Viel mehr Plugin-Hybride im Angebot

Im Schnitt wiesen die derzeit angebotenen Plugin-Hybride durch die beiden Motoren eine Leistung von 250 Kilowatt (335 PS) auf, schreibt die DUH unter Verweis auf ein Greenpeace-Papier (PDF). Die durchschnittliche Leistung aller 2019 in Deutschland zugelassenen Pkw lag hingegen nur bei 117 Kilowatt (158 PS), was aber ebenfalls schon einen neuen Rekord darstellte.

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Die Umwelthilfe kritisiert zudem, dass vor allem die deutschen Oberklasse-Hersteller deutlich mehr Plugin-Hybride als vollelektrische Modelle im Angebot hätten: "Sie bieten derzeit 43 Plugin-Modelle an, aber nur sechs Elektroautos." Dabei seien Plugin-Hybride ein "Etikettenschwindel". "Bei der Fahrzeugnutzung spielt der Elektromotor eine untergeordnete Rolle, beim Marketing des Fahrzeugs dafür umso mehr. Die Autoindustrie bewirbt Plugin-Hybride als E-Fahrzeuge und Elektroautos, wohl wissend, dass diese Begriffe mit batterieelektrischen Fahrzeugen und deren klimafreundlichem Potenzial assoziiert sind", schreibt die DUH.

Hohe Verkaufszahlen

Bei den Käufern kommen die "Pseudostromer", wie sie die DUH nennt, derzeit jedoch gut an. So seien in diesem Jahr bis einschließlich Juli bereits mehr als 68.000 Plugin-Hybride, hingegen nur rund 61.000 vollelektrische Autos neu zugelassen worden, heißt es dazu. In den vergangenen beiden Jahren lagen die Zulassungszahlen für reine Elektroautos deutlich über denen der Plugin-Hybride.

Die DUH fordert in dem Papier die Abschaffung des Umweltbonus und der Innovationsprämie für Plugin-Hybride, die mehr als 95g CO2/km im reinen Verbrennerbetrieb ausstoßen. Im reinen Elektroantrieb solle die Obergrenze bei 180 Wh/km liegen. Das solle auch für die Dienstwagenbesteuerung gelten. Zudem fordert die Umwelthilfe realistische Verbrauchsangaben für Plugin-Hybride, sowohl für den Verbrennermodus als auch für den Batterieantrieb.

Reichweite wird wichtiger

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In den vergangenen Tagen haben sowohl Volkswagen als auch Mercedes-Benz neue Plugin-Modelle angekündigt. Mit 80 Kilometern Reichweite wie beim Golf oder 100 Kilometern wie bei der S-Klasse soll der rein elektrische Fahrbetrieb damit deutlich gesteigert werden. Die doppelt so großen Batterien erhöhen jedoch wiederum das Fahrzeuggewicht.

Die Reichweite ist künftig jedoch für die steuerliche Begünstigung für Dienstwagen wichtig. Um begünstigt zu werden, muss der CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer liegen oder eine bestimmte elektrische Reichweite erzielt werden. Demnach muss bei Anschaffungen zwischen 2022 und 2024 die rein elektrische Reichweite 60 Kilometer betragen, während bislang 40 Kilometer ausreichten. Danach muss der Akku sogar für 80 Kilometer reichen, wenn der CO2-Ausstoß von 50 Gramm pro Fahrtkilometer überschritten wird. Dieser Wert soll dann nach dem Prüfzyklus WLTP ermittelt werden.

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 Hohe Verbrauchswerte: Umwelthilfe fordert Ende der Plugin-Hybrid-Förderung
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M.P. 07. Sep 2020

Ein Dienstwagen ist in einigen Branchen kein Arbeitsgerät, sondern eher ein Benefit, das...

Ach 04. Sep 2020

Toyata hat sich vor gut 15 Jahren zum Wasserstoffantrieb und gegen den reinen Stromer...

thinksimple 04. Sep 2020

Dann sollte das auch für BEV Dienstwagen gelten. Eigentlich sollte der dienstliche km...

bplhkp 04. Sep 2020

Den Link hatte ich gestern bereits gepostet. Im Fall vom 3er wurde BMW durch das KBA...

LoudHoward 04. Sep 2020

0,5 Liter mehrverbrauch ist bei 150km Autboahn guenstiger als in DE Strom zu laden. Was...



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