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Holoactive Touch: Schnittstelle arbeitet wie ein Touchscreen.
Holoactive Touch: Schnittstelle arbeitet wie ein Touchscreen. (Bild: BMW)

Holoactive Touch: BMW holt das Hologramm ins Auto

Holoactive Touch: Schnittstelle arbeitet wie ein Touchscreen.
Holoactive Touch: Schnittstelle arbeitet wie ein Touchscreen. (Bild: BMW)

BMW zeigt auf der Consumer Electronics Show (CES) im Januar 2017 in Las Vegas, wie eine holographische Projektion von Bedienelementen im Auto aussehen kann. Holoactive Touch nennt BMW die Technik, die aber erst in einigen Jahren in die Serienproduktion einfließen soll.

Die Bedienelemente der Klimaanlage, der Navigation oder des Radios sollen bei BMWs Holoactive Touch vor dem Fahrer frei im Raum schweben. Sie unterscheiden sich so von einem Head-up-Display, dessen Bild auf beziehungsweise vor der Windschutzscheibe erscheint.

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Die Schnittstelle arbeitet wie ein Touchscreen. Die im Raum schwebende Anzeige wird mit Fingergesten bedient. Das farbige Bild wird ähnlich wie beim Head-up-Display durch geschicktes Spiegeln erzeugt. Wie das genau funktioniert, verrät BMW noch nicht. Die frei konfigurierbaren Schaltflächen werden rechts neben dem Lenkrad eingeblendet und sind nur für den Fahrer erkennbar. Eine Kamera erkennt dessen Fingerbewegungen: Berührt der Fahrer mit der Fingerspitze den virtuellen Knopf, wird die verknüpfte Funktion ausgeführt. Außerdem soll ein haptischer, spürbarer Impuls ausgesandt werden. Auch dazu machte BMW keine näheren Angaben.

Es könnte sich dabei um eine Abwandlung des Airborne Ultrasound Tactile Display handeln, das japanische Forscher 2009 entwickelten. Dieses kann dreidimensionale Bilder im freien Raum zeigen, die beim Berühren taktiles Feedback geben. Die Forscher um Takayuki Hoshi nutzen das holographische Display Holo von Provision, das Bilder eines LCD mit Hilfe eines konkaven Spiegels projiziert, so dass diese wirken, als schwebten sie rund 30 cm vor dem Display.

Das Display kombinieren die Wissenschaftler mit ihrem Airborne Ultrasound Tactile Display. Dieses kann taktiles Feedback im Raum projizieren, indem es ein Ultraschallphänomen nutzt: Acoustic Radiation Pressure. Es erzeugt ein fühlbares Feld aus Ultraschalldruckwellen, die beim Überlagern auf Hindernisse einen akustischen Druck ausüben. So fühlen sich Projektionen wie feste Objekte an.

BMW führte schon zuvor auf der CES interessante Bedienkonzepte vor. So wurde 2015 eine Gestiksteuerung präsentiert, die jetzt im 7er und 5er BMW nutzbar ist. 2016 wurde Airtouch gezeigt, bei dem Handgesten ohne Berührung Aktionen auslösen. Diese Technik gibt es wie Holoactive Touch noch nicht. Wann die Serieneinführung beginnt, ist noch unbekannt.


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ad (Golem.de) 21. Dez 2016

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