging nur auf den TE ein, mehr auch nicht. Zu was wollen die machen: Die könnten dir...

against 28. Jun 2016

Das ist auch mein Gedanke. Ich hatte mal vor die USA zu besuchen, das hat sich bereits...

HagbardCeline 28. Jun 2016

Hast du da ein Beleg?

My1 28. Jun 2016

aber woher wollen die wissen ob es bereits in DE geplant war oder erst in den US zustande...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Ideapad 720S - Test (AMD vs. Intel)

Wir vergleichen Lenovos Ideapad 720S mit AMDs Ryzen 7 und Intels Core i5.

Lenovo Ideapad 720S - Test (AMD vs. Intel) Video aufrufen
Grenzenloser Datenzugriff: Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet
Grenzenloser Datenzugriff
Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet

Neue Gesetze in den USA und der EU könnten den Weg für einen ungehinderten und schnellen weltweiten Datenzugriff von Ermittlungsbehörden ebnen. Datenschützer und IT-Wirtschaft sehen die Pläne jedoch sehr kritisch.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektronische Beweise EU-Kommission fordert weltweiten Zugriff auf Daten
  2. Panera Bread Café-Kette exponiert Millionen Kundendaten im Netz
  3. Soziale Netzwerke Datenschlampereien mit HIV-Status und Videodateien

Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
    Datenschutz
    Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

    Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
    Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

    1. Soziales Netzwerk Facebook ermöglicht Einsprüche gegen Löschungen
    2. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
    3. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern

      •  /