Hohe Benzinpreise: Wie der Treibstoffmarkt in fünf Jahren aussehen könnte
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Die Frequenz der Schockmomente beim Anblick der Kraftstoffpreise stieg in letzter Zeit sprunghaft an. Im März gab es den ersten Preissprung wegen des Angriffs der USA und Israels auf den Iran.
Daraufhin wurde die Straße von Hormus gesperrt, durch die zuvor fast ein Drittel des weltweiten Erdöls transportiert wurde. Es kam eine Benzinpreisbremse, an deren Ende erwartungsgemäß der nächste Sprung folgte.
In der letzten Woche erfolgte ein Angriff auf eine Pipeline in Saudi-Arabien, über die das Land, immerhin zweitgrößter Erdölproduzent der Welt, bis dahin fast die komplette Fördermenge an der größtenteils gesperrten Straße von Hormus vorbeileiten konnte. Der nächste Preissprung folgte sofort.
Mittlerweile liegt der Preis für Benzin und Diesel(öffnet im neuen Fenster) 40 Prozent über dem Wert aus dem Januar 2026 und 80 Prozent höher als vor zehn Jahren. Die Inflation über alle Preise hinweg ist im gleichen Zeitraum für eine 30-prozentige Teuerung verantwortlich. Die Kraftstoffkosten waren im Januar somit inflationsbereinigt kaum höher als vor zehn Jahren, aktuell belasten sie dagegen überdurchschnittlich.
Verkaufszahlen mit ungeahntem Anstieg
Beim Laden des Elektroautos sind derartige Preissprünge irrelevant. Entweder kommt der Strom aus der heimischen Wallbox inklusive Solaranlage, über einen gesonderten Stromtarif und einen Anbieter an öffentlichen Ladepunkten. Statt aktuell knapp 17 Euro auf 100 km bei Diesel oder Benzin liegt der Preis dann zwischen 1 bis 2 und maximal 10 Euro.
Der sicherlich berechtigte Frust an der Tankstelle, der schlicht auf das Fehlen von Erdöl auf dem Weltmarkt zurückzuführen ist und sich auch durch Rabatte und Steuersenkung nur minimal verringern lässt, schlägt sich derweil in den deutschen Zulassungszahlen nieder. Die Aussicht darauf, das eigene Auto an der Steckdose in der Garage zu betanken, ist 2026 deutlich attraktiver geworden.
Und während die Zulassungszahlen für Elektroautos in den letzten Jahren kaum zunahmen, sind laut ADAC(öffnet im neuen Fenster) bereits im August 2026 so viele Pkw mit reinem Elektroantrieb zugelassen worden wie im ganzen letzten Jahr. Ihr Anteil liegt mittlerweile bei über 30 Prozent und die Gesamtzahl der Zulassungen wird bei anhaltendem Trend in diesem Jahr die Marke von annähernd 800.000 Neuzulassungen erreichen.
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