Holus: Holographisches Display für daheim

3D-Inhalte auf dem heimischen Tisch: Das kanadische Unternehmen H+ Technology hat ein holographisches Display entwickelt, das an ein mobiles Endgerät angeschlossen wird. Auf Kickstarter hat es schon viele Unterstützer für Holus gefunden.

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Holus: Profivariante mit SDK
Holus: Profivariante mit SDK (Bild: H+Technology)

Inhalte vom Smartphone oder Tablet dreidimensional darstellen soll das holographische Display Holus. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat das System großen Zulauf.

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Holus besteht aus einer Kunststoffbox, in deren Inneren sich eine vierseitige Glaspyramide befindet. Die Inhalte, die Holus darstellt, kommen von einem Smartphone oder einem Tablet. 3D-Dateien, etwa der 3D-Scan einer Person, erscheinen in dem Gehäuse als räumliches Bild, das der Betrachter aus verscheiden Perspektiven anschauen kann.

Betrachter kann ums Bild herumgehen

Holographische oder volumetrische Displays heißen solche Systeme, die es ermöglichen, Inhalte in zwei oder drei Dimensionen darzustellen. Die Technik, die das Unternehmen H+ Technology aus Vancouver in der westkanadischen Provinz British Columbia einsetzt, hat der Brite John Henry Pepper erfunden, und zwar für Geisterauftritte im Theater - und das schon in den 1860er Jahren. Dabei wird auf eine reflektierende Fläche ein Bild projiziert. Die Fläche reflektiert das Bild auf die Scheibe, die in einem Winkel von 45 Grad in Richtung des Betrachters angebracht ist.

  • Das holografische Display Holus (Bild: H+ Technology)
  • 3D-Inhalte erscheinen als im Raum schwebend. (Bild: H+ Technology)
  • Das System kann beispielsweise dazu gentutzt werden, 3D-Scans zu überprüfen. (Bild: H+ Technology)
  • Und zum Spielen. (Bild: H+ Technology)
Das holografische Display Holus (Bild: H+ Technology)

Der Betrachter erhält so den Eindruck, das Bild schwebe in der Luft - oder besser: in der Box. Deshalb heißt die Technik auch Pepper's Ghost. Auch heute werden auf diese Weise noch Geister beschworen: 2012 ließ Rapper Snoop Dog für einen Auftritt beim Coachella-Festival seinen 1996 erschossenen Kumpel Tupac Shakur wieder auferstehen.

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Holus gibt es in zwei Varianten: Die kleinere hat eine Grundfläche von 45 x 45 cm und ist 23 cm hoch, die größere Version Holus Pro hat eine Kantenlänge von 55 cm und ist 27 cm hoch. Die kleinere Version hat einen USB-3-Port und stellt Bilder mit einer Auflösung von 1.600 x 1.600 Pixeln dar. Holus Pro hat zusätzlich noch einen HDMI-Port, der eine Darstellung mit 1.920 x 1.920 Pixeln ermöglicht. Zu der Profiausführung gehört zudem ein Software-Development-Kit für die Entwicklung eigener Anwendungen.

Holus räumt auf Kickstarter ab

Um das Projekt zu finanzieren, hat H+ eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter initiiert. Ziel war es, bis zum 10. Juli 50.000 Kanadische Dollar zu sammeln, umgerechnet gut 36.000 Euro. Das Ziel war jedoch schon nach wenigen Stunden erreicht. Inzwischen sind knapp 160.000 Kanadische Dollar von über 220 Unterstützern zusammengekommen.

Wer ein Holus haben möchte, muss 850 Kanadische Dollar für den Holus oder 950 Kanadische Dollar für den Holus Pro zusagen. Die sogenannte Early-Bird-Version des Holus gab es für 550 Kanadische Dollar, die Early-Bird-Version des Holus pro für 650 Kanadische Dollar. Die ersten Geräte will H+ im März kommenden Jahres ausliefern.

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