Optimaler Sound für alle Plätze

Die Analogie zu einer Lichtquelle ist nicht ganz abwegig: Wie bei einem Spot-Scheinwerfer hängt der Effekt des gerichteten Schalls stark von der Umgebung ab. In einem weiß gestrichenen Raum wird das Licht beispielsweise stärker von der Oberfläche reflektiert und beleuchtet nicht nur den gewünschten Bereich. Ebenso kann die Technologie von Holoplot die Physik nicht ausschalten - in einem stillen Raum reflektieren die Oberflächen den Schall weiterhin und auch die fokussierten Töne sind außerhalb des gezielt definierten Bereichs hörbar. Ihre Unmittelbarkeit verlieren sie aber und auch der Lautstärkepegel sinkt drastisch.

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Aber im Gegensatz zu bisherigen Systemen, die ein reales Schallfeld erzeugen, werden wesentlich weniger Lautsprecher und nur ein Bruchteil des Aufwandes für die Einrichtung eines Veranstaltungsortes benötigt. Statt Hunderter präzise ausgerichteter Einzelboxen genügen wenige Module des X1-Systems. Ihre Einmessung und Ausrichtung per Software passiert innerhalb weniger Stunden - fast wie bei einem normalen Lautsprechersystem.

Was nach der Demonstration auch klar ist: Mit Holoplot lässt sich eine definierte Fläche dreidimensional sehr homogen beschallen. So wird bei einem Konzert jeder Platz zum Sweet-Spot. Die möglichen Anwendungsfelder sind derzeit noch kaum überschaubar und reichen von Vergnügungsparks über Events bis hin zu Ansagen auf Bahnhöfen oder anderen belebten Plätzen.

Holoplot-CEO Roman Sick sieht seine Produkte daher auch eher als Instrumente denn als normale Lautsprecher. Er sei gespannt, welche neuen Ideen aus den Möglichkeiten des Systems entstünden, sagt er.

Konfiguration, Kontrolle und Kreation

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Angetrieben werden die zwei Hardware-Komponenten X1 Modul 96 und X1 Modul 80-S von hauseigener Software. Diese umfasst momentan drei Bereiche: Konfiguration, Kontrolle und Kreation. Sie ist cloudbasiert und läuft in den Lautsprechermodulen auf einem FPGA mit Embedded-Linux kombiniert mit einem 96-Kanal-Verstärker. Auch innen setzt sich die modulare Bauweise fort - so soll eine leichte Aufrüstbarkeit und Wartung ermöglicht werden.

Symfonisk Bilderrahmen-Lautsprecher

Das gilt für die Software gleichermaßen. Entwicklungschef Michael Hlatky betont bei einem Rundgang durch die Produktionsstätte in Berlin-Tempelhof, dass man nicht ohne Grund einen FPGA statt der branchenüblichen DSPs verbaut hat: Dessen Leistungsreserven ermöglichten Updates, die komplett neue Funktionen freischalten könnten.

  • Das Holoplot X1 X1 Modul 96 ohne Frontabdeckung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Maße der Module unterscheiden sich nicht von herkömmlichen Boxen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter der Abdeckung sind die IOT-Komponenten sichtbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sweetspots können flexibel im dreidimensionalen Raum definiert und verändert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Halle "Grid" der Ausstellung Dark Matter in Berlin ist die optimale Hörposition auf wenige Zentimeter über dem Boden eingestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Montage der Systeme erfolgt in Berlin Tempelhof. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Holoplot X1 ist innen modular aufgebaut und nutzt FPGAs für Berechnungen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das System ist an eine Cloud angebunden und lässt sich vor Ort oder aus der Ferne steuern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Holoplot-CEO Roman Sick, Head of Operations Juliane Nägele und Head of Engineering Michael Hlatky (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Holoplot X1 X1 Modul 96 ohne Frontabdeckung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In Berlin werden derzeit von sieben Angestellten monatlich bis zu 250 X1-Module zusammengebaut, sagt Produktionsleiterin Juliane Nägele. Sie gehen momentan hauptsächlich auf den US-Markt, wo das System beispielsweise in Vergnügungsparks im Einsatz ist. Der Rest der rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist hauptsächlich in der Entwicklung von Hard- und Software tätig.

Der Raum Grid in der Ausstellung Dark Matter in Berlin ist ein Beweis dafür, welch starke sensorische Effekte sich mit Holoplot erzeugen lassen. Wer sich das System anhören möchte, kann das in Berlin in der Ausstellung Dark Matter tun.

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 Holoplot angehört: Die Sound-Scheinwerfer
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mwo (Golem.de) 17. Aug 2021 / Themenstart

Das war das hier: https://www.golem.de/news/besuch-bei-soundcam-wie-sieht-maschinenlaerm...

mwo (Golem.de) 17. Aug 2021 / Themenstart

Hi, laut Hersteller: Frequency Resp. (±3 dB) 100 - 18,000 Hz Frequency Resp. (-10 dB...

Incognito 01. Aug 2021 / Themenstart

Jap. Sobald solche Themen angesprochen werden kommen sämtliche Nörgler und Alter-Hut...

donjoe 29. Jul 2021 / Themenstart

Ich glaube für Journalisten nehmen die sich extra Zeit um genauer zu erklären und etwaige...

MurrayB 29. Jul 2021 / Themenstart

Habe schon 2013 eine Demo von Bose mit Seriengeräten für's Wohnzimmer gesehen. Einfach...

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