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Hohe Speicherpreise: Nvidia könnte GPU-Partnern keinen VRAM mehr liefern

Grafikkartenhersteller müssen sich VRAM möglicherweise selbst beschaffen, da für Nvidia das Bündeln von GPUs und Speicher nicht mehr profitabel sein soll.
/ Mike Faust
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Für kleine Grafikkartenhersteller könnte die Beschaffung von VRAM schwierig werden. (Bild: JOEL SAGET/AFP via Getty Images)
Für kleine Grafikkartenhersteller könnte die Beschaffung von VRAM schwierig werden. Bild: JOEL SAGET/AFP via Getty Images

Nvidia stellt Partnern für die Herstellung von Grafikkarten keinen Grafikspeicher (VRAM) mehr zur Verfügung. Wie Toms Hardware(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Weibo-Account des Brancheninsiders Golden Pig Upgrade(öffnet im neuen Fenster) berichtete, erhalten die Hersteller nur noch den Grafikchip und müssen den Speicher selbst beschaffen.

Bislang soll Nvidia seine Grafikchips an Hersteller immer im Bündel mit VRAM geliefert haben, was durch die stark gestiegenen Speicherpreise nun nicht mehr profitabel sei, hieß es weiter. Nvidia stellt selbst keinen Videospeicher her, sondern bezieht diesen von Firmen wie Samsung, Micron oder SK Hynix.

Konzentration auf Großkunden aus dem KI-Bereich

Dem Bericht zufolge konzentrieren sich die Speicherhersteller allerdings vermehrt auf Großkunden aus dem KI-Bereich, anstatt auf Produzenten für den Einzelhandel. Für größere Hersteller mit ausreichend Erfahrung und Kontakten sollte die eigene Beschaffung von VRAM laut Toms Hardware dennoch kein Problem darstellen.

Für kleinere Anbieter könnte dies aber zu einer Herausforderung werden, da sie mit geringeren Margen am angespannten Speichermarkt direkt einkaufen müssen. Dies könnte kleinere Betriebe dem Risiko aussetzen, dass sie schließen müssen, wenn sie es nicht schaffen, die Phase mit hohen Preisen während des Speichermangels zu überstehen.

Stärkere Abweichungen bei VRAM-Leistung möglich

Hinzu kommt, dass sie stärker von Nvidias Referenzdesigns abweichen könnten, was nicht nur zu Unterschieden beim Aussehen, der Wärmeableitung und der Verarbeitung von Grafikkarten verschiedener Hersteller führen könnte, sondern auch zu stärkeren Abweichungen bei der Leistung des verbauten VRAMs.

Der gestiegene Bedarf an Rechenleistung für KI-Anwendungen trieb nicht nur den Bedarf an Prozessoren in die Höhe, sondern wirkt sich auch auf Speicher und Speichermedien aus. Unternehmen wie Lenovo berichten von einer Verdoppelung der Speicherpreise innerhalb weniger Monate und horten daher ihre Bestände.


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