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Hoffentlich ohne VAC-Ban: AMD Anti-Lag+ kommt zurück

Der missglückte Launch vor einigen Monaten hat Anti-Cheat-Software anschlagen lassen. AMD hat bisher versucht, die Funktion ohne Unterstützung der Spieleentwickler zu ermöglichen.
/ Martin Böckmann
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Bald können auch Besitzer von AMD-Grafikkarten wieder mit besonders geringer Latenzzeit spielen. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Bald können auch Besitzer von AMD-Grafikkarten wieder mit besonders geringer Latenzzeit spielen. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Frank Azor von AMD hat auf X angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , dass eine Neuauflage von Anti-Lag+ bald erscheinen soll. Die Funktion soll die Verzögerung zwischen Nutzereingaben, etwa einem Mausklick, und der darauffolgenden Reaktion auf dem Bildschirm verringern. Anders als beim Konkurrenten Nvidia soll dafür jedoch keine Unterstützung der Spieleentwickler notwendig sein, was allerdings für Probleme sorgte.

Anti-Lag+ und Nvidia Reflex(öffnet im neuen Fenster) reduzieren vor allem die sogenannte Render-Queue, eine Art Warteschlange, in der die CPU bereits fertige Berechnungen für die nächsten Einzelbilder für die Grafikkarte ablegt, die im Anschluss gerendert und an den Monitor ausgegeben werden. Das sorgt zwar dafür, dass die Grafikkarte weniger Leerlauf hat, auf der anderen Seite ist das ausgegebene Bild aber einige Millisekunden älter, als es sein könnte.

Anti-Lag+ sorgt dafür, dass die Grafikkarte immer das aktuellste Bild berechnet und eine längere Warteschlange verhindert wird. Das soll gleichzeitig auch CPU-Ressourcen sparen, weil überflüssige Draw-Calls für die GPU gar nicht erst generiert werden. Dazu ist aber eine Integration in die Game-Engine erforderlich, um trotzdem eine gleichmäßige Bildausgabe sicherzustellen.

Multiplayer-Spiele mögen keine modifizierten Daten

Während Nvidia den Weg über die Zusammenarbeit mit Entwicklern wählte, wurden die notwendigen Änderungen vom AMD-Treiber ohne Kenntnis der Entwickler in die Spieldateien injiziert. Die unerlaubte Modifikation wurde prompt von einigen Anti-Cheat-Programmen erkannt, die darauf pauschal mit einem Ban reagierten . Besonders Counter-Strike-2-Spieler waren betroffen.

Wie genau AMD dieses Problem in der nächsten Version lösen will, sagte Azor jedoch noch nicht. Er bestätigte lediglich, dass das Feature bald wieder verfügbar sein werde. Es könnte sein, dass auch AMD zur Zusammenarbeit mit Entwicklern gezwungen ist. Generell versucht AMD an vielen Stellen, auf möglichst breite Kompatibilität zu setzen, während Konkurrenten eher zu proprietären Lösungen neigen.


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