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Hohe Spritpreise: Grünen-Chef fordert Tempolimit und 9-Euro-Ticket

Wegen des Irankriegs steigen Benzin- und Dieselpreise auf Rekordhöhe – Felix Banaszak macht Vorschläge für Entlastungen.
/ Tobias Költzsch
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Felix Banaszak, einer der beiden Grünen-Vorsitzenden (Bild: MICHAEL MATTHEY / AFP via Getty Images)
Felix Banaszak, einer der beiden Grünen-Vorsitzenden Bild: MICHAEL MATTHEY / AFP via Getty Images

Einer der beiden Vorsitzenden der Grünen, Felix Banaszak, hat verschiedene Vorschläge gemacht, die Bürger angesichts steigender Spritkosten entlasten sollen. Dabei macht der Politiker dem Bundeskanzler Friedrich Merz Vorwürfe, er manage die aktuelle Krise nicht gut.

Wie der Spiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster) , schlägt Banaszak etwa ein temporär geltendes Tempolimit auf Autobahnen vor. In der Vergangenheit gab es immer wieder die Diskussion, aus Umwelt- und Unfallsicherheitsgründen die maximale Geschwindigkeit auf Autobahnen zu begrenzen – etwa auf 130 km/h -, wie es die Regel in den meisten Ländern außer Deutschland ist.

"Ein befristetes Tempolimit reduziert sofort den Spritverbrauch, dämpft so die Preise und hilft solidarisch und unkompliziert allen, die im Beruf auf das Auto angewiesen sind" , sagt Banaszak dem Spiegel. "Wir brauchen jetzt grundlegende Maßnahmen, um die Menschen und die Unternehmen zu schützen – und das ohne ideologische Scheuklappen."

9-Euro-Ticket für den Nahverkehr

Außerdem schlägt Banaszak eine Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr vor. "Mindestens für die Dauer des Kriegs würde es Millionen Menschen den temporären Umstieg auf die Öffentlichen erleichtern."

Banaszak regt auch eine Diskussion über eine Übergewinnabgabe für Mineralölkonzerne an. Die Preise für Benzin und Diesel sind seit Beginn des Irankriegs stark gestiegen, die Preiserhöhungen laufen mittlerweile aber konträr zu sinkenden Rohölpreisen. In der Berliner Innenstadt kostet ein Liter E10 aktuell um die 2,17 Euro, ein Liter Diesel liegt bei 2,37 Euro.

Die Bundesregierung erlaubt Tankstellen seit dem 1. April 2026, nur noch einmal am Tag die Preise für die verschiedenen Kraftstoffe zu erhöhen – Senkungen sind jederzeit möglich. Nach der Einführung der neuen Regelung stieg der Dieselpreis auf ein neues Rekordhoch(öffnet im neuen Fenster) .


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