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Vier Autoren? Wofür eigentlich?

Um die Geschichte zu ersinnen, war mit Rod Warren, Bruce Vilanch, Leonard Ripps und Pat Proft - warum auch immer - ein Quartett vonnöten. Womit sich der gern zitierte Spruch von den vielen Köchen wieder einmal als wahr erwies. Obwohl offiziell nicht an diesem Special beteiligt, gehört auch George Lucas zu den Verantwortlichen für diese kitschige Show. Zwar betonte Lucas immer wieder, dass er nichts mit der Produktion dieses Specials zu tun hatte. Doch sollte man nicht vergessen, dass im einzigen passablen Teil des Specials, einem etwa zehn Minuten langen Zeichentrickfilm, Boba Fett seinen ersten Auftritt hat. Zu dem Zeitpunkt wurde bereits an Das Imperium schlägt zurück gearbeitet - und Lucas entschied, den Kopfgeldjäger im Holiday Special einzuführen.

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In dem Film darf Boba Fett sich als ein Verbündeter gebärden und gibt vor, Chewbacca zu helfen, der nach einem Heilmittel für Han und Luke sucht, die von einer seltenen Krankheit geplagt werden. Natürlich steht Fett aber hier schon in Diensten von Darth Vader, was unsere Freunde noch rechtzeitig herausfinden. Fett flieht und verkündet, dass sie sich schon bald wiedersehen werden.

Abgesehen von diesem Zeichentrickfilm, der von Nelvana Limited, später verantwortlich für die Zeichentrickserien Ewoks und Droids, gestaltet wurde, bietet das Holiday Special jedoch nicht viel. Chewbaccas Familie - der Vater hässlich wie die Nacht und der Sohnemann eine kitschige Blaupause für die späteren Ewoks - wurde von Stan Winston entworfen. Gerade der Junior sollte wohl besonders süß sein, gerade so, als hätte das Produktionsteam geplant, gleich einen Teddybären als Spielzeug auf den Markt zu werfen. Diese Wookiees mit ihren zerknautschten und dämlich grinsenden Gesichtern sind weit von dem entfernt, was man später in Episode III - Die Rache der Sith zu Gesicht bekommen sollte, als Chewbaccas Volk gegen die Droidenarmee der Separatisten kämpft.

Nicht viel besser erging es Make-up-Spezialist Rick Baker, der in einer aus Episode IV bekannten Cantina-Szene (natürlich sieht die Cantina zum Schreien billig aus) die altbekannten Kreaturen gestalten und mit Lion Man und Baboon Man zwei neue Monster erschaffen durfte. An sich eine schöne Idee, die Figuren erscheinen aber - die Namen zeigen es - reichlich uninspiriert.

Eine Anderthalb-Stunden-Nummernrevue

Das Star Wars Holiday Special ist eine Lachnummer, die den Zuschauer hauptsächlich langweilt und manchmal geradezu nervt. Man denke nur an die etwa zehnminütige Einführung, bei der man Chewbaccas Familie nur unverständlich grunzen und gröhlen hören kann. Zwar versteht der Zuschauer Chewbacca in den Filmen auch nicht, aus der Interaktion mit den menschlichen Figuren ergibt sich dort aber, was er sagen will. Das wirklich Kuriose: Im Vergleich zu diesen Figuren sind verhasste Charaktere wie Jar Jar Binks geradezu angenehm.

Für Fans ist dieses Special nur bedingt zu empfehlen. Sicherlich ist es interessant, sich diese Kuriosität einmal anzusehen, doch die Laufzeit von 97 Minuten macht es schwer, ruhig auf der Couch sitzen zu bleiben und das Gebotene zu ertragen. Zu kitschig, zu banal, zu lachhaft, kurz: zu schmerzhaft ist das, was sich hier abspielt. Die Krone setzt dem Ganzen Leias Song auf, den man als endgültige kreative Bankrotterklärung ansehen kann.

Dass das Holiday Special niemals wieder ausgestrahlt wurde und sicherlich auch nicht in Form einer Special Edition auf den Markt gebracht wird, sagt im Grunde schon alles aus. Man hat sich, damals schon, dafür geschämt. Selbst mit dem Verkauf von Lucasfilm an Disney dürfte das Holiday Special eigentlich nie wieder aus dem Giftschrank herauskommen - George Lucas hat sich das sicherlich vertraglich zusichern lassen.

Steve Sansweet, ein fanatischer Sammler von Star-Wars-Memorabilien jeder Art und lange Zeit offizieller Star-Wars-Botschafter, erzählte vor Jahren auf einer Convention in Australien, dass George Lucas zu ihm gesagt habe: "Wenn ich genügend Zeit und einen Hammer hätte, würde ich jedes Bootleg dieses Programms aufspüren und zerschlagen." Man kann es ihm nicht verübeln, auch wenn dieser fromme Wunsch mit dem Internet ohnehin obsolet geworden ist, da es online noch mehr Verbreitung erfahren hat als zu Zeiten von VHS-Kassetten.

Wer nun immer noch nicht abgeschreckt ist, kann sich bei Youtube das ganze Star Wars Holiday Special ansehen.

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 Holiday Special: Das Star Wars, das keiner kennen will
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MickeyKay 10. Feb 2020

Das wäre schlicht ein subjektives "gut". Sprich: der persönliche Geschmack und die...

Bradolan 02. Feb 2020

Dann haben wir sowas wie Kung Fury xD

subjord 01. Feb 2020

Ich fand ja die Episode 1 ziemlich gut. Bei 2 bis 3 geht es ursprünglich um viel Liebe...

violator 31. Jan 2020

Selbst wenn, das war nichts unübliches. Bei Aliens hat man die Waffen und Props auch mit...

Andi K. 30. Jan 2020

Hahahahahahahahahhahahaahhahhahahhah


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