Hollywood Leaks: Paparazzi-Hacker drohen bis zu 60 Jahre Haft

Der für die Veröffentlichung von kompromittierenden Fotos von prominenten Schauspielern und Musikern in den USA verantwortliche Hacker hat sich schuldig bekannt. Ihm drohen nach US-Recht bis zu 60 Jahre Haft.

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Scarlett Johansson war eins von 50 Opfern des Paparazzi-Hackers.
Scarlett Johansson war eins von 50 Opfern des Paparazzi-Hackers. (Bild: Filippo Monteforte/AFP/Getty Images)

Ein 35-jähriger Hacker aus Florida hat sich vor Gericht schuldig bekannt, in Computer und mobile Geräte zahlreicher bekannter Schauspieler und Musiker eingedrungen zu sein. Das Strafmaß wird erst im Juli 2012 verkündet, ihm drohen aber bis zu 60 Jahre Haft. Er hatte auf private Bilder, Telefonnummern und Informationen auf den Rechnern zugegriffen und sie verbreitet. Mit einem Schadprogramm leitete er E-Mails auf einen eigenen Server um.

Zunächst gab er sich als Hackergruppe aus und kündigte weitere Folgen eines "Hollywood-Gemetzels" an. Er leitete auch intime Informationen an die Klatschpresse weiter und veröffentlichte selbst Bilder, die er ergatterte, darunter von Scarlett Johansson. Aus dem E-Mail-Postfach eines Schauspielers fischte der Hacker das Drehbuch zu dem noch nicht gedrehten Filmmusical "Rock of Ages", in dem Hollywood-Star Tom Cruise offensichtlich eine Hauptrolle spielen soll, und bot es über Pirate Bay zum Download an.

Hacker verlangte kein Geld

Nach seiner Festnahme im Oktober 2011 entschuldigte er sich öffentlich. Er wurde unter anderem wegen Einbruchs und Beschädigung von Computern, illegalem Abhören und Identitätsdiebstahl angeklagt. Auch die Veröffentlichung von Krankenkasseninformationen ist in den USA eine strafbare Handlung.

Geld verlangte er nie für seine gestohlenen Daten. Das FBI fahndete nach dem Mann, der seine Taten zwischen dem 13. November 2010 und dem 10. Februar 2011 begangen haben soll. Die Fahndung lief unter dem Namen Operation Hackerazzi.

Zu seinen über 50 Opfern zählen auch Scarlett Johansson, Christina Aguilera und Mila Kunis.

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