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Hohe Verschuldung: Banken prüfen Risikominimierung bei Rechenzentren

Immer mehr große Banken prüfen Möglichkeiten, wie sie die hohe Verschuldung durch Kredite für Rechenzentren aufteilen können.
/ Mike Faust
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Bau eines Rechenzentrums von OpenAI im US-Bundesstaat Texas (Bild: Reuters)
Bau eines Rechenzentrums von OpenAI im US-Bundesstaat Texas Bild: Reuters

Banken wie JPMorgan Chase, Morgan Stanley und SMBC versuchen, Teile von Finanzierungen für Rechenzentren auf einen breiteren Investorenkreis umzuverteilen. Wie die Financial Times (FT) berichtet(öffnet im neuen Fenster), sollen damit die Risiken, die durch die hohe Verschuldung beim Bau von Rechenzentren entstehen, abgefedert werden.

Unter Berufung auf Insider-Informationen heißt es weiter, dass die Kreditgeber private Transaktionen zum Verkauf von Anteilen an den Schulden prüfen sowie Risikotransfers in Betracht ziehen, bei denen das finanzielle Risiko auf Dritte verlagert wird. Damit soll das Risiko gegenüber Großkreditnehmern reduziert und Kapazitäten für weitere Kredite freigesetzt werden.

Risikotransfers (Significant Risk Transfer, SRT) werden von europäischen Banken häufig genutzt, um Kapitalanforderungen zu reduzieren. Hierbei wird das Verlustrisiko eines Teils des Kreditportfolios gegen die Zahlung einer Rendite an Investoren, wie Private-Equity-Fonds oder Versicherungen, übertragen. Auch nordamerikanische Banken setzen dieses Instrument nun vermehrt ein und prüfen, wie sie damit die risikoreichsten Anteile großer und konzentrierter Rechenzentrenkredite aus ihren Büchern streichen können.

Hunderte Milliarden US-Dollar an Krediten aufgenommen

Diese Bemühungen verdeutlichen das Ausmaß der Verschuldung in der KI-Branche und den Druck, den diese auf die Banken ausübt. Rechenzentrumsbetreiber wie Oracle und Coreweave nahmen bereits hunderte Milliarden US-Dollar an Krediten auf, um den Bau neuer KI-Rechenzentren zu finanzieren.

Auch Softwareunternehmen versuchen, ihre Risiken bei der Finanzierung neuer Rechenzentren kleinzuhalten. So wurde im Februar 2026 beispielsweise der Jahresabschluss von Meta von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young mit einem Warnhinweis versehen, weil der Konzern das 27,3 Milliarden US-Dollar teure Rechenzentrumsprojekt Hyperion aus seiner Bilanz heraushielt.


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