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Hohe Investition: Hilton will Hotelschlüssel durch Smartphones ersetzen

Die Hotelkette Hilton will die Chipkarten als Zimmerschlüssel ersetzen. Dafür wird mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar investiert. Das soll Personal- und Verwaltungskosten sparen.
/ Andreas Donath
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Hilton-App (Bild: Hilton)
Hilton-App Bild: Hilton

Die Hotelkette Hilton plant laut einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) des Wall Street Journals (WSJ) den Austausch von Zimmerschlössern gegen sogenannte Smartlocks, die sich mit dem Smartphone bedienen lassen. Die teure Karten- oder gar Schlüsselverwaltung an der Rezeption hätte ein Ende.

Gäste von Hilton-Hotels(öffnet im neuen Fenster) erhielten künftig einen Code auf ihr Smartphone, der die Tür öffnen könne – aber nur in der Zeit, in der das Zimmer gebucht sei, berichtet(öffnet im neuen Fenster) 9to5Google ergänzend zum Wall Street Journal. Dabei geht es um 4.200 Hotels und mehr als 650.000 Zimmer, die bis Ende 2016 größtenteils umgerüstet sein sollen. Wie mit Kunden verfahren wird, die kein Smartphone besitzen, ist noch nicht klar. Vermutlich wird es für diese auch weiterhin Schlüsselkarten geben. Die Schlösser werden per Bluetooth über die Hilton-App(öffnet im neuen Fenster) angesteuert, die es schon jetzt zum Vorbestellen von Zimmer-Extras gibt. Auch die Zimmerbuchung, die Navigation innerhalb des Hotels mit Raumplänen und ähnliche Ideen will Hilton realisieren.

Nach Angaben des WSJ ist Hilton nicht die einzige Hotelkette mit solchen Plänen. Auch Starwood Hotels and Resorts will eine ähnliche Technik bei einigen seiner Hotels einführen.

Der Check-In-Prozess könnte durch die neuen Schlösser stärker automatisiert werden, was letztlich die Kosten senken würde. Dass der Portier seine Bedeutung verliert, ist aber eher unwahrscheinlich. Einerseits übernimmt das Personal auch noch andere Aufgaben für die Gäste, andererseits dürfte ein vollständig automatisierter Check-In-Prozess, den es in einigen Motels bereits gibt, im höherpreisigen Segment auf Unverständnis der Kundschaft stoßen.

Schlösser mit Bluetooth-Ansteuerung gibt es auch für private Nutzer. Unter anderem wollen Okidokeys(öffnet im neuen Fenster) (180 US-Dollar) und der Schlosshersteller August(öffnet im neuen Fenster) (200 US-Dollar) solche Lösungen auf den Markt bringen.


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