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Holiday Special: Das Star Wars, das keiner kennen will

Nach dem Erfolg des ersten Star-Wars-Films im Jahr 1977 wurde im Jahr darauf für den Sender CBS das Star Wars Holiday Special produziert. Es wurde ein Mal ausgestrahlt und dann totgeschwiegen, weil sich praktisch jeder Beteiligte in Grund und Boden dafür schämte.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Das Star Wars Holiday Special ist ein Tiefpunkt der Filmgeschichte. Aber immerhin: Alle Star-Wars-Stars machten mit.
Das Star Wars Holiday Special ist ein Tiefpunkt der Filmgeschichte. Aber immerhin: Alle Star-Wars-Stars machten mit. (Bild: Youtube/Screenshot: Golem.de)

Es gibt Filme, die tauchen in keiner Filmografie auf. Fast jeder Schauspieler hat eine oder zwei dieser Leichen im Oeuvre, die einfach totgeschwiegen werden. Beim Star Wars Holiday Special gilt das für alle Beteiligten.

Inhalt:
  1. Holiday Special: Das Star Wars, das keiner kennen will
  2. Vier Autoren? Wofür eigentlich?

Zum Beispiel für Carrie Fisher. Vor einigen Jahren wurde sie in einem Interview gefragt, wie die Arbeit am Star Wars Holiday Special gewesen sei. Ihre Antwort: "Es gab kein Holiday Special." Zugegeben, Ms. Fisher konsumierte zur Zeit der Produktion dieser Monstrosität einiges an weißem Pulver, so dass ihr Erinnerungsvermögen vielleicht nicht mehr das Beste ist oder sie die Jahre zwischen Eine neue Hoffnung und Das Imperium schlägt zurück in ihrer Gänze vergessen hat. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie diese Peinlichkeit gerne totschweigen wollte. Immerhin fiel es seinerzeit sogar ihr zu, zur gängigen Star-Wars-Melodie einen mehr als kitschigen Text zu singen.

In späteren Jahren war sie dem Film gegenüber offenbar etwas freundlicher gestimmt. Sie erzählte der New York Times, dass sie eine Kopie des Specials besitze - aber hauptsächlich, um es bei Partys zu spielen, wenn sie müde sei und wolle, dass die Gäste endlich nach Hause gehen.

Das Star Wars Holiday Special entstand in einer Zeit, in der es alle möglichen Extra-Formate von Star Wars gab. Oder besser gesagt: Es machte den Anfang. In den 1980er Jahren wurden die Fans zum Beispiel mit den beiden Ewoks-Filmen, einer Ewoks-Zeichentrickserie und einer Zeichentrickserie zu den beliebten Droiden C-3PO und R2-D2 bedient. So richtig toll war nichts davon. Dass es noch schlimmer geht, hätte kaum jemand für möglich gehalten. Doch das Star Wars Holiday Special - 1978 zu Thanksgiving bei CBS ausgestrahlt - stellt alles andere in den Schatten.

Eine irre Geschichte

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Worum geht's? Nun, offenbar hatte man keine wirklich gute Geschichte zur Hand, um Harrison Ford, Mark Hamill, Carrie Fisher, Peter Mayhew und Anthony Daniels etwas zu tun zu geben. Darum ersann man kurzerhand den Life Day, einen besonderen Festtag bei den Wookiees, zu dem Han (Ford) seinen Kumpel Chewbacca (Mayhew) auf Kashyyyk heimbringt.

Natürlich konnte es das aber noch nicht gewesen sein, weswegen imperiale Sturmtruppen auftauchen und nach Rebellen suchen. Dennoch hat Chewbaccas Sippe - Großvater Itchy, Frau Malla und Sohn Lumpy - noch genug Zeit, sich merkwürdige Kochrezepte im intergalaktischen Fernsehäquivalent anzusehen oder sich der herrlich obskuren virtuellen Realität mit allerhand kosmischen Tanzeinlagen hinzugeben. Außerdem werden Videospiele gezockt, die damals das Nonplusultra gewesen sein mögen, heute aber ausgesprochen altbacken erscheinen.

Dazu treten Gaststars wie Beatrice Arthur, Harvey Korman, Diahann Caroll, Art Carney und Jefferson Starship auf. Allesamt Namen, die zu ihrer Zeit wohl einen gewissen Klang gehabt haben, heutzutage jedoch nur noch für irritiertes Stirnrunzeln sorgen. Kaum einen kennt man heute noch, selbst Bea Arthur ist wohl nur noch Sitcom-Fans der 1980er Jahre aus den Golden Girls bekannt.

Fast so interessant wie der Inhalt dieses Specials ist seine Entstehungsgeschichte: Nach dem Erfolg von Star Wars war das Thema heiß und CBS ließ es sich einiges kosten, um ein quotenträchtiges Special zum Filmhit im Programm zu haben. Eine Million Dollar wurde ausgegeben und eine Drehzeit von einem Monat veranschlagt. Als Regisseur wurde David Acomba verpflichtet, doch aufgrund kreativer Differenzen verließ er nach der Hälfte der Drehzeit die Show und Steve Binder folgte nach.

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Vier Autoren? Wofür eigentlich? 
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MickeyKay 10. Feb 2020

Das wäre schlicht ein subjektives "gut". Sprich: der persönliche Geschmack und die...

Anonymer Nutzer 02. Feb 2020

Dann haben wir sowas wie Kung Fury xD

subjord 01. Feb 2020

Ich fand ja die Episode 1 ziemlich gut. Bei 2 bis 3 geht es ursprünglich um viel Liebe...

violator 31. Jan 2020

Selbst wenn, das war nichts unübliches. Bei Aliens hat man die Waffen und Props auch mit...

Andi K. 30. Jan 2020

Hahahahahahahahahhahahaahhahhahahhah


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