• IT-Karriere:
  • Services:

Höttges: Telekom-Chef warnt vor 5G-Desaster

Tim Höttges sieht in der laufenden Diskussion um ein möglichst flächendeckendes 5G-Netz die Gefahr eines industriepolitischen Desasters mit dem neuen Netz.

Artikel veröffentlicht am ,
Deutsche Telekom und 5G
Deutsche Telekom und 5G (Bild: Deutsche Telekom)

Telekom-Chef Tim Höttges hat vor laut seiner Darstellung zu hohen Anforderungen an das 5G-Netz in Deutschland gewarnt. Er sagte am 8. November 2018 nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse: "Hier gibt es einen politischen Wettbewerb um möglichst hohe Auflagen, ohne Rücksicht darauf, ob die Betreiberunternehmen das überhaupt leisten können. Deutschland droht ein industriepolitisches Desaster."

Stellenmarkt
  1. Hannoversche Informationstechnologien AöR (hannIT), Hannover
  2. Forschungszentrum Jülich GmbH, Jülich

Zu der Forderung des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) und aus der Politik, einen vierten Netzbetreiber wie den MVNO (Mobile Virtual Network Operator) United Internet zuzulassen, erklärte er: "Wer das fordert, stellt sich gegen den Ausbau im ländlichen Raum und verliert die digitale Zukunft Deutschlands."

Laut Telefónica-Chef Marcus Haas ist mit den 3,5-GHz-Frequenzen, die im Frühjahr 2019 vergeben werden sollen, in Deutschland eine "umfassende Versorgung aber weder physikalisch noch wirtschaftlich möglich. Dies würde zigtausende neue Mobilfunkmasten erfordern und wäre - wie Kanzleramtsminister Helge Braun unlängst richtigerweise festgestellt hat - unfassbar teuer." Tatsächlich ist der 5G-Ausbau laut Informationen von Golem.de teuer und würde durch die vielen neuen Sites, die errichtet werden müssten, pro Netzbetreiber einen Betrag im unteren zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich kosten. Um Kosten zu sparen, wäre der Aufbau eines gemeinsamen Netzes eine logische Möglichkeit.

Für eine Versorgung der Bevölkerung mit einer Datenübertragungsrate von 300 MBit/s wären mit dem derzeit verfügbaren Umfang an Flächenspektrum über 200.000 Mobilfunkstandorte in Deutschland erforderlich. Das wandte die Telefónica in einem Positionspapier an die Beiratsmitglieder der Bundesnetzagentur im September 2018 ein. Es gibt pro Mobilfunkbetreiber in Deutschland gegenwärtig rund 25.000 Antennenstandorte, insgesamt also circa 75.000.

Die Forderung des Beirats vom 25. Juni 2018, bis Ende des Jahres 2025 98 Prozent der Bevölkerung mit 300 MBit/s zu versorgen, ist laut Telefónica mit dem vorhandenen Flächenspektrum faktisch nicht erfüllbar, weil deutlich zu wenig Spektrum unter einem GHz verfügbar ist. Würde man hierzu Kapazitätsspektrum verwenden, das wesentlich weniger Fläche versorgen kann, wären in der Folge rund 70.000 zusätzliche Basisstationen und Investitionen in Höhe von über 25 Milliarden Euro pro Netzbetreiber nötig. "Inklusive der vom Beirat gewünschten Versorgung der Verkehrsinfrastruktur mit 5G müsste allein Telefónica insgesamt rund 76 Milliarden Euro investieren und über 200.000 Mobilfunkstandorte in Deutschland betreiben", betonte die Telefónica.

FDP will Frequenzen gegen Auflagen verschenken

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Carl-Julius Cronenberg fordert, dass die Bundesregierung bei der Versteigerung der Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard komplett auf Auktionserlöse verzichten soll. Mit den dann eingesparten Milliarden Euro sollten die Anbieter schnelles Internet auch im ländlichen Raum ermöglichen, sagte Cronenberg der Westfalenpost.

Es sollten "scharfe Bedingungen formuliert werden, die Wettbewerb und Breitbandausbau fördern, innovative Geschäftsmodelle zulassen und bundesweites Roaming erleichtern", sagte Cronenberg der Zeitung. Die FDP-Fraktion im Bundestag unterstütze seine Forderung, betonte der Politiker.

"Die GroKo muss der Versuchung widerstehen, über hohe Auktionserlöse alte Netze zu fördern. Wir haben kein Geld zu verlieren, aber Zeit", sagte Cronenberg.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. be quiet! Dark Base Pro 900 Rev. 2 für 179,90€ + 6,99€ Versand statt 219,99€ inkl...
  2. (u. a. Golf With Your Friends für 7,29€, Predator - Hunting Grounds für 28,99€, Assassin's...
  3. 69,99€ (Release 18.06.)
  4. 79,99€ (Release 18.06.)

bombinho 12. Nov 2018

Okay, ??? Ist das so? Wurde nicht gerade der Post vorgeworfen, ueber die Maszen Geld in...

mark.wolf 12. Nov 2018

Ein autonomes Auto braucht keine Mobilfunkanbindung. Denn dann ist es nicht mehr autonom...

mark.wolf 12. Nov 2018

Im Rückstand ist die versorgung, welche die Provider übernehmen. denen ist aber schneller...

mark.wolf 12. Nov 2018

Das ist doch die Automobilindustrie für ihren Schwachsinn vom automatisierten (nicht mit...

Faksimile 10. Nov 2018

Das eine muss mit dem anderen nicht automatisch zusammen auftreten.


Folgen Sie uns
       


Outriders angespielt

Im Video stellt Golem.de das von People Can Fly entwickelte Actionspiel Outriders vor.

Outriders angespielt Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /