Hohe Verbrauchswerte: Umwelthilfe fordert Ende der Plugin-Hybrid-Förderung

In diesem Jahr sind bereits mehr Plugin-Hybride als vollelektrische Autos verkauft worden. Die DUH kritisiert nach Abgasmessungen deren Förderung.

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Dauerärgernis für Umweltschützer: die staatliche Förderung von Plugin-Hybriden
Dauerärgernis für Umweltschützer: die staatliche Förderung von Plugin-Hybriden (Bild: Volkswagen)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Bundesregierung dazu auf, die Förderung von Plugin-Hybriden sofort zu stoppen. "Durch ein absurdes Labor-Testverfahren werden niedrige Verbrauchs- und CO2-Werte versprochen. In Wirklichkeit sind die meisten Plugin-Hybride auf Extrembeschleunigung entwickelt und zeigen auf der Straße dramatisch abweichende CO2-Emissionen, weit über denen vergleichbarer reiner Verbrenner-Pkws", teilte die DUH mit. Daher solle die Regierung auf dem Autogipfel in der kommenden Woche "diese industrie- wie klimapolitisch absurde Fehlsteuerung" beenden, sagte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Begründet wird die Forderung mit neuen Abgasmessungen.

Inhalt:
  1. Hohe Verbrauchswerte: Umwelthilfe fordert Ende der Plugin-Hybrid-Förderung
  2. Viel mehr Plugin-Hybride im Angebot

Die staatliche Verkaufsförderung von Plugin-Hybriden ist seit Jahren umstritten. Denn viele Fahrzeuge verfügen nur über eine geringe Reichweite, so dass der rein elektrische Betrieb nur sehr eingeschränkt möglich ist. Für die Förderung spielt es hingegen keine Rolle, ob die Fahrzeuge überhaupt elektrisch betrieben werden.

Die Autohersteller können mit dem theoretisch niedrigen CO2-Wert der Hybride dennoch ihren Flottenverbrauch senken. Durch die doppelte Antriebstechnik und die Batterie sind Plugin-Hybride aber deutlich schwerer als reine Verbrenner.

Sehr hohe CO2-Werte gemessen

Selbst eine Luxuslimousine wie der Mercedes S 560 e soll als Plugin-Hybrid nur einen kombinierten Benzinverbrauch von etwa 2,5 Liter pro 100 Kilometer aufweisen und knapp 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Solche Verbrauchswerte hängen jedoch stark vom Nutzungsprofil ab. Je mehr ein Plugin-Hybrid gefahren wird, desto häufiger dürfte der Verbrennermodus genutzt werden.

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Es wundert daher nicht, dass im Verbrennermodus die angegebenen Emissionswerte stark überschritten werden. Das hat auch eine Untersuchung des DUH-eigenen Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) ergeben. "Mit 499 g CO2/km emittiert beispielsweise der als angeblich besonders umweltfreundlich steuerlich geförderte Monster-SUV Porsche Cayenne Plugin-Hybrid im Fahrmodus Sport Plus mehr als das Fünffache des seit 2020 verbindlichen EU-Flottengrenzwerts", teilt die Umwelthilfe mit. Dieser Grenzwert liegt bei 95 g CO2/km.

Flottenwerte um das Doppelte überschritten

Die Aussagekraft solcher Messungen steht jedoch auf einem anderen Blatt. Denn im genannten Fahrmodus Sport Plus wird laut Messbericht (PDF) der Akku durch den Benzinmotor aufgeladen. Das ist sicherlich nicht besonders umweltfreundlich und bei manchen Plugin-Hybriden gar nicht möglich. Aber selbst im Hybridmodus stößt der Cayenne bei leerem Akku rund 200 g CO2 pro km aus.

Dementsprechend haben die Messungen der DUH ergeben, dass bei den getesteten Fahrzeugen von Porsche, Volvo, BMW und Mercedes die Abgaswerte im Verbrennermodus den EU-Flottengrenzwert um mehr als das Doppelte überschreiten. Das hängt einem Hintergrundpapier (PDF) zufolge auch damit zusammen, dass Plugin-Hybride "überdurchschnittlich häufig große und hochmotorisierte Fahrzeuge" sind. Derzeit seien 50 Prozent aller Plugin-Hybride SUVs.

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Viel mehr Plugin-Hybride im Angebot 
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M.P. 07. Sep 2020

Ein Dienstwagen ist in einigen Branchen kein Arbeitsgerät, sondern eher ein Benefit, das...

Ach 04. Sep 2020

Toyata hat sich vor gut 15 Jahren zum Wasserstoffantrieb und gegen den reinen Stromer...

thinksimple 04. Sep 2020

Dann sollte das auch für BEV Dienstwagen gelten. Eigentlich sollte der dienstliche km...

bplhkp 04. Sep 2020

Den Link hatte ich gestern bereits gepostet. Im Fall vom 3er wurde BMW durch das KBA...



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