Homebrew: Bastler veröffentlichen alternativen Launcher für Switch

Die Nintendo Switch mit Firmware 3.00 dürfte derzeit bei Hackern besonders gesucht sein: Auf Github ist ein alternativer Launcher veröffentlicht worden, der das Ausführen von Homebrew-Programmen erlaubt - aber eben nur mit der speziellen Firmware-Version.

Artikel veröffentlicht am ,
Spieler mit Nintendo Switch
Spieler mit Nintendo Switch (Bild: Kazuhiro Nogi/AFP/Getty Images)

Ein Team aus Bastlern hat auf Github einen alternativen Launcher für die Hybridkonsole Switch von Nintendo veröffentlicht. Damit können Anwender eigene Software auf dem Gerät ausführen - normalerweise ist das nicht möglich, weil es nur von Nintendo entsprechend signierten Code erlaubt. Zur Installation des Homebrew-Launchers müssen Nutzer die auf Github verfügbare Software mittels einer SD-Karte auf der Switch ausführen.

Stellenmarkt
  1. Data Scientist (d/m/w)
    TeamBank AG, Nürnberg
  2. Information Security Analyst*innen (m/w/d)
    Technische Universität Braunschweig, Braunschweig
Detailsuche

Für den eigentlichen Exploit wird die Switch mittels DNS-Spoofing auf eine speziell präparierte Webseite umgeleitet. Das Team nutzt hier einen Fehler in der Browser-Engine Webkit, um anschließend weiter in das System vorzudringen. Der Code dafür ist ebenfalls frei verfügbar und der Angriff lässt sich damit selbst hosten. Alternativ betreiben die Hacker auch einen eigenen präparierten DNS-Server. Die prinzipielle Möglichkeit zum Übernehmen der Switch mit Hilfe von Webkit hat ein Teil des Teams bereits auf dem 34C3 erläutert.

Bislang gibt es keine Anwendungen, die sich nach dem Einrichten des alternativen Launchers ausführen lassen. Allerdings ist gut möglich, dass Hobbyentwickler relativ zügig etwa Emulatoren, Videoplayer und ähnliche Daten anbieten. Schwarz kopierte Versionen von aktuellen Spielen für die Switch lassen sich nicht verwenden.

Ein größeres Problem des Launchers: Er lässt sich derzeit nur auf Konsolen mit Firmware 3.00 installieren. Die Hacker geben in kurzen FAQ sogar Tipps, wie Geräte mit genau dieser Firmware mit relativ großer Wahrscheinlichkeit etwa im Handel anhand der Seriennummer identifiziert werden können. Derzeit ist Firmware 4.10 die aktuelle Software, das Überspielen mit älteren Versionen ist (bislang) nicht möglich.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.10.2022, virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    28.-30.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Allerdings mehren sich die Hinweise, dass Bastler über einen Fehler im Boot-ROM für Nvidias Tegra-X1-SoC immer mehr Wege finden, sich generell Zugang zur Switch zu verschaffen. Entsprechende Belege hatte die Hackergruppe Fail0verflow Mitte Februar 2018 veröffentlicht, ein paar Tage später hat ein Nutzer unter dem Pseudonym SciresM weiteres Material dieser Art über Twitter veröffentlicht.

Diese Probleme kann Nintendo vermutlich nicht ohne weiteres durch neue Firmware-Versionen beheben. Damit ist das Einfallstor für illegale Kopien von Spielen zwar immer noch nicht aufgestoßen, aber zumindest ein bisschen weiter geöffnet.

Aber selbst in einem Worst-Case-Szenario für Nintendo dürften Schwarzkopien auf der Switch kaum zur ganz großen Bedrohung des Geschäftsmodells werden. Schließlich sind Spiele heutzutage wesentlich stärker als in früheren Generationen in ein Ökosystem aus Onlinefunktionen, Multiplayermodi und herunterladbare Zusatzinhalte eingebunden - und die lassen sich durch die Plattformbetreiber vollständig kontrollieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Crunchy_Nuts 21. Feb 2018

Indiespiele sind nicht wirklich was für mich. Bin zwar keine Grafikhure aber für mich...

Benutzer0000 20. Feb 2018

Emulator für switch schon verfügbar? (kt)

Seelbreaker 20. Feb 2018

Ich freu mich schon aufs Android für die Switch :) Gaming Handheld + Android Tablet in...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Leistungsaufnahme
Effizienz muss man auch wollen

Neue Hardware wird immer effizienter. Auch High-End-Prozessoren und Grafikkarten können sehr sparsam sein. Leider ist das nicht Standard.
Ein IMHO von Martin Böckmann

Leistungsaufnahme: Effizienz muss man auch wollen
Artikel
  1. e.Go Life getestet: Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen
    e.Go Life getestet
    Abgesang auf ein schwer erfüllbares Versprechen

    Der e.Go Life aus Aachen sollte Elektromobilität erschwinglich machen. Doch nach 1.500 ausgelieferten Exemplaren ist nun Schluss. Was nachvollziehbar ist.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Lochstreifenleser selbst gebaut: Lochstreifen für das 21. Jahrhundert
    Lochstreifenleser selbst gebaut
    Lochstreifen für das 21. Jahrhundert

    Früher wurden Daten auf Lochstreifen gespeichert - lesen kann man sie heute nicht mehr so leicht. Es sei denn, man verwendet Jürgen Müllers Lesegerät auf Arduino-Basis.
    Von Tobias Költzsch

  3. PXW: Huawei bietet bald wieder 5G-Smartphones an
    PXW
    Huawei bietet bald wieder 5G-Smartphones an

    Der Telekomausrüster Huawei kommt nicht ohne seine darniederliegende Smartphone-Sparte aus. Jetzt zeichnen sich trotz Handelskrieg echte Lösungen ab.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, RTX 3070 539€) • Alternate (Team Group DDR4/DDR5-RAM u. SSD) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /