Ohne Kopfbewegungen lassen sich Objekte nicht komplett erfassen

Das bedeutet allerdings auch, dass es für die Betrachtung von Objekten notwendig ist, den Kopf zu bewegen. In einer Architektur-Demo mit Keystone konnten wir beispielsweise ein Gebäude manipulieren. Ein paar Stockwerke zu viel, und es war nicht mehr komplett im Sichtfeld, obwohl die daneben stehenden realen und größeren Modelle noch immer im menschlichen Blickbereich waren.

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Es wurden zwei Interaktionsmöglichkeiten demonstriert. Zum einen kann die Maus verwendet werden: Man starrt auf einen realen Computerbildschirm, schiebt die Maus aus dem Bildschirm heraus und verfolgt sie mit der Hololens im virtuellen Raum. So kann das System zu einer Art des Multimonitorbetriebs verwendet werden. Die Alternative ist ein Cursor, der durch die Blickrichtung starr vorgegeben wird und als ein leicht leuchtender Punkt sichtbar ist. Zudem hellen sich Objekte, mit denen eine Interaktion möglich ist, leicht auf, sobald sie genau angesehen werden. Mit einer Tippbewegung des Fingers vor der Hololens wird das Objekt selektiert. Der Anwender muss also nicht mit dem Finger in Richtung der Bedienelemente zeigen und diese dort antippen. Das wäre der natürliche Weg. Doch es ist auch der aufwendigere, die Hololens müsste den Finger exakt im Raum erkennen müssen. Ob diese Funktion später implementiert wird, ist noch unklar.

Wenig Lag und angeklebte Objekte

Die Darstellung der virtuellen Objekte im Raum war äußerst stabil. Selbst schnellere Kopfbewegungen erzeugten keine Verzögerung bei der Darstellung. Nur beim seitlichen Kippen des Kopfes stellten wir leichte Objektverschiebungen fest. Man muss allerdings schon darauf achten, um das zu entdecken, und besonders natürlich ist das Kippen des Kopfes zur Seite ebenfalls nicht. Wir hatten jedenfalls nicht das Bedürfnis, das Bild um 90 Grad zu drehen, um damit auch hohe Objekte erkennen zu können. Hololens-Objekte wirken dadurch im Normalbetrieb wie in die Welt geklebt.

Das ganze System ist drahtlos, die technischen Daten sind aber weiterhin geheim. Wie die Brille aufgeladen wird, wurde uns während der Demo nicht klar. In keiner der Demos wurde sie von einem Lademechanismus getrennt. Unsere Demo war zudem die letzte an dem Abend. Es spricht aber viel für ausreichend dimensionierte Akkus: Das Gewicht auf dem Kopf war gerade noch im angenehmen Bereich. Liegt die Datenbrille allerdings ungünstig auf der Nase, stört das System schon nach wenigen Minuten. Es kommt ein wenig auf die Kopfform an. Microsoft selbst erlaubte den Testern keine Grobjustage, die notwendig gewesen wäre. Wer die Hololens testete, musste sehr vorsichtig mit ihr umgehen. Für das Aufsetzen bestand Microsoft auf die Nutzung von vier Händen. Es sind allerdings noch Prototypen und da ist es verständlich, dass bei Hunderten Demonstrationen die Geräte nicht so ausprobiert werden dürfen, wie das manch einer sonst machen würde.

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Technisch interessant war zudem eine Demo, die nur von außen betrachtet werden konnte. Zwei Schauspieler führten mit der Hololens ein Skype-Telefonat durch und tauschten Modelle aus. Eines der Modelle war die Space Needle in Seattle in der Größe des Schauspielers. Wir konnten das Modell auf dem Bildschirm in voller Größe sehen. Nach der selbst erlebten Demo zu urteilen, sieht ein Anwender allerdings maximal die Untertassensektion des Gebäudes, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Die Kameraleute, die gezielt und möglichst sanft um die virtuellen Objekte herum filmten, sahen von dem ganzen Geschehen übrigens auf ihren Monitoren nichts und mussten blind filmen. Der Lag, den man aus den Video-Demos kennt, ist wiederum ein reines Problem des Signalweges durch diverse Geräte und für den Hololens-Nutzer nicht sichtbar.

Wann Hololens zu welchem Preis auf den Markt kommt, wird weiterhin nicht verraten. Die offizielle Aussage lautet: "Innerhalb des Windows-10-Zeitrahmens." Das heißt frühestens mit der Fertigstellung von Windows 10 und spätestens mit dem offiziellen Supportende des nächsten Windows - schlimmstenfalls also zehn Jahre später.

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 Hololens im Hands On: Anders und noch nicht perfekt
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Zzimtstern 06. Mai 2015

Die Brille scannt dauerhaft seine Umgebung, laut dem Demo-Video von Microsoft... Damit...

Ovaron 04. Mai 2015

Im Heise Forum wurde auf http://doc-ok.org/?p=1223 hingewiesen. Lesenswert, imho.

Der Rechthaber 04. Mai 2015

das problem belibt aber bei beiden: wem kann ich trauen? bei der microsoftbrille wäre es...

Dwalinn 04. Mai 2015

Es hieß auch das das Surface für einen Appel und einen Ei verkauft werden sollte.... und...



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