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Das Düsseldorfer Holocafé bietet Abenteuer in VR-Welten.
Das Düsseldorfer Holocafé bietet Abenteuer in VR-Welten. (Bild: Medienagentur plassma)

Holocafé: Cappuccino und VR für Vier, bitte!

Das Düsseldorfer Holocafé bietet Abenteuer in VR-Welten.
Das Düsseldorfer Holocafé bietet Abenteuer in VR-Welten. (Bild: Medienagentur plassma)

Virtual Reality zum Freizeitvergnügen für die ganze Familie: Erlebnislokale wie das Düsseldorfer Holocafé sind ein aufstrebendes Geschäftsmodell. Doch was innovativ anmutet, gab es schon mal.
Ein Bericht von Olaf Bleich und Benedikt Plass-Fleßenkämper

Neugierig blicken Passanten durch die gläserne Ladenfront. Sie kichern, reden und lachen. Was sie sehen, entspricht so gar nicht dem typischen Einkaufstrubel der Düsseldorf Arcaden. Denn im Holocafé können Interessierte für kleines Geld in virtuelle Welten flüchten. Eine 20-Minuten-Session mit dem VR-Headset HTC Vive kostet zwölf Euro. Neben kurzweiligen Solo-Erlebnissen setzen die Holocafé-Betreiber vor allem auf Eigenproduktionen im Multiplayer-Bereich. In den zwei bis maximal 25 Quadratmeter großen Spielfeldern finden bis zu vier Teilnehmer Platz - der gemeinsame Spaß steht im Vordergrund. Fast wie damals in der Spielhalle.

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Die ersten Hürden überwinden

Hinter dem Holocafé steckt ein junges Startup-Trio: Geschäftsführer Sebastian Kreutz, Grafikdesignerin Jessica Karger und Software-Entwickler Oliver Eberlei. Der Pop-up-Store in den Düsseldorfer Arcaden hat am 14. November den normalen Betrieb aufgenommen, zwei Tage vorher durften Pressevertreter den Laden begutachten.

  • Der Pop-up-Store des Holocafés befindet sich im Untergeschoss der Düsseldorf Arcaden im Stadtteil Unterbilk. (Quelle: Medienagentur Plassma)
  • Im Holocafé kommt HTC Vive zum Einsatz. Um die Hygiene zu gewährleisten, werden die Geräte nach jeder Benutzung desinfiziert. (Quelle: Medienagentur Plassma)
  • Das Holocafé verfügt über acht leistungsstarke Spielstationen für Solisten wie auch Gruppen. (Quelle: Medienagentur Plassma)
  • In der auf Unity und Photon basierenden Holo Arena wehren vier Spieler gemeinsam auftauchende Gegnerwellen ab. (Quelle: Medienagentur Plassma)
  • Geschäftsführer Sebastian Kreutz kommt aus der Werbebranche, er hat auch bei Spieleentwicklern wie Ubisoft gearbeitet. (Quelle: Medienagentur Plassma)
  • Entwickler Oliver Eberlei zeichnet für Holocafé-Eigenproduktionen wie Holo Arena oder Chaotic Commando verantwortlich. (Quelle: Medienagentur plassma)
  • Blick in die im November 2015 in Wien eröffnete VR-Lounge Vrei. Immer mehr Gastronomen bieten die Technologie zum kleinen Preis an. (Quelle: Vrei)
Der Pop-up-Store des Holocafés befindet sich im Untergeschoss der Düsseldorf Arcaden im Stadtteil Unterbilk. (Quelle: Medienagentur Plassma)

Sebastian Kreutz zeigt sich im Gespräch mit Golem.de zuversichtlich: "Wir sind zufrieden mit der bisherigen Resonanz. Wir sind ohne großes Marketingbudget gestartet und haben lediglich durch unseren Auftritt auf der diesjährigen Gamescom auf uns aufmerksam gemacht." Noch vor der Eröffnung gab es Kreutz zufolge bereits rund 50 Vorbestellungen und einige Anfragen von Firmen, die gerne Events im Holocafé ausrichten würden.

Der Pop-up-Store ist gespickt mit moderner Hardware: Kreutz und seine Kollegen favorisieren die Lighthouse-Technik der HTC Vive, die acht Spielerechner sind mit Prozessoren vom Typ Intel Core i7 6700K sowie Geforce-GTX-1080-Grafikkarten bestückt. "Bei Virtual Reality müssen einfach die 90 Frames die Sekunde da sein, ansonsten kann das üble Folgen haben", sagt Oliver Eberlei. Das Equipment haben die drei Unternehmer von ihrem Geschäftspartner Media Markt gestellt bekommen.

Eigenentwicklungen statt Lizenzprodukte

Das Startup setzt nicht auf lizenzierte VR-Erlebnisse, sondern legt den Fokus vor allem im Mehrspielerbereich auf Eigenentwicklungen. Für Projekte wie das Actionspiel Holo Arena ist Oliver Eberlei verantwortlich. Alle Holocafé-Spiele basieren auf Unity, die Multiplayer-Titel werden von Photon unterstützt.

"Die Spieleentwicklung begann im Frühjahr dieses Jahres. Wir haben uns für Eigenentwicklungen entschieden, die an unser Konzept angepasst sind", erklärt Sebastian Kreutz. "Für daheim erwarten die Leute tiefergehende Mechanismen und mehr Umfang. Bei uns geht es darum, dass Spieler schnell reinfinden und auch abhängig von den Teilnehmern eine andere Dynamik erfahren." In den präsentierten Spielen dreht es sich also weniger um "mehr und mehr Content", sondern um leicht zugängliche, kooperative Spielerlebnisse.

In Holo Arena beispielsweise schießen die Nutzer Wellen von kleinen Robotergegnern ab. In Chaotic Commando hingegen müssen die vier Teilnehmer Bildschirmbefehle miteinander koordinieren und ausführen. Für eine längere Session wären diese Art Spiele vermutlich zu eindimensional, für den Arcade-Ansatz des Holocafés aber scheinen sie mehr als passend.

Keine Auflagen vom Gesetzgeber

Nicht zuletzt durch Sonys Playstation VR erfährt die VR-Technologie aktuell einen rasanten Aufstieg. Doch Konzepte wie das Holocafé sind nicht nur für die Macher selbst, sondern auch für die Behörden Neuland. Sicherheits- oder Hygieneauflagen existieren aktuell nicht. Dennoch nehmen die Organisatoren das Thema Sauberkeit ernst, desinfizieren die Geräte nach der Benutzung, ehe sie sie an den nächsten Kunden weiterreichen. Spezielle Erste-Hilfe-Kurse oder andere Vorkehrungen waren ebenfalls nicht nötig. "Hier gelten lediglich die ganz normalen Brandschutzregeln wie im Einzelhandel auch, dazu mussten wir bestimmte Bauauflagen erfüllen. Ansonsten aber ist das Thema einfach noch zu neu, als dass es da wirkliche Gesetze geben würde", fasst Sebastian Kreutz die rechtliche Situation zusammen.

Allerdings legt das Holocafé großen Wert auf Jugendschutz. Das angesetzte Mindestalter für Besucher ist sechs Jahre und bei den eigenen Spielen wurde sehr auf Familientauglichkeit geachtet. Beim Auftritt auf der Gamescom 2016 waren die Software-Entwickler selbst überrascht, dass bestimmte Programme - wie etwa Holo Arena - bereits ab sechs und nicht erst ab zwölf Jahren von der USK freigegeben wurden. Die Beschränkung auf ein Mindestalter hat zudem einen ganz praktischen Grund. "Die Brillen gibt es derzeit nur in einer Standardgröße und sie können das Bild nur bei einem gewissen Mindestaugenabstand optimal abbilden. Ist der Kopf zu schmal, beginnt man womöglich zu schielen. Das macht dann irgendwann keinen Sinn mehr", sagt Kreutz.

Virtual Reality als soziales Erlebnis 

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Dwalinn 29. Nov 2016

Sag niemals nie. Ein gutes Heimkino ist auch halbwegs erschwinglich dennoch sind Kinos...

Moe479 28. Nov 2016

gibt es mittlerweile eine version wo jean luc keine mechanischen kiefer implantiert...

Nikolai 28. Nov 2016

Soweit ich das verstanden habe verwenden die genau solch ein Cover... und zwar die...

Kleba 28. Nov 2016

Keine Angst vorm Scheitern (gerade in so einem Bereich) haben ist schon mal eine gute...



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