Abo
  • IT-Karriere:

Höttges: Telekom-Chef warnt vor Verkauf der Staatsanteile

Der Telekom-Chef fürchtet, an direktem Einfluss bei der Bundesregierung zu verlieren und beschwört die Gefahren eines Staatsausstiegs. Auch die Infrastruktursicherheit sei in Frage gestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Vectoringausbau der Deutschen Telekom
Vectoringausbau der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, ist gegen einen Verkauf der Staatsanteile des Konzerns. Diese Entscheidung müsse allein der Eigentümer treffen, sagte Höttges im Gespräch mit der Welt am Sonntag. Wer den Ausstieg des Bundes fordere, "sollte sich aber fragen, wer dafür eventuell einsteigt. Welches Interesse hat er an Infrastruktursicherheit? Will er in Deutschland investieren und wenn ja wo und vor allem wie viel?" Die Frage wäre außerdem, "was der Bund dann mit all dem Geld täte, das er durch einen Verkauf einnimmt".

Stellenmarkt
  1. Modis GmbH, Hilden
  2. BWI GmbH, Nürnberg, Bonn, Meckenheim, München

Grüne, FDP und auch Teile der CDU wollen die Staatsanteile an der Telekom verkaufen. Die so erlösten 10 Milliarden Euro sollen ländlichen Regionen FTTH bringen. Auch FDP-Chef Christian Linder hatte vorgeschlagen, mit den Verkaufserlösen den Glasfaserausbau zu fördern.

Der Bundesrepublik gehören noch 14,5 Prozent direkt und der staatlichen Förderbank KfW weitere 17,4 Prozent an dem Unternehmen, das bisher fast ausschließlich auf Vectoringausbau setzt. Dies sind zusammen 31,9 Prozent. Die Telekom hat immer wieder verstanden, ihre Interessen bei der Bundesnetzagentur durchzusetzen, was durch die direkten Staatsanteile einfacher ist.

Telekom will Glasfaserausbau ohne Regulierung

"Bevor man Subventionen verteilt, sollten sich die Verantwortlichen fragen, wie sie Anreize schaffen, damit noch mehr in Glasfaser investiert wird", sagte Höttges. Grund dafür, dass viele Unternehmen da noch zögerlich seien, sei die Überregulierung. "Die abzuschaffen, das erwarte ich übrigens gerade von einer wettbewerbsorientierten Partei wie der FDP."

Im Jahr 2006 hatte die Bundesregierung über die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereits 4,5 Prozent der Telekom-Aktien an die US-amerikanische Private-Equity-Firma Blackstone Group verkauft. Für die 191,7 Millionen Telekom-Aktien zahlte der Konzern 2,68 Milliarden Euro. Sechs Jahre später verkaufte Blackstone ein Drittel der Anteile.

Auch der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates der Telekom, Josef Bednarski, warnte im Handelsblatt davor, dass die Telekom zum Übernahmekandidaten werden könnte, falls der Bund seine Aktien verkaufen würde. Zum derzeitigen Marktpreis sei die Telekom für viele Kapitalbeteiligungsgesellschaften, aber auch für chinesische, russische oder US-amerikanische Unternehmen sehr interessant, erklärte er. Was im Falle einer Übernahme passieren könne, sei beispielhaft bei Mannesmann zu beobachten gewesen, betonte Bednarski.

"Wenn wir bei dem Bedrohungsszenario bleiben, würde das bedeuten, dass in Deutschland Tausende Arbeitsplätze wegfallen würden", sagte Bednarski. "Das wäre nicht nur desaströs für die Mitarbeiter, sondern auch für die Volkswirtschaft." Menschen, die keine Arbeit haben, könnten auch nicht konsumieren. Bei der Telekom arbeiten in Deutschland 115.000 Menschen.

Der Betriebsratschef glaubt auch nicht daran, dass das Geld aus dem Aktienverkauf nur in den Breitbandausbau fließt: "Es werden sich dann viele melden, die es anders verwenden wollen." Der Zuschuss für den Breitbandausbau werde marginal sein.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 149,90€
  2. (u. a. Tales of Vesperia: Definitive Edition für 21,99€, Tropico 5: Complete Collection für 6...
  3. (u. a. Hitman 2 - Gold Edition, The Elder Scrolls V: Skyrim - Special Edition, Battlefield 1)
  4. (u. a. Grimm - die komplette Serie, Atomic Blonde, Die Mumie, Jurassic World)

Lofrei 06. Jan 2018

Hey Lea, erst einmal finde ich es Schade, dass dir "picaschaf" und "h4z4rd" bisher keine...

Faksimile 02. Nov 2017

;-) Global gedacht ...

Rulf 01. Nov 2017

wird es va keine limits bei den managergehältern mehr geben...auch die tarifbindung und...

Sergej31111 30. Okt 2017

Schwalmstadt hat immer noch die 4000er Verbindung. Wann gibt's endlich mal das wofür wir...

bombinho 30. Okt 2017

Bei der Groesse wird das mit Sicherheit so sein, allerdings lassen sich Ziele des...


Folgen Sie uns
       


Seasonic TX-700 Fanless und The First - Hands on (Computex 2019)

Das Prime TX-700 Fanless vo Seasonic ist das derzeit stärkste passiv gekühlte Netzteil am Markt. Die kompaktere Variante namens PX-500 wiederum passt in das The First von Monsterlabo, ein Gehäuse, um 200-Watt-Komponenten passiv zu kühlen.

Seasonic TX-700 Fanless und The First - Hands on (Computex 2019) Video aufrufen
Minecraft Dungeons angespielt: Fehlt nur noch ein Klötzchen-Diablo in der Tiefe
Minecraft Dungeons angespielt
Fehlt nur noch ein Klötzchen-Diablo in der Tiefe

E3 2019 Von der Steuerung bis zu den Schatzkisten: Minecraft Dungeons hat uns beim Anspielen bis auf die Klötzchengrafik verblüffend stark an Diablo erinnert - und könnte gerade deshalb teuflisch spaßig werden!

  1. Augmented Reality Minecraft Earth erlaubt Klötzchenbauen in aller Welt
  2. Microsoft Augmented-Reality-Minecraft kommt zum zehnten Jubiläum
  3. Jubiläum ohne Notch Microsoft feiert Minecraft ohne Markus Persson

Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
Final Fantasy 7 Remake angespielt
Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

  1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
  2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
  3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
WD Blue SN500 ausprobiert
Die flotte günstige Blaue

Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
Von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
  2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

    •  /