Home-Ident: De-Mail mit Gratis-Heimservice und weiter teilverschlüsselt

Die Telekom verspricht sich offenbar hohe Einnahmen durch die rechtsverbindliche De-Mail. Sie hat einen Dienstleister für kostenloses Home-Ident beauftragt. Die Gesellschaft für Informatik kämpft weiter für End-to-End-Verschlüsselung.

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Home-Ident: De-Mail mit Gratis-Heimservice und weiter teilverschlüsselt
(Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom bietet einen neuen kostenlosen Service für De-Mail: An einer beliebigen Adresse in Deutschland können sich Kunden für den Dienst identifizieren lassen. Für den Service wurde das Unternehmen ID 8 beauftragt. Der Nutzer kann telefonisch über die Hotline oder online über die Webseite einen Termin in einem vierstündigen Zeitfenster vereinbaren.

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Die Identitätsprüfung mit Home-Ident soll nur fünf Minuten dauern. United Internet hat schon seit Monaten einen kostenlosen Home-Ident-Service.

Gert Metternich, De-Mail-Experte bei der Telekom, sagte: "Von vielen Kunden wissen wir, dass sie den Gang in die Filialen immer wieder aufschieben - ihnen kommen wir nun mit diesem kostenlosen Service entgegen." 1,5 Millionen Kunden haben sich bei den De-Mail-Providern für den Dienst registriert, doch erst rund 250.000 haben das Ident-Verfahren durchlaufen und testen die De-Mail.

United Internet war wegen der Nutzung des Postident-Verfahrens im Rechtsstreit mit der Deutschen Post. Der Logistikkonzern verweigerte United Internet Postident zur Identifikation von De-Mail-Nutzern. Das Landgericht Köln hatte der Klage gegen die Post am 31. März 2011 stattgegeben.

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Im April hat der Bundestag das "Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung" verabschiedet, das den Schriftverkehr mit Behörden um elektronische Kommunikationsmöglichkeiten, vorrangig der De-Mail, erweitert. Hartmut Pohl von der Gesellschaft für Informatik sagte: "Grundsätzlich begrüßen wir die Möglichkeit eines Kontaktes mit Behörden auf elektronischem Weg. Allerdings bietet die De-Mail in ihrer derzeitigen Form keine wirklich höhere Sicherheit gegenüber der herkömmlichen E-Mail."

Alle De-Mails werden unverschlüsselt zwischengespeichert

De-Mails werden standardmäßig nicht End-to-End verschlüsselt. Irreführenderweise sei die standardmäßig eingestellte Verschlüsselung eine reine Transportverschlüsselung, die den Datentransfer von Server zu Server gegen Abhören absichert - allerdings werden alle E-Mails in den Servern unverschlüsselt zwischengespeichert. Diese Transportverschlüsselung sei nicht neu, sondern werde vielmehr schon seit Jahren von E-Mail-Anbietern verwendet.

Pohl: "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist erst die Voraussetzung für einen sicheren E-Mail-Verkehr."

Durch die im Signaturgesetz festgelegte und im neuen elektronischen Personalausweis implementierte qualifizierte elektronische Signatur wäre sogar eine vollkommen vertrauliche Kommunikation zwischen nachweisbar authentifizierten Personen möglich, sagte der Experte. Doch End-to-End-Verschlüsselung müsse vorgeschrieben werden, damit sie in der Praxis verwendet werde. Sonst bleibe "die De-Mail im Kern unsicher und für behördlichen und vielen privaten Schriftverkehr ungeeignet", sagte Pohl.

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phade 12. Jun 2013

Es muesste nur per Gesetz eine Registry fuer SSL-Zertifikate geschaffen werden, ziemlich...

giveIgetO 11. Jun 2013

tja... kann die NSA mal sehen!

co 11. Jun 2013

wie soll Prism sonst mitlesen?

Tatze84 11. Jun 2013

kt



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